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Eindämmung der Ölpest BP im Kampf gegen Ölpest optimistischer

04.05.2010 ·  Der Ölteppich ist kleiner geworden, denn ein Teil des Öls wurde durch den starken Wind unter Wasser gedrückt. Dank besserer Wetteraussichten könnte es in den nächsten Tagen zudem gelingen, die Ölpest einzudämmen.

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Der Energiekonzern BP ist dank besserer Wetteraussichten wieder zuversichtlicher für die Eindämmung der Ölpest im Golf von Mexiko. Das Meer wird laut aktueller Prognosen in den nächsten Tagen nicht mehr so stürmisch sein. Viele Maßnahmen waren bisher am hohen Wellengang gescheitert.

Am Dienstag werde man Materialien zum Katastrophenort bringen, um das sprudelnde Rohöl aufzuhalten, kündigte BP in der Nacht zu Dienstag an. Sie würden versuchen, eine Sicherheitsvorkehrung über eins der drei Bohrlöcher zu legen, um den Öl-Austritt zu reduzieren. Zudem seien Entlastungsbohrungen geplant, um den Druck zu mindern.

Ein Schaden von bis zu 14 Milliarden Dollar

Konzernchef Tony Hayward hat sich am Montag mit Vertretern der amerikanischen Regierung getroffen, um das weitere gemeinsame Vorgehen abzustimmen. Zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, den Betroffenen im Golf von Mexiko Entschädigungen zu zahlen. Der Energieriese erkenne seine Verantwortung an und werde für die Reinigungsarbeiten aufkommen.

Schätzungen über die Gesamthöhe der Kosten nach dem Untergang der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ hat BP bisher nicht veröffentlicht. Experten schätzen den Schaden auf bis zu 14 Milliarden Dollar, die Hälfte davon für die Reinigung verschmutzter Küsten und Meeresregionen. Hinzu kommen die Ausfälle in der Fischerei und im Tourismus. Kaum zu berechnen sind die drohenden Schäden in Flora und Fauna.

„Das wirkliche Drama spielt sich unter der Wasseroberfläche ab“

Nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation Greenpeace nimmt die Ölpest allmählich das Ausmaß eines schweren Tankerunglücks an. Der Greenpeace-Meeresbiologe Christian Bussau sagte am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“, die Menschen dort würden wochen- oder gar monatelang lang damit beschäftigt sein, die Küsten zu säubern.

Unterdessen stellten Wissenschaftler fest, dass der Ölteppich im Golf von Mexiko kleiner wurde. Am Montag bedeckte er eine Fläche von 5200 Quadratkilometern, nach 8800 Quadratkilometern in der vergangenen Woche, wie die University of Miami mitteilte. Grund ist der starke Wind, der dafür sorgte, dass ein Teil des Öls jetzt unter Wasser ist. Es ist nach wie vor unklar, wann größere Mengen die Küsten erreichen. „Das wirkliche Drama spielt sich bislang noch unter der Wasseroberfläche ab“, sagte Meeresbiologe Bussau. Bislang seien vor allem Kleinlebewesen betroffen. Die weiteren Folgen der Katastrophe seien noch nicht absehbar.

Gouverneur Arnold Schwarzenegger rückt angesichts der Umweltkatastrophe von Bohrungen vor der Küste seines Bundesstaates ab. Als Reaktion auf die Ölpest bereitet der Senat in Washington ein neues Gesetz vor, das die Haftung von Konzernen für die wirtschaftlichen Folgeschäden von Ölverschmutzungen im Meer kräftig erhöhen soll. Künftig sollten die verantwortlichen Unternehmen mit bis zu zehn Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro) für Folgeschäden etwa im Tourismus- oder Fischereibereich haften, heißt es in einem am Montag vorgelegten Gesetzesentwurf. Nach bislang geltendem Recht müssen die Unternehmen zwar für die Beseitigung des Öls und die Reinigung der Küste zahlen; für Entschädigungen an Betriebe gilt aber eine Obergrenze von 75 Millionen Dollar.

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