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BP-Chef Hayward „Eine beispiellose Serie von Fehlern“

17.06.2010 ·  Am Mittwoch hat sich BP im Weißen Haus verantworten müssen, an diesem Donnerstag soll Konzernchef Hayward im amerikanischen Kongress Rede und Antwort stehen. Seine Erklärung hat BP bereits veröffentlicht.

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BP-Chef Tony Hayward hat eine „beispiellose Serie von Fehlern“ als Ursache für die Ölpest im Golf von Mexiko genannt. Es handele sich bei dem Vorfall um einen „komplexen Unfall“, erklärte Hayward in einem vorbereiteten Text für die Anhörung vor einem amerikanischen Kongressausschuss an diesem Donnerstag, den BP zuvor veröffentlichte. Er verstehe, dass die Menschen eine einfache Antwort auf die Frage wollten, warum dies geschehen sei und wer dafür verantwortlich sei, erklärte Hayward demnach weiter. Es seien aber eine ganze Reihe von Unternehmen darin verwickelt, „darunter BP“, und „ganz einfach zu früh“, um die Ursache für die Katastrophe zu benennen.

Hayward, der an diesem Donnerstag vor dem Energieausschuss des Abgeordnetenhauses Rede und Antwort stehen soll, nahm Bezug auf eine fast zwei Monate alte BP-interne Untersuchung. Diese stellte Pannen bei insgesamt sieben Sicherheitsmechanismen fest. Der BP-Chef nannte unter anderem den Zement zur Abdichtung des Bohrlochs sowie die Ummantelung der Quelle, die dem selben Zweck dienen sollte.

Er selbst sei nach den Folgen der Explosion der Bohrinsel „am Boden zerstört“, formuliert Hayward. Es tue ihm „zutiefst leid“, dass die Katastrophe passiert sei, heißt es in der Erklärung. Hayward gibt zu, dass die Sicherheitsmaßnahmen und -technologien bei Tiefseebohrungen „deutlich“ verbessert werden müssten. Er erklärt, dass die Katastrophe „niemals hätte geschehen dürfen“. BP werde tun, „was wir können, um sicherzustellen, dass das nicht noch einmal passiert“.

Am Mittwoch hatte BP bei einem Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama erhebliche finanzielle Zusagen an Leidtragende der Ölpest im Golf von Mexiko gemacht (siehe auch: Ölpest: BP stimmt Fonds über 20 Milliarden Dollar zu).

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