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Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Trend 2011 Die Cebit in der Cloud

 ·  Die „Wolke“ ist Gesprächsthema Nummer eins in diesen Tagen. Dank des gut funktionierenden Internets eröffnen sich neue Möglichkeiten für Privatkunden und Unternehmen. Kosten lassen sich sparen - durch effizientere Nutzung der Systeme. Eine Analyse von Carsten Knop.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (10)

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Alfons Huber

Remote genutzte Software wird nicht installiert

Internetanwendungen (Email, Facebook, Kommentarfunktion der FAZ.NET usw.) sind wohl auch Cloudcomputing, wir sind also schon lange in der Cloud. Aber das ist ja alles (meistens) kostenlos, auch diese Lesermeinung entstand Remote - in der Cloud - ohne Lizenzgebühren.
Die hier beschriebene neue "Wolke" ist wohl eher eine Vertriebstrategie bestimmter Softwareunternehmen, wie z.B. Microsoft: die alten Geschäftsmodelle mit verkauften Softwarelizenzen greifen nicht mehr: Remote genutzte Software wird ja nicht mehr installiert, also auch nicht mehr gekauft. D.h. um weiterhin an Software zu verdienen müssen neue Geschäftsmodelle her, - bei Remotenutzung wird dann eben nicht die Installation, sondern die Nutzung der Software lizensiert.

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Karl Mohr

Nachschlag: was tun wir dann in die „Cloud“ ? Eine Empfehlung.

Weil das Thema gleichzeitig höchst absurd, anregend und lächerlich ist, hier meine - und ich betone es ganz bewußt - ganz und gar unernste Empfehlung, was am besten in die Wolke ausgelagert gehört. Man bedenke nur : CIA, Mossad, Echelon et al. und auch die Konkurrenz von nebenan wollen vernünftig beschäftigt sein, ohne allzugroßen echten Schaden anzurichten. Was tun ? Ganz einfach: In die „Cloud“ kommen unsere „neuesten Patentbemühungen und Forschungen“ und geheimsten Geheimnisse zum Thema „Dunkelbirne“, „Selbstantreibendes Windrad“,“Kalte Fusion im Wasserglas“, „Benzin aus Steinlauskulturen“, „Neuste Erkenntnisse zum Philadelphia-Experiment“ ...
Ergebnis: Geheimdienste und Hacker aller Couleur sind rund um die Uhr beschäftigt, die Softwareindustrie brummt, und die Welt von morgen wird ein besserer Ort – endlich mit dem heißersehnten „Siemens Lufthaken“ ausgestattet.

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David Brand
David Brand (Altfeuer) - 01.03.2011 11:52 Uhr

Die Chancen sehen

Ich bin immer wieder verwundert, wie man in Deutschland neuen Technologien mit so vielen Bedenken und der "das brauchen die Leute nicht"-Mentalität begegnet. Ein Vorredner hat für mich gerade entschieden, dass ich Cloud-Dienste nicht brauche. Vielen Dank! Ich würde das aber lieber für mich entscheiden, wenn ich darf...
Bis vor kürzen hat meine kleine Firma in einem Büro gearbeitet und wir haben alle da zusammen gesessen und miteinander über das interne Netzwerk gearbeitet. Dann habe ich unsere Daten ins Netz verlagert und schon bald fragten wir uns, wozu wir eigentlich das Büro noch brauchen, denn wir können jetzt genauso gut von jedem Computer der Welt aus arbeiten. Also haben wir unser Büro gekündigt, wir sparen massiv Geld dabei und haben viel Freiheit hinzugewonnen. Danke, Cloud-Dienste!
Wenn in Deutschland nur Zynismus regiert, wenn es um neue Technologien geht, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die USA die IT-Welt regieren.

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Martin Hofmann-Apitius

wenn ich die Kommentare hier so lese ....

... dann frage ich mich, wo die geschätzten Kommentatoren-Kollegen denn momentan ihre e-mails liegen haben .... bei GMX, der Telekom oder bei Googlemail? Falls dies der Fall ist, wo nehmen Sie dann die Sicherheit her, dass diese e-mails nicht von Dritten gelesen werden können?

Für die gmail-Nutzer: haben Sie sich schon mal die Nutzungsbedingungen von Google angeschaut? Sind Sie sich bewußt, dass Google Ihre mails samt Anhängen nutzen darf?

Meinen Sie wirklich, dass IHRE Steuerdaten von Ihrem Steuerberater lokal gespeichert werden?

Bedenklicher als irgendwelche seltsamen Gefühle über mögliche Einsicht Dritter in meine e-mails ist doch wohl die Tatsache, dass wir in Deutschland die Amazon-Cloud, die Google-Cloud oder die Microsoft - Cloud nutzen wollen .... es aber wohl keinen europäischen Anbieter vergleichbarer Größenordnung gibt. Vor dem Hintergrund, dass damit amerikanisches Recht für den Umgang mit meinen Daten gilt (und damit auch der Patriot Act), sehe ich die dringende Notwendigkeit, eine europäische public Cloud aufzubauen ....

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Enrico Kohls
Enrico Kohls (coltrane) - 01.03.2011 04:01 Uhr

Es lebe der Supergau,

in welcher Form auch immer,
wahrscheinlich Zugriff amerikanischer Regierung und Geheimdienste auf Daten die denen nicht gehören,
bspw Sperrung des Zugriffs auf eigene Unternehmensdaten bei Ablehnung der Gefolgschaft bei amerikanischer Außen- und Wirtschaftspolitik usw usw.

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Thea Engholm
Thea Engholm (Flaim) - 01.03.2011 02:06 Uhr

Die FAZ is doch sonst

... so scharf wenn's um Urheberrechte und das Netz geht. Haben sie sich mal genau die AGB und Regelungen von googledocs zu diesem Thema angesehen? Anscheinend nicht.
gdocs ist etwas sehr praktisches, aber ich würde dort nichts unterbringen an dem ich allein die Urheber und Nutzungsrechte haben will.

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Hans Zahn

Cloudcomputing, Smartphones, Tablets

klingt für mich alles irgendwie nach neu-denglisch für Rechenzentrum und Terminal. Gabs vor 35 Jahren schon. Und wenn in 15 Jahren dann alle gut abkassiert haben/abkassiert worden sind, nur um festzustellen, dass die Daten die da "irgendwo, ich weiß gar nicht wo" lagern, einem gar nicht gehören, weil physisch nicht mehr in Besitz zu bringen (man google nach dem Cloudpionier Salesforce und der Möglichkeit des Exports der EIGENEN UNTERNEHMENSDATEN in den günstigeren Abonnements) , dann, ja dann wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben, nämlich das lokale Speichern. War dann auch noch nie da und ist die tollste Innovation überhaupt.

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Torlin Monger
Torlin Monger (TMonger) - 28.02.2011 17:41 Uhr

Cloudcomputing...

...ist ja schön und gut für Privatanwender (die das allerdings nicht brauchen).
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Unternehmen sollten sich allerdings sehr gut überlegen, ob sie die Kontrolle über ihre Daten und Geschäftsgeheimnisse einem anonymen Netz überlassen, auf das im Zweifelsfall jeder zugreifen kann, zumindest aber deren Sicherheit und Zuverlässigkeit nicht nachprüfbar ist.
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Ist Cloudcomputing unter diesen Gesichtspunkten immer noch eine Einsparung?
.
Klar kann ich mit (kostenlosen) Email-Anbietern als Privatkunde Geld sparen. Ich muss aber damit rechnen, dass meine Mail von jeder beliebigen Person gelesen werden kann. So etwas als Vorbild für Unternehmen zu nehmen, ist doch mehr als bedenklich.
.
"Private Clouds", also Cloudcomputing im (gesicherten) firmeneigenen Netz durchzuführen, macht auf jeden Fall erheblich mehr Sinn als "public Clouds". Da können Großkonzerne noch einiges an Schätzen heben.

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Michael Arndt

Wieso kommt mir bei diesem Artikel der Gedanke,

dass "Cloud" und "Guttenberg" zusammenpassen?
Im Ernst, dieser "Cloud"-Nonsens kann doch nun wirklich nicht in Erwägung gezogen werden.
Die einzigen Nutznießer dieses Marketingcoups sind die Softwarehersteller (nicht umsonst ist Microsoft vorne dabei) und ggfs. Hardwareausrüster im Bereich Servertechnologie.
Irgendwie passt dazu die Meldung von heute, dass Google - unbeabsichtigt - Maildaten seiner User gelöscht hat. Prima...

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Karl Mohr

Mit beiden Beinen fest auf der Cloud und alle Vorsicht vergessen ...

... das ist die Beschreibung eines komplett orwellisierten "Users", der allen Konsumversprechungen hinterherhechelt, seien sie auch noch so komplett hirnrissig.
Man kann ja nur herzlich zu soviel jugendlichem Optimismus gratulieren, gepaart mit der szenetypischen diebischen Vorfreude, schon vorher "dabei gewesen zu sein", wenn der Autor euphorisch berichtet :
"...Vielmehr ist er auf einem Netzwerkrechner in einem Rechenzentrum GESPEICHERT und bearbeitet worden, von dem der Autor noch nicht einmal weiß, wo er steht." (Hervorhebung von mir).
Natürlich sehe ich auch, daß bereits heute dieser Text, den ich tippe, über Server läuft, von denen ich nicht weiß, wo sie stehen. Ja, das Fenster steht offen, also die Einladung zum globalen Datenmining und Ideenklau --- aber muß ich deshalb so dumm sein, mit Anlauf rauszuspringen ?

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