Home
http://www.faz.net/-gc0-13tiv
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

IFA 2009 Unbeeindruckt von der Wirtschaftskrise

03.09.2009 ·  Mit einer vermieteten Fläche von rund 121.000 Quadratmetern hat die Branchenmesse IFA, die an diesem Freitag in Berlin offiziell ihre Tore öffnet, trotz der Wirtschaftskrise den Rekordwert des Vorjahres praktisch wieder erreicht.

Von Johannes Winkelhage, Berlin
Artikel Bilder (1) Video (1) Lesermeinungen (0)

Mit einer vermieteten Fläche von rund 121.000 Quadratmetern hat die Branchenmesse Ifa, die am Freitag dieser Woche in Berlin ihre Tore öffnet, trotz der Wirtschaftskrise den Rekordwert des Vorjahres praktisch wieder erreicht. Das sagte Messe-Geschäftsführer Christian Göke am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. Auch die Zahl der Aussteller liege mit 1164 Unternehmen praktisch auf dem Niveau des Vorjahres. „Das war angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lange nicht vorstellbar“, sagte Göke.

(Alle Infos zur IFA auf der FAZ.NET-Sonderseite IFA 2009)

Der Auslandsanteil der Unternehmen liegt nach seinen Angaben mit rund 70 Prozent weiter auf hohem Niveau. Göke rechnet damit, dass die Zahl der Fachbesucher im Jahr 2009 das Vorjahresniveau von mehr als 100 000 übertreffen wird. Auch geht er davon aus, dass im laufenden Jahr mehr Ordervolumen aus der Ifa gezogen werden kann als 2008. Damals waren Aufträge von mehr als 3 Milliarden Euro während der Messe um den Berliner Funkturm geschrieben worden. Bewährt habe sich zudem die Kombination der Unterhaltungselektronik mit den Angeboten der Hausgeräteindustrie, die im vergangenen Jahr erstmals gemeinsam auf der Messe präsent waren – weshalb der alte Name „Internationale Funkausstellung“ durch das Kürzel Ifa ersetzt wurde.

HD habe in Deutschland „endlich Fahrt aufgenommen“

Ganz unberührt gehen allerdings auch die Anbieter der Unterhaltungselektronik nicht aus der Krise hervor. So rechnet Rainer Hecker, der Aufsichtsratsvorsitzende des Ifa-Veranstalters Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (GfU), für Europa mit einem Umsatzverlust von 9 Prozent. Auf der Basis der Zahlen der GfK geht er aber davon aus, dass die Unterschiede in den verschiedenen Ländern sehr groß sind. Während GfU und GfK in Deutschland mit einer Umsatzeinbuße von gerade einmal 1,6 Prozent im laufenden Jahr rechnen, geht es in Ländern wie Spanien oder Großbritannien mit zweistelligen Umsatzverlusten deutlich ungemütlicher zu.

Erfreut zeigte sich Hecker darüber, dass das hochauflösende Fernsehen (HD) in Deutschland „endlich Fahrt aufgenommen“ habe. So sei die HD-Übertragung der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in den vergangenen Wochen aus Berlin ein erfolgreicher Testlauf gewesen.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen