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Silke Tesch Ruhige Erzieherin

03.11.2008 ·  Silke Tesch hatte bereits durchblicken lassen, dass sie mit Ypsilantis Plänen möglicherweise nicht einverstanden sein könnte. Das Verhältnis der Linken zum Rechtsstaat müsse geklärt werden. Tesch spricht von einem „extremen Gewissenskonflikt“.

Von Ralf Euler, Wiesbaden
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Silke Tesch hatte schon Mitte August öffentlich durchblicken lassen, dass sie mit den Plänen ihrer Parteivorsitzenden möglicherweise nicht einverstanden sein könnte. Das Verhältnis der Linken zu Rechtsstaat und Verfassungsschutz müsse geklärt werden, forderte die Abgeordnete aus einem kleinen Ort im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf damals. Allerdings stellte sie zu diesem Zeitpunkt auch klar, dass sie Andrea Ypsilanti unterstützen wolle: „Ich bin keine Abweichlerin.“

In den Wochen seitdem hat sie dann aber schwer mit sich und ihrer Entscheidung zu einem rot-grün-roten Bündnis gerungen. Das sei für jeden deutlich gewesen, der genauer hingeschaut habe, hieß es am Montag von Mitgliedern der SPD-Fraktion, die Tesch nahestehen. Die Politikerin selbst spricht von einem „extremen Gewissenskonflikt“, der sie zunehmend psychisch und physisch belastet habe. Die 50 Jahre alte eher ruhige Erzieherin und Industriekauffrau ist verheiratet und Mutter einer erwachsenen Tochter. Sie gehört der SPD seit 1995, dem Landtag seit 2003 an, wo sie zum rechten „Aufwärts“-Flügel der Fraktion um Jürgen Walter gezählt wird.

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Jahrgang 1960, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

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