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Jürgen Walter Der ewige Rivale

03.11.2008 ·  Das Linksexperiment lehnte Jürgen Walter von Beginn an ab, die Wahl seiner ewigen Rivalin Ypsilanti sei aber keine Frage des Gewissens. Dann überlegte er es sich anders. Er hat sich in eine Lage manövriert, aus der er nur mit einem Paukenschlag herauskommen konnte.

Von Majid Sattar
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Wer Jürgen Walter am vergangenen Samstag auf dem Sonderparteitag in Fulda beobachtet hat, spürte förmlich die Anspannung, unter der der stellvertretende Vorsitzende der hessischen SPD stand. Der ewige Rivale Andrea Ypsilantis hatte sich in eine Lage hineinmanövriert, aus der er nur mit einem Paukenschlag herauskommen konnte.

Der Jurist, 1968 im südhessischen Jugenheim geboren, galt lange Zeit als kommender Mann der hessischen SPD: Als Juso-Vorsitzender zog er 1999 in den Wiesbadener Landtag ein, wurde nach der Wahlniederlage 2003 Fraktionsvorsitzender und war 2006 von den Unterbezirken seiner Partei schon als Spitzenkandidat für die Landtagswahl auserkoren, bevor die Landesvorsitzende Ypsilanti dafür sorgte, dass ein Parteitag in Rotenburg an der Fulda die Empfehlung der Regionalkonferenzen überstimmte und sie inthronisierte.

Er verlor in der Folge den Fraktionsvorsitz und stellte sich im Wahlkampf als Schatteninnenminister ins Glied. Das Linksexperiment lehnte er von Beginn an ab, sagte aber, die Wahl Andrea Ypsilantis sei keine Gewissensfrage. Dann überlegte er es sich anders.

Video: Aus der Traum für Andrea Ypsilanti

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Jahrgang 1970, politischer Korrespondent in Berlin.

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