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IW-Umfrage Jede dritte Firma will Stellen streichen

24.11.2008 ·  Die Wirtschaftskrise dürfte bald auf den Arbeitsmarkt durchschlagen. Gut ein Drittel der Firmen in Deutschland erwartet 2009 ein Produktionsminus und will Stellen abbauen. Dies geht aus der Herbst-Konjunkturumfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor.

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Vor dem Hintergrund der Weltfinanzmarktkrise blicken die Unternehmen pessimistisch in die Zukunft. Gut ein Drittel der Firmen erwartet 2009 ein Produktionsminus und will Arbeitsplätze abbauen, wie aus der Herbst-Konjunkturumfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde.

Von mehr als 1.800 befragten Unternehmen gehen demnach fast 37 Prozent von einem Produktionsrückgang im kommenden Jahr aus, während gut 24 Prozent mit besseren Geschäften rechnen. Fast 35 Prozent erklärten, sie kämen nicht umhin, Stellen abzubauen. An Aufstockungen denken nur 19 Prozent der Unternehmen.

Nahezu 26 Prozent der deutschen Betriebe erwarten für 2009 geringere Ausfuhren als im laufenden Jahr, nur 23 Prozent halten eine Zunahme für wahrscheinlich. Allein die ostdeutschen Betriebe sind in Sachen Exporttrend noch überwiegend zuversichtlich. Die insgesamt eingetrübten Perspektiven für das Auslandsgeschäft spiegeln sich laut IW auch in den Investitionsplänen wider: Für 2009 rechnen 34 Prozent der Unternehmen mit rückläufigen Investitionen in ihrem Betrieb, lediglich 23 Prozent werden voraussichtlich mehr investieren als 2008.

Die Lage ist ernst - aber kein Grund zur Panik

Das IW rechnet nun ebenso wie andere Experten mit einer Rezession im kommenden Jahr. Das Institut nahm am Montag seine Prognose für die deutsche Wirtschaftsentwicklung 2009 auf ein Minus von „knapp 0,5“ Prozent zurück. Noch im Oktober hatte das IW ein Plus von 0,6 Prozent erwartet.

Die Lage sei ernst, Grund zur Panik gebe es aber nicht, erklärte das Institut. IW-Chef Michael Hüther sprach von einem „Bild der Rezession“, aber einer Lage, „mit der wir umgehen können“. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte laut IW um 190.000 auf fast 3,5 Millionen im Jahresdurchschnitt steigen. Um der Krise zu begegnen, sprach sich Hüther für Steuersenkungen verbunden mit einer Abschaffung des Solidaritätszuschlages aus.

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