06.11.2009 · Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Fannie Mae gerät immer tiefer in die Verlustzone. Nach einem erneuten Verlust muss das inzwischen staatlich kontrollierte Institut den Steuerzahler zum vierten Mal anpumpen. Vom Staat braucht Fannie Mae weitere 15 Milliarden Dollar.
Der von der amerikanischen Regierung vor der Insolvenz gerettete Immobilienfinanzierer Fannie Mae gerät immer tiefer in die Verlustzone. Nach einem erneuten Quartalsverlust von diesmal fast 20 Milliarden Dollar muss das staatlich kontrollierte Institut den Steuerzahler zum vierten Mal anpumpen.
Vom Staat braucht Fannie Mae weitere 15 Milliarden Dollar. Fannie Mae und Schwesterinstitut Freddie Mac haben bereits jeweils hundert Milliarden Dollar erhalten.
Die beiden Baufinanzierer stehen seit gut einem Jahr unter Kontrolle der amerikanischen Regierung. Sie hatte eingegriffen, um einen Kollaps der beiden Baufinanzierer und damit des gesamten amerikanischen Kreditmarktes zu verhindern. Der Absturz des amerikanischen Häusermarktes war der Auslöser der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.
Die beiden Finanzierer stehen hinter etwa jedem zweiten Immobilienkredit in den Vereinigte Staaten (siehe auch Die Geschichte von Fannie und Freddie: zwei alte Giganten). Sie sind zentral für die Pläne von amerikanische Präsident Barack Obama zur Stabilisierung des amerikanische Häusermarktes. Wegen der steigenden Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten können noch immer viele Menschen ihre Hypothekenraten nicht bezahlen. In der Not bietet Fannie Mae den Schuldnern nun an, vorerst in ihren Häusern zur Miete zu wohnen.
Bei dem etwas kleineren Institut Freddie Mac wird in den kommenden Tagen ebenfalls ein weiterer Quartalsverlust befürchtet.