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Großbritannien Wut und Bitterkeit über Banker mit Bonus

 ·  Trotz exorbitanter Verluste zahlt die Royal Bank of Scotland hohe Boni an ihre Mitarbeiter. Die Empörung darüber ist groß. Der Steuerzahler rettet und die Banker kassieren ab, heißt es. Doch ganz so einfach liegt die Sache nicht.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)

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Rolf-Michael Henkel

Wenn die Ohnmacht droht... (Fortsezung)

Solange die genannten Banken sich nicht real in einem Insolvenzverfahren befinden, wobei es egal ist ob sie faktisch dort hinein gehören und nur aus taktischen und politischen Überlegungen noch existieren, haben die Arbeitsverträge aller Mitarbeiter und somit auch ihre Gehaltsvereinbarungen (fix und variabel) Bestand und sind zu erfüllen. Basta! Und den Wutentbrannten hier sei empfohlen sich erst einmal zu informieren, bevor sie in unqualifizierter Weise Pauschalurteile posten. Fragen Sie doch einfach einmal die freundliche Filialmitarbeiterin am Tresen Ihrer Sparkasse, ob siausschließlich ein festgehalt bezieht. Sie werden überrascht sein. Und die Dame bezieht garantiert kein Millionengehalt sondern kommt auch gerade so über die Runden. Leider war auch die Autorin des Artikels nicht in der Lage die Situation richtig zu interpretieren, wobei sie sich allerdings in bester Gesellschaft befindet. Die Zahl wirklich kompetenter Wirtschaftsjournalisten mit "Durchblick" ist jedenfalls überschaubar. Noch ein Tipp für diejenigen, denen hier regelmäßig das Blut in die Füße sackt... Hinlegen, Füße hoch, ruhig und gleichmäßig atmen. Das hilft gegen die Ohnmacht und erleichtert das Denken.

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Rolf-Michael Henkel

Wenn die Ohnmacht droht...

...dann sackt das Blut in die Füße und versorgt das Hirn nicht mehr mit genügend Sauerstoff. Das Denken, bei manchen Zeitgenossen ohnehin limitiert, fällt dann schwer. Und wenn ich mache Kommentare lese, dann denke ich an Leute die ohnmächtig vor Wut zu sein scheinen. Sicher ist eine Mrd. GBP ein Haufen Geld, aber wer die Dienstleistungbranchen, und dazu gehören auch banken, kennt, weiß, dass sich diese Summe auf einige tausend Köpfe verteilt. Da sind dann zwar auch ein paar ganz grosse Brocken dabei, aber auch die Gehaltsbestandteile vieler "kleiner" Angestellter. Für sie stellen diese Boni immerhin einen Anteil von 10 - 20 % ihres Gesamteinkommens dar. Sie wurden meist in den letzten Jahren anstelle von regulären Gehaltserhöhungen eingeführt. Fast jeder Spezialist und selbst der "kleinste" Kundenberater einer Filiale hat diese variablen Gehaltsbestandteile. Und diese Menschen gehören regelmäßig eher zu den Opfern als zu den Tätern bei der Umsetzung zweifelhafter Entscheidungen des Top-Managements. Das scheinen einige hier in ihrer ohnmächtigen Wut oder mangels Sachkompetenz nicht zu erkennen. Verträge würde ich jedenfalls mit ihnen nicht schließen wollen,.

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Siegfried Park
Siegfried Park (Sigip) - 10.02.2009 19:52 Uhr

So einfach ist die Sache nicht?

So einfach ist die Sache nicht? >>>>>>>>>>>>>>>>Letztlich hängt freilich ein gutes Bankgeschäft von Mitarbeitern ab, die die technische Komplexität des Geschäftes beherrschen. Dieses Talent lässt sich teuer bezahlen.<<<<<<<<<<<<< So, nun wissen wir es. Solche Talente müssen teuer bezahlt werden. Natürlich sind wir naiv und vestehen nichts davon, aber die Frage muss schon erlaubt sein, worin manifestiert sich so ein außergewöhnliches Talent? Etwa darin, dass sie 28 Mrd. Verluste machen und jeder englischer Bürger rechnerisch 400 Pfund für die Sanierung bezahlen muss. Oder manifestiert sich das außergewöhnliche Talent darin, dass dadurch die ganze Welt in den Abgrund gerissen wird, dass wir unser sauer Erspartes verlieren und unseren Lebensunterhalt im Alter, oder eine Weltwirtschaftskrise im Ausmaß von 1929 bekommen mit 30% Arbeitslosigkeit und sozialen Verwerfungen mit nicht absehbaren politischen Risiken? Nein, man sollte diese ganze Managerklasse zum Mond schießen und eine neue aufbauen, die vor allen Dingen vorher ethisch geschult ist. Siegfried Park

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arthur hund

Angsterregende Argumentation

Für das komplizierte Geldgeschäft sollen angeblich super-gut bezahlte Mitarbeiter unerlässlich sein (die Zahlen, von denen die Rede ist, gehen über das Gehaltsniveau aller vergleichbaren Berufsgruppen weit hinaus). Weil die staatliche Aufsicht sich diese teuren Schlaumeier nicht leisten konnte, haben diese super-kompetenten Experten aber leider die Wirtschaft komplett ruiniert. Und jetzt argumentierenSie, die nicht unmittelbar Beteiligten, also die, die nur irgendwo am Schalter standen, hätten ja gute Arbeit geleistet, und bräuchten deshalb die exorbitanten Gehälter vom Staat (und natürlich in der Zukunft wieder von ihren Kunden, deren Geld ja nicht sie, sondern ihre Kollegen verzockt haben). Verantwortlich ist am Ende niemand mehr. Fakt ist, die Milliarden, die als exzessive Gehälter und "Boni" in den letzten 10 Jahren bezahlt wurden, hätten als Kapital ausgereicht um die meisten Banken zu stabilisieren. Und die, die das Geld jetzt in der privaten Tasche haben, sollen keine Verantwortung tragen? Im übrigen gibt es genug andere Experten, die ihren Preis mit dersleben Argumentation rücksichtslos hochtreiben können.

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Test testtest

@Moritz Liedtke (Folko):

... weil es nun mal keine Bonuszahlungen zu verteilen gibt, wenn das Unternehmen eigentlich pleite ist und nur durch Steuergelder am leben erhalten wird! Kein Arbeitnehmer eines kleinen Betriebes wird im Insolvenzfall noch viel von seinen 'vertraglich' zugesicherten Geld bekommen - da springt auch kein Staat ein! Ist das so schwer zu verstehen?

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Fritz Vandermöhlen

pervertiertes Denken

Hier heißt es "Im Gerangel um die Besten zog keiner die Boni-Bremse". Bei mir hätte es geheißen: Im Gerangel um die "Besten" zog keiner die Boni-Bremse. Nach wie vor werden die "Bankster" allerorten mit Samthandschuhen angefaßt. Gordon Brown macht sich vorrangig Gedanken um den "Finanzplatz" London und die Überlebensfähigkeit seiner Nobelrestaurants. Die "Besten" in was? Von was? Bei was? Ich habe langsam das Gefühl, nicht nur im Finanzsystem ist das Denken pervertiert. Hier wurde ein Schneeballsystem aufgebaut. Das ist kriminell. Und so sollte man die Sache auch behandeln. Fehlt nur noch, daß wir die Mafia bejubeln weil sie extreme Gewinne macht und Arbeit schafft.

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Jörg Gondermann
Jörg Gondermann (joeyyy) - 10.02.2009 15:38 Uhr

Bankenpleite als echte Alternative?

Hier werden einzelpsychologische mit massenpsychologischen Aspekten vermischt: Wenn eine Bank wirklich pleite ist - und das wäre bei den meisten Banken ohne staatliche Hilfe so - dann gehen die Gläubiger leer aus. Und das wären neben den gierigen Brokern allerdings leider auch die Kunden, die der Bank einst ihr Geld gaben um es vermehren zu lassen. Insofern sind diese Bonus-Exzesse die zweite Seite der Medaille "Dein Geld ist nicht weg!". Würde der Staat die Banken wirklich pleite gehen lassen, wäre das Vertrauen in die private Wirtschaft UND in die Schutzfunktionen des Staates weg. Die politischen und gesellschaftlichen Folgen mag ich mir nicht ausmalen. Geld wäre nichts mehr wert, die Flucht des Kapitals in Substanzwerte oder in andere Staaten die Folge. Außerdem: Ein Aufbau auf einem zusammengebrochenen System, auf einem "Ground Zero", änderte lediglich temporär die Verhältnisse. Die Handelnden wären schnell wieder die gleichen, die Dekadenzkurve hätte im Zeitverlauf ein Sägezahn-Bild. Aber das verlorene Vertrauen käme lange nicht zurück. Ich glaube nicht, dass es eine Alternative zum aktuellen Vorgehen gibt. Wünschenswert wären Regeln für künftige Bänker aus den "lessons learned".

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Ami de Chapeaurouge

Vergütung sichert Talent und Durchdringungsgrad des Investmentbanking-Geschäfts

Als die Deutsche Bank am 15. März 2008 von Lazard gerufen wurde, Bear Stearns fair zu ersteigern, weil dies sehr gut gepasst hätte als Zusatzakquisition nach dem Erwerb von Bankers Trust im Jahr 1999, wurde ihr der Zugriff durch Mauscheleien seitens der amerikanischen Elite schroff verweigert. Man wollte die Deutsche Bank nicht als ernsthaften Konkurrenten für Goldman Sachs und JPMorgan erstarken lassen. Ich habe diese rechtswidrigen und protektionistischen amerikanischen Vorgehensweisen hier und da privat und öffentlich zur Sprache gebracht. Das Handelsblatt hat tiefschürfend am 20. März 2008 darüber berichtet ("Ackermann buhlte.."). Was konnte Ackermann denn tun, als durch die Hintertür sich das Talent dadurch zu sichern, indem er auf Staatshilfen auch gerade deshalb verzichtet, um in der Vergütung nicht auch noch mit Handschellen bestraft zu werden? Den meisten Lesern scheint das Schicksal der Deutschen Bank im beinharten internationalen Wettbewerb sogar ideologisch suspekt. Als moderat global agierender Anwalt ist mir diese Haltung ein Rätsel. Die deutsche Wirtschaft braucht starke Deutsche Banken, um massive börsliche Unterbewertungsstrategien deutscher Konzerne durch bestimmte Kreise in New York und London zu konterkarieren.

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Ganzes Bonussystem überdenken

Wozu kriegen die entsprechenden "Banker" eigentlich ihr Grundgehalt ? Doch wohl dafür, dass sie ihren Job machen-und das möglichst ordentlich. Wieso müssen sie dann auch noch - vor allem derart horrende - Bonuszahlungen erhalten, wenn sie ihren Job WIRKLICH ordentlich machen ? Das halte ich für ein reines Verwöhnsystem. Von den Grundgehältern läßt sich sicher auch gut leben. Das Gleiche findet man bei "führenden" Künstlern: Ein Stardirigent wie Herr Barenboim in Berlin erhält ein gutes Entgelt für seine Tätigkeit als Chefdirigent an der Staatskapelle. Wenn er dann aber WIRKLICH dirigiert (was ja in der Berufsbezeichnung schon drinsteckt...), erhält er nochmals gigantische Summen für diese Auftritte. Für mich völlig unverständlich und unangemessen. Man sorgt damit auch dafür, dass in solchen Branchen für das "normale" Geld keiner mehr seine Arbeit gut machen will.

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Nils Decker

Besteuerung von Boni

...nicht zu vergessen, Boni werden mit 60% versteuert. Von einer Milliarde gehen demnach ohnehin 600 Millionen an den Staat/ "Steuerzahler" zurück. Die Summe ist demnach etwas aufgeblasen. @Hr. Beucker - stimme Ihnen zwar zu. Sie sollten jedoch oben erwähntes Argument der Bonusbesteuerung nicht außer acht lassen. Zudem kommt, dass diese Herren ohnehin kein schlechtes Grundgehalt kriegen das auch einen RIESEN Batzen an Lohnsteuer einträgt. Wie heißt doch die schöne Faustregel, 5% der Bevölkerung zahlen 80% der Gesamtsteuereinnahmen. Außerdem gibts noch "invisible costs" wie Arbeitslosigkeit etc., würde man die RBS einfach bankrott gehen lassen und die Banker würden Sozialleistungen in Anspruch nehmen.

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Roland Frutig
Roland Frutig (Frutig) - 10.02.2009 15:13 Uhr

"Ackermann reagiert daher schnell .... "

"Ackermann reagiert daher schnell .... " bzgl. der Begrenzung von Gehältern in den USA. Wenn man das liest, wird einem sehr schnell klar, dass die Lernfähigkeit und die Selbstkritik vieler "Bankker" (die niemals Bankiers waren) gegen Null geht. Es stellt sich die daraus folgende Frage - "wo waren denn diese Eliten des Finanzwesens, die heute angeblich wieder so viel Geld wert sind, als es darum ging das Chaos zu verhindern, was die Gesamtgesellschaft nun ausbaden muss? Für mich gibt es kein Gegenargument dafür, dass das Bankengeschäft die Bodenhaftung und die Ethik verloren haben.

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Dennis Kran

Mäßigung als Ausweg

Es ist vollkommen gerechtfertigt, wenn Mitarbeiter die gute Arbeit geleistet haben auch in den Parametern ihres Vertrages bezahlt werden. Ich denke damit dürften wir noch alle d'accord gehen. Was jetzt allerdings problematisch ist, ist der Zeitpunkt dieser Zahlungen. Mir ist vollkommen bewusst, dass diese Krise von einem schwindend geringen Prozentsatz der Finanzwirtschaft verschuldet worden ist und die meisten Bankmitarbeiter durch diese Entwicklungen genauso überrascht wurden wie der Rest der Bevölkerung, doch genau an diesen Mitarbeitern liegt es jetzt das Vertrauen in die Finanzwelt wieder herzustellen. Und ein erster Schritt dazu wäre nun einmal ein flächendeckender Verzicht auf etwaige Bonuszahlungen um Zeichen zu setzen (selbst wenn man selbst keine direkte Schuld an der Misere hat). Dabei ist es egal ob das eigene Institut nun vom Staat unterstützt wird oder nicht, essenziel ist die Botschaft (in diesem Falle eine Bußbereitschaft) die vermittelt würde, um das Vertrauen des Anleger nach und nach wieder zu gewinnen. Bis jetzt ist so ein Zeichen ausgeblieben und durch das Bekanntwerden solcher Bonuszahlungen in Zeiten der Rezession (Beispiele lieferte ja die USB) wird sich die Kluft des Unverständnisses weiter vergrößern.

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Stefan Häb
Stefan Häb (haebbes) - 10.02.2009 14:12 Uhr

Ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag

.... und da gilt nicht immer der gesunde Menschenverstand. Es ist zwar richtig, das ohne Staatshilfe die Bank pleite wäre. Aber sie ist es nun mal nicht! Also gilt der Vetrag. Und es müssen ja auch im Einzelfall keine hohen Summen sein, die fließen. Die Menge macht es. Und wenn dem "kleinen" Anlageberater Boni zugesichert wurden, wenn z.B. entsprechende Anlageprodukte verkauft wurden, stehen ihm die Boni nun mal zu. Das mag man ummoralisch oder ungerecht nennen. Aber auch bei uns geht Rechtsicherheit vor Gerechtigkeit.

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M. Hubrich

Bonuszahlungen bei Insolvenz

In einem Insolvenzverfahren sind diese Fragen klar geregelt: sämtliche Gehaltsforderungen gehören zu den Ansprüchen und werden aus dem "Restwert" des Unternehmens ensprechend des Ranges beglichen, soweit hier noch etwas zu holen ist. Es werden zunächst die erstrangigen Anprüche der Gläubiger, insbesondere der BANKEN (!), befriedigt. Mitarbeiter erhalten i.a. dann keine Gehaltszahlungen, sondern (vielleicht) nach 5-10 Jahren einen (in der Regel sehr kleinen) Anteil ihrer ursprünglichen Gehaltsansprüche. Für 3 Monate bekommen die Mitarbeiter Insolvenzgelt etwa in Höhe des Arbeitslosengeldes (Maximal. ca. 3 000 EUR/Monat). Bei den Banken wird nun dieses Verfahren von den Regierungen (auch der Deutschen Regierung) bewußt umgangen. Nur durch Sonderregelungen (Finanzmarktstabilisierungsgesetz usw.) wurde verhindert, dass die Banken Insolvenz anmelden mussten. Der Staat hätte hier im Rahmen dieser Ausnahmeregelung, welche einer staatlich geduldeten Insolvenzverschleppung nahekommt, sich stärker am bestehenden Insolvenzrecht orientieren können, so z.B. dass u.a. Bonuszahlungen als Ansprüche aufgenommen werden, welche dann zu gegebener Zeit bezahlt werden, soweit die Bank dann wieder zahlungsfähig ist.

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Moritz Liedtke
Moritz Liedtke (Folko) - 10.02.2009 13:53 Uhr

Das richtige (Bewerungs-)Maß waren

Einige Leute lieben es hier über einen Kamm zu scherren. Nicht 100% der Belegschaft einer Bank die in Schieflage gerät hat daran Anteil. Und wenn ich als Mitarbeiter in meinem Bereich hervorragende Arbeit geleistet habe und vielleicht sogar den Gewinn im mir zugeordneten Teilbereich trotz der schwierigen Gesamtlage erhöht habe, warum sollte ich dann nicht einen Bonus erwarten und annehmen?

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Die Wut und Bitterkeit besteht zu Recht, aber sie ist an die falsche Adresse

Die Wut und Bitterkeit besteht zu Recht, aber sie ist an die falsche Adresse gerichtet. Nicht der Mitarbeiter der Bank ist der Schuldige oder würde hier einer freiwillig auf einen Bonus verzichten, der werfe den ersten Taler. Der Staat der nach wie vor meint, er könne der Wirtschaft einen erzählen, wird immer weiter draufzahlen. Der Staat hat aber nichts, das Staatsvolk hat, aber das interessiert sich bekanntlich für nichts bis gar nichts, also werden die gleichen Staatsbeamten die gleichen Fehler immer und immer wieder machen. Denn zahlen tun die ja auch für die gröbsten Böcke nie selbst, dafür gibt es ja die Staatshaftung, pardon, Staatsvolkhaftung. Ob das nun in GB oder D spielt, spielt absolut keine Rolle.

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Paul Rabe

Es gibt keine "guten" Mitarbeiter, aber welche mit "guten" Beziehungen

Es wird immer wieder das Märchen verbreitet, daß es da Leute gäbe die mit orgendwelchen 'Superhirnen' besonders gute Ergebnisse im Investmentbanking oder sonst wo erziehlen. Das ist natürlich Blödsinn, Leute mit solchen Kenntnissen gibt es ziemlich viele, im Moment sogar im Überfluss. Wenn heute noch Mitarbeiter mit hohen Gehältern abgeworben werden dann nicht wegen ihrer guten fachlichen Kenntnisse sondern wegen ihrer guten Beziehungen. Beziehungen können grade im Bankgeschäft Millionen wert sein, denn grade dort gilt, daß nur derjenige gute Geschäfte macht der die 'Deals' als erster wittert und in der richtigen Tür früh genug seinen Fuss drin hat.

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Hartmud Ose
Hartmud Ose (hwarang) - 10.02.2009 11:18 Uhr

Lernunfähig oder dreist?

Dem Normalmenschen schwillt die Zornesader, dass diese Versager und Verbrecher - denn hier liegt vorsätzliches Handeln vor - für die katastrophalen Ergebnisse ihres Tuns noch mit Milliarden belohnt werden. Besonders pikant ist die Begründung in Großbritannien! Keine Spur von Reue oder Einsicht in die eigenen Fehler, ganz im Gegenteil.. Aber die um ihr Geld gebrachten Bankkunden haben sicherlich Verständnis, dass sie mit ihren Steuergeldern auch noch die Boni der Geldvernichter finanzieren dürfen. Dann also weiter so! Die Banker zeigen, dass Anstand und Moral für sie Fremdworte sind. Hoffentlich lernen die Bankkunden aus diesem Verhalten.

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Wirtschaftskorrespondentin in London.

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