10.04.2010 · Tribunale richten über die Akteure der Finanzkrise. Doch die Verantwortlichen ziehen sich geschickt aus der Affäre. Deshalb fragen die F.A.S. und FAZ.NET: Wer hat Schuld an dem Debakel? Die Banker? Ökonomen? Diskutieren Sie mit!
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Globale Veränderungen verweisen bewährtes Denken und Handeln zunehmend auf die lange Bank. Eine krampfhafte Suche nach Schuldigen beginnt. Dieses Verhalten fußt auf der Annahme, Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und fühlbar auftreten.
Da sich der Mensch im Zentrum allen Denkens und Handelns sieht, fällt die Suche nach „Ursachen“ in der Regel recht kurz aus. So basiert mehrheitlich vorhandenes kartesianisches Denken auf der Wahrnehmung einer Welt der Teile und voneinander unabhängiger Phänomene, fleißig wird an Symptomen laboriert. Diese Denkweise bedarf der Verifizierung, fehlt Betroffenen wie auch Protagonisten Wissen und Verständnis für dynamisch vernetzte Beziehungsmuster und deren Gestaltung.
Ursachen finden wir weit vorgelagert in unzeitgemäßen ökonomischen Strukturen. Hervorgerufen durch überfrachtende Systemgestaltung, werden diese zunehmend ineffizienter, aufgrund des gelernten Verhaltens, Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie auftreten.
Zeitgemäß ist die Anpassung der ökonomischen Systeme an globale Marktanforderungen durch ganzheitliche Neuordnung. Die Schlüsselaufgabe. Synergetische Wirksamkeit bildet eine tragende Rolle. Adäquate Ausbildungsmuster bilden die Grundlage für die Zukunft.
Wer hat Schuld an der Finanzkrise?
Es fehlt die fünfte Antwortalternative
Die Politiker. Sie haben verantwortungslos und rein wählerorientiert agiert! Seit mindestens vierzig Jahren.
Ja, Inflation, Kreditaufblähung @Erik Staack (E_Staack)
Ich weiß auch wenig von Japan, aber wenn sie so denken wie hier gedacht wird, dann ist es völlig klar, warum ihnen schlecht geht. Einerseits wollen sie keine niedrigere Preise im Inland aus Angst, dass Inländer nicht kaufen, sondern warten, bis es billiger wird, andererseits wollen niedrigere Preise für Ausländer durch Währungsabwertung, damit Ausländer sofort ohne Warten kaufen. Inflation als wirtschaftsfördernd hat nur eine gewisse Logik aus der Perspektive der
Kleinkrämerseite, volkswirtschaftlich ist sie wirtschaftslähmender Betrug und Diebstahl, auch wenn sie "moderat und berechenbar" ist.
Positionierung der Regelimpulse
Regelimpulse zur Stabilisierung:
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1.) Dierekte Infrastrukturausgaben Investitionen des Staates. Dieses Instrument ist insbesonder bei Investitionen Sinnvoll die für eine Volkswirtschaft Stabilisierend Wichtig ist z.B. Polizei, Feuerwehr, Militär (Niemand möchte Unsatzsteigernde Marketingmassnahmen in diesem Bereich erleben).
Solche Investitionen unterliegen wie andere auch dem Prinzip des Marginalen Grenznutzen.
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2.) Über die Zentralbanken wird Geld an die Banken in form von Darlehen ausgegeben um den Banken die Kontrolle darüber zu geben die Gelder dort einzusetzen wo sie am meisten Sinn machen und dadurch die beste Rendite abwerfen. Das Fachwissen der Banken über die Marktmechanismen sitzt auch größtenteils in Banken. Derzeig gibt es zu viel Geld so das keine sinnvollen Investitionen mit dem Renditezielen gefunden werden, wodurch höhere Risiken eingegangen werden.
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3.) Sozialleistungen Stabilisieren die Wirtschaft indem sie die Binnennachfrage Stabilisieren. Problem wer sie bekommt ist aus dem Effizienzdenken des Marktes ausgeschlossen solange dieses Geld an Bedingungen geknüpft ist, die von anderen ausgenutzt werden können. Keine Eigentumbildung wodurch der Respekt vor Eigentum Verloren geht und Lohndumping.
Regelungstechnik für die VWL (Rabe:12. April 2010 14:27)
Als Ingenieur finde ich diesen Gedanken sehr naheliegend den Vergleich mit Regelkreisen zu ziehen. Da Regelungstechnik nicht mein Schwerpunktfach war bleibe ich im Vergleich auf einer sehr einfachen Ebene. Die Einführung des elektronischen Handelns würde ich als entfernen einer Dämpfung sondern eher mit der Erhöhung der Frequenz der Steuerimpulse im Regelkreis verstehen. Die Globalisierung als eine Umfangreicheren Regelkreis. Als Dämfende Komponente würde ich eher Sozialtranferzahlungen, Stipendien, Geschenke von Reicheren an Ärmere aus welchem Grund auch immer sehen. Als Entfernen einer Dämpfenden Komponente die weichen Bilanzierungsregeln der USA. Vergleich Ausführungen von K.Wege 11. April 2010 16:32
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In den Moderneren VWL Forschungen werden zunehmend so genannte Agent Based Theory Modelle verwendet, die Aggregiert ein genaueres Bild von den real existiernden Mechanismen darstellen sollen um sie Simulieren zu können. Vollständig determininistische Modelle sind alleine Auf grund der Komplexität Menschlichen Verhaltens nicht vollständig zu generieren aber es könnten stabilisierende Komponenten in ihrem Wirkungsmechanismus verstanden werden.
Und die Keynsianische Politik als Differentiellen anteil eines Reglers.
Inflation die man später Deflation nennt?
Ich bin nicht besonders mit den Japanischen Verhältnissen vertraut dennoch möchte ich bezweifeln, dass eine Inflation durch "Rechentricks" oder wie auch immer umbenannt wird und plötzlich Deflation heist. Der Wert für die Inflation könnte durch einen Wechsel der Berechnungsverfahren (Paasche bzw. Laspeyres) ändern, aber darin würde ich keine generelle Änderung der Inflation/deflation sehen. Und das Inflation Wirtschaftslähmend ist würde ich bezweifeln solange sie moderat und berechenbar ist.
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Inflation = Betrug eine interessante Einstellung die eine gewisse Logik hat wenn man nur die Konsumentenseite betrachtet.
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Die Deflation als Schreckgespenst habe ich bisher auch nicht hundert prozentig nachvollziehen können. Die Investitionstendenz wird zurückgefahren weil die Rendite der Investitionen jetzt mit dem Tresor bzw Schuldentilgung zu kämfen aber auch solche Investitionen wird es geben. Solange sie nicht mit irrationalen Kreditrisikoaufschlägen zu kämfen haben. Aber insbesondere diesen Letzten Absatz würde ich lieber von Vollwertigen Volkswirten entscheiden lassen.
"Das Wichtigste muss jedoch sein die realwirtschaftlichen Kreisläufe in gang zu halten. Damit auch Brötchen da sind die man mit dem Geld kaufen kann." --- Meinen Sie mit Konjunkturprogrammen wie in Japan? Mit wirtschaftslähmender Inflation, die man später Deflation nennt?
Ich bin kein Bankmanager, kein Hedgefond Manager, kein Immobilienmakler kein Politiker oder säumiger Kreditnehmer. Ich habe auch keinen Einfluss auf die Inflationspolitik der FED genommen und auch keine Börsenaufsicht geleitet. Ich verteidige nicht mich selbst und möchte Ihrem scharfen Tonfall etwas Wind aus den Segeln nehmen.
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Ich teile nur die Sorge die auch in der Äußerung von Herrn Rabe (14. April 2010 10:26 in dieser Diskussion), dass ein Versagen der Märkte und daraus resultierende Armut in großen Bevölkerungsschichten sowie Angst vor Altersarmut etc. ungesund für ein sicheres und friedliches zusammenleben ist.
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Ein Fehler der auch schon benannt wurde, die Subprimekredite in den USA wurden ua. auch zugelassen weil es in den USA ein riesiges Armutsproblem herrscht und dieses der Weg aus der Armut in ein Eigenheim ohne Miete sein sollte. Der "Schutz" vor Armut in unserem Land greift sobald jemand nichts mehr hat. Auch dieser Mechanismus hat "Risiken und Nebenwirkungen". Ein zurückschraube jedoch auch.
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Das Wichtigste muss jedoch sein die realwirtschaftlichen Kreisläufe in gang zu halten. Damit auch Brötchen da sind die man mit dem Geld kaufen kann.
"systematische Fehler" @Erik Staack (E_Staack)
Zwar gibt es große Fehler im System, aber die Schuld auf das System zu schieben, um von der Verantwortung los zu werden, könnte auch eine Beleidigung der Intelligenz derer, an die dieses Argument gerichtet wird. Wer ist übrigens für das fehlerhafte System verantwortlich?
@ Izahak Levinski Sie haben Recht
Ich kann zwar den Kommentar nicht finden auf den sie sich beziehen, aber Schuldige zu suchen wenn systematische Fehler aufgetreten sind, für die keine Verantwortlichen existieren ist immer Falsch. Pauschalverurteilungen zeugen von mangelndem Intellekt.
"nämlich die niedrigste Inflation seit Jahrzehnten" @Rabe
Ihre Sprache, Herr Rabe, verrät Sie. Sie sind ein Inflationst, und Inflation ist Betrug. Für Sie gibt es nicht Inflation und Deflation, steigende und fallende Preise, sondern mehr oder wenig Inflation, aber immer Inflation. Ihnen soll es doch klar sein, dass steigende Rohstoffpreise, Spekulation auf Waren preistreibend sind. Diese Assetinflation ist auch Inflation, die sich auch in Konsumgüterpreise ausdrücken kann. Sie sind für Inflation, weil Sie meinen, mit Geldzirkulierung wird es mehr arbeit geben, Sie sind für Gelddrucken ohne wirtschaftlichen Anlass, Sie sind für Betrug. Sie sind für so hohen inflationierten Preise, dass die Leute, die jenigen, die Produzieren, nicht mehr kaufen können und die Wirtschaft lahmt, und dann jammern, wenn Preise ein Bisschen sinken, keine kleinste Korrektur für den Inflationsbetrug wollen Sie erlauben: allein kaum wahrmehmbar sinkende Preise einiger Produkte sind für Sie das Problem.
Da sucht der Kleinbürger nach einem Schlupfwinkel für die Anlage seiner paar Kröten,die nicht von Inflation oder Deflation bedroht sein sollen.Da treiben die Herren der Bourgeoisie immer noch das Geldgeschäft als wäre nichts gewesen,und angeblich soll es bzgl. der Geldvermehrung keine Alternative zu den Aktien geben.Ja nur für den,der das Geschäft beherrscht – beherrscht, im Sinne des Wortes.Denn auch eine deflationäre Entwicklung wird letztlich das Geld nicht von alleine wachsen lassen,wie Paul Rabe das ausdrückt.In diesem Fall wird der Staat sich was einfallen lassen,wie negative Zinsen zum Beispiel.Und das ist ja auch klar: eine Verzinsung,auch die auf das Spargeld, folgt immer nur (wenn auch in Abständen) der Kapitalverzinsung.Geld das diesem Kapital,seiner Verwertung, entzogen wird,hat keinen Wert.Ein Vorbild dafür könnte das sog. Regionalgeld werden,da machen es die Bürger – die regionalen Kleinbürger - dem Staat schon vor,wie man Geld,das dem „Bäcker“ nicht zurück gebracht wird,entwertet.Nur eine solche kleine Geldwirtschaft/Warenwirtschaft,die Ware-Geld-Ware, oder Geld-Ware-Geld nicht zu G‘-W‘-G‘ weiter treibt,bis zur Finanzindustrie also,ist ein Zurück im Kapitalismus, und zeigt bestenfalls auf dessen "Ausweglosigkeit".
Frau Orti Welche Konsumgüterinflation ?
Frau Orti, die Realität spricht eindeutig GEGEN ihre These, daß die Asset Inflation eine Inflationierung der Konsumgüterpreise bewirkt. Wir sehen heute genau das GEGENTEIL, nämlich die niedrigste Inflation seit Jahrzehnten.
Das selbe können sie auch in Japan beobachten, auch dort wurden Assets wie z.b. Immobilienpreise oder Aktien massiv inflationiert bei gleichzeitig deflationärer Entwicklung der Konsumgüterpreise.
Wer hat Schuld an der Finanzkrise?
Die Aufsicht. Sie hat die Aufgabe, Fehlentwicklungen zu verhindern. Stattdessen hat sie in Abläufe eingegriffen, so habe ich einen Aufsichtsrat verstanden, und Erträge, Erträge, Erträge verlangt, möglicherweise mit Hinweis, wie es geht. Fehlendes Instrumentarium ist kein Argument, es hätte eingefordert werden müssen. Auch Bonuszahlungen sind kein Argument, nur weil sie in der Ausgestaltung Missbrauch ermöglicht haben. Bonuszahlungen bedeuten normalerweise eine Ertragsvoraussetzung. Fixzahlungen kennen so etwas nicht. Die Gehälter ändern sich nicht durch Verzicht auf Bonuszahlungen, es sei denn, es sind Schenkungen!
Die Deckelung der Vorstandsvergütungen sind keine Lösung. Die Commerzbank als Beispiel zeigt, daß gerade Unternehmen in schwierigem Fahrwasser die besten Kräfte braucht, das geht nur, wenn die Aussicht auf adäquate Bezahlung besteht.
Im übrigen: Besonders betroffen waren die staatlichen Banken, also warum der Ruf nach Verstaatlichung. Hier zeigen sich ganz andere Fehlentwicklungen!
PS. Es gab schon einmal ein solches Tribunal. Was ich seitens der FAS vermißt habe, sind Schlussfolgerungen aus diesen Meinungen, Zusammenfassungen, Kommentierungen.
Sie ist auch Inflation und sollte im Keim erstickt werden, sie führt auch zur Konsumgüterinflation, aber diese Sache wollen Sie, Herr Rabe, nicht wahrnehmen: mehrmals wurde hier darüber diskutiert. Diese "asset inflation" wird von faulen Schuldnern gewünscht, vom Staat und anderen, um niedrigere Zinsen zu haben, und da spielen Notenbanken mit ihren Manipulationen eine Rolle.
@Frau Orti Geldhortung in der Deflation
Frau Orti, ich habe nie gesagt, daß man in einer Deflation sein Geld zu einer Bank bringt, also der Bank einen Kredit gewährt. Ich sprach von Geldhortung, man hortet das Geld also wirklich physisch irgendwo (und wenns der berühmte Sparstrumpf ist).
Das ist unter deflatorischen Bedingungen ein sehr rationales, individuelles Verhalten, denn das Geld gewinnt von selber an Wert, die Preise fallen ja. Wozu das Risiko eingehen das Geld aus der Hand zu geben? Leider führt die Aggregation solchen Verhaltens, wie schon erwähnt, gesamtwirtschatlich zu Stagnation.
@Adam "asset inflation" ist keine Konsumgüter Inflation
Herr Adam die von ihnen beklagte "asset inflation" ist für den Durchschnitsbürger ziemlich unerheblich. Für dessen Wohlstand ist nicht der Preis von Aktien oder Immobilienfonds entscheidend, sondern der Preis von Brot, Butter, Möbeln oder Kinderspielzeug.
Die Inflation der Konsumgüter aber liegt so niedrig wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr, im Gegenteil, dort droht sogar Deflation.
@Seidel kapitalistische Geldschöpfung ohne Zentralbank
Herr Seidel, der Kapitalismus benötigt keine Zentralbank zur Geldschöpfung. Sie sagten, daß eine Geldschöpfung per Wechsel nur mit gedeckten Schulden möglich sei, man also das Gold physisch besitzen müsste. Das ist aber nicht richtig! Welche Regel verbietet es im Kapitalismus ungedeckte Wechsel auszustellen ? Keine. Das passiert täglich !
Wenn Paul Rabe mit typisch kapitalistischen Methoden (Werbung, prachtvolle Gebäude, prunkvolles öffentliches Auftreten, teure Autos und Kleidung etc.) den allgemeinen Anschein erweckt sehr wohlhabend zu sein, dann dürfte es Paul Rabe leicht möglich sein wesentlich MEHR Wechsel auszustellen als diesen an Real-Vermögen gegenüber steht. Diese Wechsel werden dann als zusätzliche Zahlungsmittel die Geldmenge erhöhen. Nur wenn der, aus Sicht von Paul Rabe hoffentlich unwahrscheinliche, Fall auftritt, daß man seine Kreditwürdigkeit öffentlich anzweifelt, werden die Wechsel platzen, es wird ihm also dann nicht mehr möglich sein alte Schulden mit neuen Schulden zu bezahlen, was dann eine Reduzierung der Geldmenge bewirkt.
Da es im Kapitalismus aber nicht nur einen sondern sehr viele Paul Rabes gibt, wird die Geldmenge trotzdem steigen, auch wenn der eine oder andere "Vogel" mal abstürzen sollte....
@Seidel "In the long run we are all dead"
Herr Seidel, plädieren sie ernsthaft dafür, daß die japanische Regierung anfängt zu sparen und damit die japanische Wirtschaft abstürzen läßt ? Mit den bekannten Wirkungen wie Massenarbeitslosigkeit, Verelendung und politischer Instabilität? Trotz Rezession ging es den Japanern in den letzten 20 jahren sehr gut, der Median-Japaner war deutlich besser dran als z.B. der Median Amerikaner.
Keynes hatte für die Idee, daß man die "natürlichen" Kräfte der Märkte wirken läßt und einfach abwartet bis sich alles zum Besseren wendet die schöne Antwort: "In the long run we are all dead". Damit meinte er die Tatsache, daß menschliche Individuen es nicht akzeptieren, daß sie während einer "natürlichen" Marktkrise wirtschaftlich verhungern und das die Aussicht auf eine langfristige Besserung den Menschen nichts nutzt. Die Menschen werden, vor die Alternative gestellt zwischen kurzfristigem "verhungern" (auch im übertragenen Sinne) oder Teilnahme an einer Revolution, sich für die Revolution entscheiden, also das System abschaffen. Es war eben kein Zufall, daß z.B. ein Hitler nach einer Wirtschaftskrise an die Macht kam, bei der die Regierung in die Krise hinein gespart hatte und damit viele Bürger den freien Märkten ausgeliefert hat.
Horten, Kreditaufblähung, Exportüberschuss
Ich zitiere aus Greenspans Aufsatz: "The consecuence [of GDP growth in developing countries doubling that of developed countries] was a pronounced fall from 2000 to 2005 in both real long-term interest rates and nominal long-term rates which indicated that global saving intentions, of necessity, had chronically exceeded global intentions to invest." --- Gibt dieser Satz nicht viel zu denken? Über die Tatsachen? Über Greenspans Ansichten? Über den Sinn von Exportüberschuss und Sparen?