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Luxus in Schanghai Porsche stellt den Panamera vor

19.04.2009 ·  Kein Wunder, dass Porsche den neuen Panamera nicht in New York vorgestellt hat. Die große Präsentation gab es statt dessen an diesem Sonntag auf der Automesse in Schanghai: Weil die alten Märkte einbrechen, setzen die Hersteller künftig auf die Reichen aus den Schwellenländern.

Von Christoph Hein, Schanghai
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Die Revolution im eigenen Haus feiert Porsche in China. Im 94. Stockwerk des Shanghai World Financial Center, dem höchsten Veranstaltungsraum der Welt, stellten die Stuttgarter am Sonntagabend ihre viertürige Limousine Panamera vor. „Der Panamera wird für Porsche eine ganz entscheidende Rolle spielen, die Krise zu meistern“, sagte Vertriebsvorstand Klaus Berning in Schanghai. Vorstandschef Wendelin Wiedeking musste aufgrund einer Erkrankung die Präsentation kurzfristig absagen.

Der Sportwagenhersteller versucht sich mit dem Panamera „das beste aus der Welt der Sportwagen mit der Welt der Luxuslimousinen“ zu vereinen. Als vierte Baureihe nach dem 911, Boxster/Cayman sowie dem Geländewagen Cayenne soll der Gran Tourismo nun das Sortiment für den sportlichen Familienvater abrunden.

Allerdings muss der mindestens 94.000 Euro zur Verfügung haben – der Einstiegspreis in Deutschland. In China kostet er aufgrund von Zoll, Steuern und Luxusaufschlägen ab 1,85 Millionen Yuan oder 208.000 Euro.

Auf dem Heck in den obersten Stock

Im vergangenen Geschäftsjahr verkaufte Porsche in China mit rund 7.600 Fahrzeugen 145 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Spätestens die Wirtschaftskrise hat dafür gesorgt, dass die Reichen der Schwellenländer zur interessanteren Zielgruppe werden. So hofft Berning, auf dem amerikanischen Kontinent, in Europa und in Asien künftig jeweils knapp 7.000 Einheiten jährlich absetzen zu können.

Insgesamt will Porsche damit auf mindestens 20.000 Einheiten in einem Segment kommen, das „in wirtschaftliche guten Zeiten“ rund eine Million Kunden umfassen dürfte. Eine Kannibalisierung des eigenen Luxusgeländewagens Cayenne sehen die Zuffenhausener nicht: „90 Prozent der Panamera-Käufer werden Neukunden sein.“

Das Gesamtprojekt hat Porsche eine Milliarde Euro gekostet. Der Wagen, der in Leipzig gebaut wird und dessen Motor aus dem Porsche-Stammwerk kommt, wird von September an erhältlich sein. Die Chinesen werden noch bis Januar warten müssen, da das Auto an den Markt angepasst werden muss. Zunächst kommt der V8-Motor auf den Markt, ein Jahr später folgt der V6-Motor, danach ein Hybrid-Motor.

Ins Dachgeschoss des Wolkenkratzers in Schanghai kam der Panamera nur unter größten Anstrengungen: Um in den Aufzug zu passen, musste er auf sein Heck gestellt werden.

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