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Bush lenkt ein Milliarden-Notkredit für Amerikas Autobauer

20.12.2008 ·  Die amerikanischen Autohersteller General Motors und Chrysler erhalten doch noch eine milliardenschwere Finanzspritze. Die Regierung Bush will ihnen sofort 13,4 Milliarden Dollar an Notkrediten aus dem Rettungspaket für die Finanzbranche zukommen lassen.

Von Norbert Kuls und Henning Peitsmeier
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Die krisengeschüttelten Autohersteller General Motors und Chrysler erhalten von der amerikanischen Regierung Notkredite von 17,4 Milliarden Dollar. Das kündigte der amerikanische Präsident Bush am Freitag an. „Einen Kollaps der amerikanischen Autobranche inmitten einer Finanzkrise zu erlauben, ist keine verantwortliche Vorgehensweise“, sagte er. Die Regierung habe sich, besorgt wegen einer Verschärfung des Wirtschaftsabschwungs, gegen ein Insolvenzverfahren für die Unternehmen entschieden. Finanzminister Henry Paulson hatte zuvor einen „geordneten Bankrott“ als beste Option zur Rettung der Konzerne bezeichnet.

Die Kredite werden aus dem bestehenden 700-Milliarden-Dollar-Hilfspaket für die Finanzbranche kommen. Die Opel-Muttergesellschaft General Motors und der Chrysler-Konzern werden für Dezember und Januar zunächst 13,4 Milliarden Dollar erhalten. Weitere vier Milliarden Dollar sollen dann im Februar, nach dem Amtsantritt des künftigen Präsidenten Barack Obama, zur Verfügung gestellt werden. Beiden Konzernen hätte nach eigener Darstellung ohne die Finanzhilfen bis zum Ende des Monats die Zahlungsunfähigkeit gedroht. Der dritte große Hersteller Ford erklärte hingegen, seine Finanzierung für kommende Jahr sei gesichert.

Erleichterung bei General Motors in Europa

Bei General Motors in Europa wurde die Nachricht mit Erleichterung aufgenommen. „Wir werden jetzt die Gespräche mit den wichtigsten europäischen Regierungen über Staatshilfen fortsetzen“, sagte ein Konzernsprecher. In Deutschland verhandelt Opel mit der Bundesregierung über eine staatliche Milliardenbürgschaft.

Video: Rettungspaket für Amerikas Autobauer

Die amerikanische Regierung war in Zugzwang geraten, nachdem ein gemeinsam mit Demokraten geplantes Hilfspaket im Kongress am Widerstand republikanischer Senatoren scheiterte. Die Senatoren hatten umfassendere Reformen gefordert, um die angeschlagenen Autohersteller langfristig überlebensfähig zu machen. Das Weiße Haus hat jetzt die Kredite mit Auflagen verbunden: Während der Inanspruchnahme dürfen die Autobauer keine Dividenden auszahlen, zudem sollen die Managergehälter begrenzt werden.

Vor allem der Opel-Mutter General Motors und Chrysler drohte ohne rasche Hilfen die Insolvenz. Die beiden Konzerne hatten zuvor erklärt, sie benötigten noch in diesem Jahr zusammen 14 Milliarden Dollar, um eine Zahlungsunfähigkeit in den nächsten Wochen abzuwenden.

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Jahrgang 1965, Finanzmarktkorrespondent in New York.

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