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Helgoland Vereinigung auf hoher See

19.05.2008 ·  In der Silvesternacht 1720 riss eine Sturmflut Helgoland in zwei Teile. Nun liegt ein Plan vor, Insel und Düne durch Sandaufspülung wieder miteinander zu verbinden. Ein Quadratkilometer könnte so gewonnen werden.

Von Frank Pergande
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In der Silvesternacht 1720 tobte sich in der Nordsee eine gewaltige Sturmflut aus, die Helgoland in zwei Teile riss und die Verbindung, das "Witte Kliff", zerstörte. Seitdem gibt es die Hauptinsel und die Insel Düne. Der Beliebtheit der einzigen deutschen Hochseeinseln hat das bisher kaum geschadet - auch wenn in letzter Zeit die Tagesgäste nicht mehr wie in den neunziger Jahren die Hauptinsel bevölkern.

Vor einigen Wochen dann der Paukenschlag für die 1400 Helgoländer. Das Hamburger Bauunternehmen HC Hagemann rückte mit dem Plan heraus, mehr Platz zu gewinnen, indem beide Inseln wieder verbunden werden. Das soll durch Sandaufspülung geschehen. Ein Quadratkilometer könnte so gewonnen werden. Einen Kilometer lang soll die besonders befestigte Uferwand werden. Zu Hagemanns Plan gehört aber auch eine Verlängerung von Flughafenpiste und Landungsbrücke im Hafen, ebenso wie eine Vergrößerung des Naturschutzgebietes Helgoländer Felssockel.

Nicht die erste Aufspülung

Aufspülungen hat es ohnehin schon häufiger auf der Insel gegeben, schon seit 1907. Von 1936 an wurden dann Flächen aufgeschüttet, die noch heute Teile des Unterlands sind. In der Zeit der Nationalsozialisten sollte die Insel zum größten Kriegshafen Europas ausgebaut werden. Insofern sind, technisch gesehen, die Hamburger Pläne nicht völlig aus der Luft gegriffen. In der Hagemann-Studie heißt es sogar, es sei schwieriger gewesen, das Mühlenberger Loch in der Elbe bei Hamburg für die Airbus-Erweiterung aufzuschütten als die Helgoland-Inseln wieder zu verbinden.

Helgolands Bürgermeister Frank Botter (SPD) war überrascht von dem Plan. "Die Idee klingt ja nicht schlecht", sagte Botter. Allerdings müssten erst einmal alle Pläne vorliegen. Derzeit wird eine Studie Hagemanns für den Masterplan Helgoland an alle Bewohner der Insel verteilt.

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Jahrgang 1958, politischer Korrespondent für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Schwerin.

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