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Hamburg Keine Badewanne in der Alster

08.09.2008 ·  Vor einem Jahr stellte Hamburgs Bürgermeister Beust (CDU) einen Plan vor, wie das Baden in der Alster wieder möglich gemacht werden sollte. Mit der neuen Regierung ist das Projekt gestorben.

Von Frank Pergande
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Es war eine klassische Hamburger Idee: eine Mischung aus Lebenslust und Größenwahn. Früher konnte man in der Alster baden, dem See mitten in der Stadt, der ursprünglich entstand, weil das Flüsschen Alster angestaut wurde, um Mühlen betreiben zu können.

Baden in dem See direkt vor der Haustür und mit Blick auf die Stadt war für die Hamburger ein ganz selbstverständliches Vergnügen. Heute ist das nicht mehr möglich - wegen der trüben Sicht und der vielen Boote, die auf Außen- und Binnenalster unterwegs sind.

Vor einem Jahr stellte Hamburgs Bürgermeister Beust (CDU) einen Plan vor, wie das Baden in der Alster doch wieder möglich gemacht werden sollte. Indem nämlich nicht in, sondern auf der Alster gebadet wird. Fünf Bassins in Schuten sollten an der Außenalster eine etwa hundert Meter lange Pool-Landschaft bilden. „Wir schaffen eine hochattraktive Badeanlage mit einem Traumblick auf die Stadt“, schwärmte der Bürgermeister damals.

2,5 Millionen Euro sollte das neue Bad kosten. Seitdem wurde geprüft. Seitdem hat es aber auch einen Regierungswechsel im Rathaus gegeben, denn seit Frühjahr ist es mit der absoluten CDU-Mehrheit vorbei, CDU und GAL (Grüne) regieren gemeinsam. Die Umweltbehörde wird nun von einer grünen Senatorin geführt, von Anja Hajduk. Von dort kam jetzt das Aus für die Alsterpläne.

Zu teuer, zu kompliziert, lautet das Urteil. Das Bad hätte vermutlich etwa das Doppelte der ursprünglich veranschlagten Kosten verschlungen. Das aber passt nicht mehr in die Zeit, in der vor allem in Bildung investiert werden soll und sich die Koalition ohnehin schon - ohne das Bad auf der Alster - auf 800 Millionen Euro Mehrausgaben geeinigt hat.

Es gab allerdings noch einen zweiten Vorschlag für ein Alster-Bad, er kam aus dem zuständigen Bezirksamt Hamburg-Nord: ein Freibad, wie es bis Ende des Krieges am Schwanenwik bestand. Aus Sicherheitsbedenken wird allerdings auch das nicht genehmigt. „Bei einem Naturbad wäre die Wahrung der Wasserqualität schwierig. Außerdem müsste man das Areal weiträumig mit Zäunen abgrenzen“, heißt es aus der Behörde. Auch das würde teuer werden.

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