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Erkrankung Herta Müller sagt Lesung ab

13.10.2009 ·  Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hat eine Lesung in Essen kurzfristig abgesagt. Von einer „schweren Erkrankung“ könne aber nicht die Rede sein, hieß es am Mittwoch auf der Buchmesse.

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Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist entgegen anderslautender Berichte nicht schwer erkrankt. „Sie hat lediglich einen leichten Infekt und ist etwas mitgenommen durch die Aufregungen der vergangenen Tage“, sagte Christina Knecht, Sprecherin des Hanser Verlags, auf der Frankfurter Buchmesse am Mittwoch. Alles andere sei „absoluter Quatsch“. Müller sei in einem Hotel in Frankfurt und werde versuchen, ihre Termine auf der bis zum Sonntag dauernden Messe einzuhalten.

Die frisch gekürte, in Berlin lebende 56-jährige Literaturnobelpreisträgerin hatte am Dienstagabend eine lange geplante Lesung in Essen kurzfristig abgesagt. Die Schriftstellerin sei „schwer erkrankt“, hatten die Organisatoren von der Buchhandlung Proust erklärt. Müller sei am Montag „zusammengeklappt“, sagte der Verleger der in Essen erscheinenden Literaturzeitschrift „Schreibheft“, Norbert Wehr. Die Strapazen der vergangenen Tage seien ihr nah gegangen, erklärte Wehr unter Berufung auf ein Telefonat mit der Autorin. Die aus Rumänien stammende deutschsprachige Schriftstellerin hatte am vergangenen Donnerstag den diesjährigen Literaturnobelpreis zugesprochen bekommen.

Müller werde versuchen, ihre Termine zu den Lesungen aus ihrem neuen Roman „Atemschaukel“ alle wahrzunehmen, sagte Knecht. Der Roman ist im Hanser Verlag erschienen.

Wegen des großen Publikumsinteresses war die Essener Lesung in ein Kino mit 1500 Sitzplätzen verlegt worden. Die Buchhandlung bemühe sich um einen neuen Termin. „Herta Müller ist diese Lesung sehr wichtig“, erklärten die Veranstalter. Die Schriftstellerin hatte im Filmhaus „Lichtburg“ aus ihrem neuen Roman „Atemschaukel“ vorlesen wollen.

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