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Leichtathletik-Regelecke Welchen Zweck hat ein Diskus?

19.08.2009 ·  Robert Harting wollte ihn auf Brillen werfen, besann sich dann aber und warf zu Gold. Diskuswerfen war bereits in der Antike olympische Disziplin. Über den eigentlichen Verwendungszweck der kleinen Scheiben rätseln die Forscher noch immer.

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Diskuswerfen war bereits in der Antike olympische Disziplin. Der Diskus (von griechisch: Scheibe) wurde bei den Wettkämpfen in Olympia erstmals 708 vor Christus geschleudert. Doch zuvor hatte schon der Dichter Homer von der kreisrunden Scheibe aus Stein oder Metall berichtet. Nach griechischer Mythologie töteten die Götter Hermes und Apoll bei Wettkämpfen versehentlich zwei Jünglinge. Sie ließen ihre Opfer Krokos und Hyakinthos als Blumen unsterblich werden.

Der älteste erhaltene Diskus ist der „Diskos von Phaistos“. Die kleine Tonscheibe wurde 1908 bei Ausgrabungen auf Kreta gefunden. Sie stammt aus der Bronzezeit und soll 3500 Jahre alt sein. Die 241 eingestempelten Symbole machen den „Diskos von Phaistos“ zum ältesten Druckwerk der Welt. Über seinen Verwendungszweck rätseln die Forscher noch immer.

Seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 wird wieder die Scheibe geworfen. Einheitliche Regeln wurden erst 1912 festgelegt. Der Diskus der Männer ist mit zwei Kilogramm doppelt so schwer wie der der Frauen und hat einen Durchmesser von 22 Zentimetern. Vor dem Wurf steht der Athlet mit dem Rücken in Wurfrichtung. Dann schleudert er den Diskus mit einer anderthalbfachen Drehung um die eigene Achse und beschleunigt ihn so auf bis zu 90 Stundenkilometer.

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