10.08.2009 · Betty Heidler hat klare Ziele. Sie will ihren Titel verteidigen. Bei den olympischen Spielen in Peking belegte sie nur Platz neun. Daraus hat die Hammerwerferin gelernt: Sie muss einfach lockerer werden.
Von Claus DieterleSie ist Weltmeisterin - das soll auch so bleiben. Selten hat eine deutsche Leichtathletin ihr Ziel so klar formuliert: "Titelverteidigung. Punkt." Ganz schön mutig, schließlich ist die Berlinerin im Trikot der LG Eintracht Frankfurt bei Olympia schwer geschlagen aus dem Ring getaumelt - Platz neun. "Ich war zu verkrampft, wollte unbedingt beweisen, dass mein WM-Titel von 2007 kein Zufall war."
Die Lehre: locker werden. Bis jetzt klappt das gut: stabil im Wettkampf, mit 75,83 Metern Position fünf der Saisonrangliste, 107 Zentimeter hinter der Slowakin Martina Hrasnova. Was ihr schwerer zu schaffen macht: Weltrekordhalterin Tatjana Lysenko aus Russland mischt nach ihrer Dopingsperre wieder mit. "Ich muss das akzeptieren", sagt Betty Heidler. Aber es kann gut sein, dass sie den Händedruck verweigert.