Raul Spank aus Dresden hat für die siebte Medaille der Mannschaft des deutschen Leichtathletikverbandes bei der Weltmeisterschaft gesorgt. Der 21-jährige Wirtschaftsstudent übersprang am Freitagabend 2,32 Meter und gewann damit neben dem Polen Sylwester Bednarek eine der beiden Bronzemedaillen des Wettbewerbs. „Ich habe noch nichts besseres im Leben erlebt“, jubelte der Sachse. Weltmeister wurde der russische Favorit Jaroslaw Rybakow, Dritter der Olympischen Spiele und Zweiter der WM von Osaka. Silber ging an Kyriakos Ioannou aus Zypern. Alle vier rissen 2,35 Meter; die Zahl der Fehlversuche entschied über die Medaillen.
Schon bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking hatte Spank als Fünfter für Verblüffung gesorgt. „Super, gigantisch, perfekt!“, freute er sich. „Beim letzten Sprung bin ich etwas ins Stolpern gekommen, der hätte sonst eine echte Granate werden können“, sagte Spank, der bereits über Berlin hinaus dachte: „Meine Ziele sind jetzt der Olympiasieg und 2,40 Meter.“
Ein Wolkenbruch hatte am Ende der sonnigen Weltmeisterschaftswoche für eine Unterbrechung der Wettbewerbe, eine Verzögerung im Zeitplan und empfindliche Kälte in Berlin gesorgt. Spank kam zunächst gut damit zurecht. Die Einstiegshöhe von 2,18 Metern meisterte er ebenso wie die folgenden 2,23 Meter im ersten Versuch. Als sich bei 2,28 das Feld lichtete und neun der dreizehn Teilnehmer ausgeschieden waren, kämpften allein Spank, Bednarek, Ioannou und Rybakow um die Medaillen.
