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Leichtathletik Fünf positive Jamaikaner noch im WM-Kader

04.08.2009 ·  Die Anhörung der fünf jamaikanischen Leichtathleten, die bei den Trials positiv auf die stimulierende Substanz Methylxanthine getestet wurden, ist abgebrochen worden. Es hält sich das Gerücht, die Athleten kämen mit einer Verwarnung davon.

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Die Anhörung der fünf jamaikanischen Leichtathleten, die bei den Trials positiv auf die stimulierende Substanz Methylxanthine getestet wurden, ist am Montag abgebrochen worden. Rechtsvertreter der Sportler haben Einspruch gegen die Zusammensetzung des Komitees eingelegt. Die Anhörung soll am Mittwoch fortgesetzt werden. Unterdessen ist die Frist zur Meldung für die Weltmeisterschaften in Berlin, die am 15. August mit den Sprint-Vorläufen beginnen, abgelaufen. Der Weltverband (IAAF) in Monte Carlo bestätigte am Dienstag, dass die betroffenen Athleten noch in der jamaikanischen Auswahl mit 46 Mitgliedern gemeldet seien.

Es handelt sich um die Sprinter SheriAnn Brooks, Yohan Blake und Marvin Anderson sowie die 400-Meter-Läufer Allodin Fothergill und Lansford Spence. Blake und Anderson trainieren wie der dreifache Olympiasieger Usain Bolt bei Glen Mills in Kingston. Das jamaikanische Team wird am Donnerstag in Herzogenaurach erwartet, wo sein Sponsor Puma ein Trainingslager eingerichtet hat.

Blake ist für die Staffel nominiert

Selbst wenn die fünf betroffenen Athleten noch als Mannschaftsmitglieder geführt werden, könnten sie praktisch schon längst gestrichen sein. Der Vorsitzende der Disziplinarkommission der Jamaikanischen Antidoping-Kommission (Jadco), der Richter Kent Gammon, sagte: „Ich wüsste nicht, wie wir das korrigieren sollten, wenn sie nicht schuldig gesprochen werden und wir sie schon von der Liste gestrichen haben.“ Blake ist für die Staffel nominiert, deren endgültige Besetzung erst am Freitagmorgen vor dem Finale, dem 21. August, genannt werden muss. Der jamaikanische Verband hat bereits die Sprinter Ramone McKenzie and Lerone Clarke nachnominiert - offiziell, weil Anderson verletzt ist.

Der jamaikanische Verband geht so mit dem Risiko um, dass B-Proben keinen positiven Befund ergeben könnten. Jamaikanische Medien berichten allerdings davon, nicht alle der fünf betroffenen Athleten hätten die 400 Dollar für die Gegenprobe ausgeben wollen oder können. Nach dem, was derzeit passiere, werde keiner der fünf in Berlin antreten, kündigte Warren Blak, Vizepräsident des jamaikanischen Leichtathletikverbandes, an.

Kommen die Athleten mit einer Verwarnung davon?

Die Anhörung der Athleten findet an einem Ort statt, den die von der Regierung gegründete und unterhaltene Jadco nicht bekannt macht. „Wir halten den Ort geheim aus Gründen der Sicherheit für die Athleten“, sagte Gammon laut dem Internetdienst trackalerts.com. In der jamaikanischen Leichtathletik wird immer wieder betont, wie sehr Athleten und Publikum Doping ablehnten und wie stark die Versuchung zu Manipulationen im Ausland sei.

Derzeit zeichnet sich ab, dass die fünf Athleten - wenn die B-Proben wie die in Montreal analysierten A-Proben positiv sind - zumindest für den Wettbewerb disqualifiziert werden, bei dem ihre Proben genommen wurden. Damit wären sich nicht mehr für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Ansonsten hält sich das Gerücht, die Athleten kämen wegen der geringen Dosierung der nicht leistungssteigernden Substanz mit einer Verwarnung davon.

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