26.01.2009 · Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist einer der wenigen Gewinner der Krise: Nie war die Beteiligung so zahlreich, nie die Prominenz so groß. Trotzdem sind keine Patentrezepte zu erwarten.
Von Jürgen Dunsch, DavosDie Krise in der Weltwirtschaft kennt kaum Gewinner. Zu den wenigen Ausnahmen zählt das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos: Nie war die Beteiligung so zahlreich, nie die Prominenz so groß. Forumsgründer Klaus Schwab darf aufatmen, kam doch im Herbst die Befürchtung hoch, das Treffen werde an Schwindsucht leiden.
Nunmehr scheint es, als könne es gar nicht genug Gesprächsmöglichkeiten geben. Zugleich ist klar, dass die Politik in Davos ein weiteres Mal im Zentrum des Interesses stehen wird; die Idee, das Großereignis wieder stärker auf den Ursprung als Managertreffen zurückzubinden, bleibt in den Schubladen. Zu schön wäre es für Schwab und seine Mannschaft gewesen, wäre zum Beispiel auch die neue amerikanische Außenministerin Hillary Clinton gekommen. Aber angesichts des Zeitplans in Washington musste dies wohl immer als Wunschdenken gelten.
Auch dieses Mal wird Davos keine Patentrezepte liefern, mag der Wunsch danach so groß sein wie selten. Schwab dürfte sich darauf konzentrieren, für das nächste Treffen des neuen Globalforums der G-20-Staaten Denkanstöße zu liefern. Wenn er dies erreicht, hätte er für Davos schon viel gewonnen.
Besitzstandswahrung vs Problemlösung
Ralf Schneider (ralf61)
- 28.01.2009, 10:01 Uhr
Jürgen Dunsch Jahrgang 1948, Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.
Jüngste Beiträge