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Olympia Fechterin Duplitzer will Eröffnungsfeier boykottieren

02.04.2008 ·  Die Degenfechterin Imke Duplitzer will in Peking Zeichen setzen und der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am 9. August fernbleiben. Inzwischen befürwortet die Mehrheit der Deutschen eine solche Aktion.

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Die Bonner Degenfechterin Imke Duplitzer will bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am 9. August in Peking nicht mit einmarschieren. „Nur so können wir ein Zeichen setzen, wenn der deutsche Delegationsleiter allein mit der Fahne einmarschieren würde“, sagte sie der F.A.Z. In der „Berliner Runde“ des Fernsehsenders Phoenix beklagte sie, dass „kein Dialog mit den Athleten stattfindet“. Im Endeffekt seien es aber die Athleten, „die gefragt werden, die irgendwo da einlaufen müssen und die dafür ihre Nase hinhalten müssen“.

Unterdessen hat sich die viermalige Ruder-Olympiasiegerin Kathrin Boron gegen einen Boykott der Spiele in China ausgesprochen. Damit gehört sie zur Mehrheit der Deutschen. Nach einer Emnid-Umfrage sprachen sich nur 30 Prozent der Befragten für einen Boykott aus, 64 Prozent sind dagegen.

Mehrheit der Deutschen für Fest-Boykott

Deutlich positiver bewerten die Deutschen symbolische Akte wie das Fernbleiben von Eröffnungs- oder Schlussfeier: 56 Prozent würden eine bewusste Nichtteilnahme gutheißen. „Diskussionen, die Spiele hätten gar nicht in Peking stattfinden dürfen, kommen ein paar Jahre zu spät“, sagte Kathrin Boron der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“. Allerdings erwarte sie, dass Politiker und Funktionäre des Internationalen Olympischen Komitees den Dialog mit den chinesischen Gastgebern suchten, um Probleme zu lösen. Die 38 Jahre alte Potsdamerin kritisierte die Vorgänge in Tibet als „menschenverachtend und nicht tolerierbar“. Die Ruderin engagiert sich gemeinsam mit anderen Sportlern im Internet auf der Seite „netzathleten.de“ für Menschenrechte und Pressefreiheit in China.

„Ich bin eine mündige Athletin und lasse mir keinen Maulkorb verpassen“, sagte Kathrin Boron dazu. Die Sportler der Interessengemeinschaft wollen zudem Armbänder mit der Aufschrift „Sport for human rights“ (Sport für Menschenrechte) tragen. Ob dies auch in Peking möglich sei, müsse der Deutsche Olympische Sportbund klären. Kein Sportler wolle sich selbst disqualifizieren, sagte Kathrin Boron.

Quelle: F.A.Z. mit Material von dpa
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