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Wimbledon Grönefeld gewinnt Mixed mit Knowles

06.07.2009 ·  Anna-Lena Grönefeld ist Wimbledonsiegerin: In ihrem ersten Grand-Slam-Finale gewann die Nordhornerin bei den All England Championships das Mixed-Finale mit Mark Knowles von den Bahamas mit 7:5, 6:3 gegen Cara Black aus Zimbabwe und den Inder Leander Paes.

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Anna-Lena Grönefeld hat für eine Überraschung bei den All England Championships gesorgt. Als erste deutsche Tennisspielerin nach Steffi Graf 1996 hat die Nordhornerin in Wimbledon triumphiert - im Mixed an der Seite von Mark Knowles von den Bahamas. Einen Monat nach den French Open holte sich das an Nummer neun gesetzte gemischte Doppel den ersten Titel mit einem 7:5, 6:3-Erfolg über die topgesetzten Cara Black aus Simbabwe und Leander Paes aus Indien.

Es war der erste Mixed-Sieg auf dem „Heiligen Rasen“ für eine deutsche Tennisspielerin seit 1933. Damals siegte Hilde Krahwinkel mit dem Tennis-Baron Gottfried von Cramm an ihrer Seite. „Wir haben ganz schön lange warten müssen, bis das Match vor uns vorbei war. Aber als Tennisspieler ist man das ja gewöhnt. Und wenn man in einem Endspiel steht, ist man sowie immer bereit“, erzählte die glückliche Fed-Cup-Spielerin.

Bevor der Startschuss für das Erfolgs-Duo ertönte, quälte sich Roger Federer auf dem Center Court über den Amerikaner Andy Roddick zu einem Fünfsatz-Sieg, der mit 16:14 so lange dauerte wie noch kein finaler Satz in Wimbledon oder einem anderen Grand Slam zuvor. Vielleicht lag es an diesem epischen Finale, dass Grönefeld/Knowles ihren Endspiel-Einsatz verschliefen und rasch 2:5 im Hintertreffen lagen. „Ich hatte Roger noch gesagt: Jetzt sehen die Leute endlich die, auf die sie so lange gewartet haben“, erzählte Knowles mit einem Augenzwinkern.

Bilder für das Erinerrungsalbum

Als Doppelspieler hat der 37-Jährige 51 Titel geholt und somit reichlich Erfahrung - und er harmoniert prächtig mit Grönefeld. Nach vielen Irrungen und Wirrungen scheint sich das Leben der hoffnungsvoll gestarteten Tennisspielerin Anna-Lena Grönefeld Stück für Stück zu stabilisieren. Dafür sorgt nicht zuletzt ihr Trainer Dirk Dier, der nach dem Matchball von der Tribüne aus Bilder für das Erinnerungs-Album machte. Im Einzel hatte es für Grönefeld eine neuerliche Enttäuschung gegeben. Gleich in der ersten Runde war sie gegen die Inderin Sania Mirza in drei Sätzen ausgeschieden. Außer Spesen nichts gewesen.

Deshalb taten ihr die 107.500 Euro Mixed-Prämie gut, die sie mit Knowles teilt. Nach dem Matchball des 88 Minuten dauernden Endspiels umarmte sich das Sieger-Paar und tanzte auf dem Center Court. In der Royal Box drückte ihr die frühere britische Wimbledonsiegerin Ann Jones den silbernen Pokal in die Hand und nichts erinnerte an die verunsicherte Spielerin, die die Zeit mit Trainer Rafael Font de Mora mit einem Karriereknick bezahlen musste. „Wir können gewinnen, haben wir uns gesagt“, meinte Grönefeld, „und wir haben es geschafft.“

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