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Cebit 2007 Neue Notebooks legen Wert auf Äußeres

15.03.2007 ·  Die handlichen Computer werden kleiner, leichter, leistungsstärker, billiger - und sie sehen auch noch gut aus. Mit Leder, Lack und Chrom sollen die Notebooks auf der Cebit zum Lifestyle-Produkt werden.

Von Uta Bittner, Hannover
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Der tragbare Computer wird immer leichter, kleiner und leistungsstärker. Zudem sollen immer größere Bildschirme das Notebook zu einem adäquaten Ersatz für Standgeräte (Desktop) machen. Diese und weitere Neuerungen wollen Computerhersteller wie Samsung, Fujitsu Siemens Computers oder Acer auf der diesjährigen Computermesse Cebit zeigen.

Eine Neuigkeit ist das als „Sideshow“ bezeichnete Außendisplay, das auch im ausgeschalteten Zustand zum Beispiel den Eingang von elektronischen Nachrichten anzeigen kann. Das hilft, den Energieverbrauch zu senken, und schont den Akku. Auch Mini-Computer (Ultra Mobile Personal Computer, UMPC) erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Sie bestechen vor allem durch kleine Formate, niedriges Gewicht und sind dennoch nahezu so leistungsstark wie ein durchschnittlicher Desktop-PC.

Erstmals mehr Notebooks als Desktops

Notebooks erfreuen sich schon seit längerem einer großen Nachfrage - bei Geschäfts- wie bei Privatkunden. Der Absatz von Desktop-Computern hingegen geht derweil drastisch zurück. Wie Analysten des Marktforschungsunternehmens Gartner berichten, ist der Absatz an Desktop-Computern im vierten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 20 Prozent gesunken. Mit einem Wachstum von mehr als 20 Prozent erreichen die Laptops eine immer höhere Marktdurchdringung.

Der Branchenverband Bitkom erwartet, dass dieses Jahr erstmals mehr Notebooks als Desktops in Deutschland verkauft werden. Grund für die große Nachfrage nach dem handlichen Computer sind neben dem Trend zu mehr Mobilität die starken Preisrückgänge. Im vergangenen Jahr sind die Einfuhrpreise für Notebooks gegenüber dem Vorjahr um gut 28 Prozent gesunken, und das bei qualitativ immer besserer Ausstattung, berichtet das Statistische Bundesamt.

„Volksnotebook“ für weniger als 900 Euro

Dementsprechend ist in Deutschland der Notebook-Markt im vergangenen Jahr um fast 15 Prozent gewachsen. Dabei lägen die Anforderungen von Geschäftskunden und Privatanwendern an die kleinen Alleskönner nicht weit auseinander, sagt Bernd Bischoff, Vorstandsvorsitzender des Computerherstellers Fujitsu Siemens Computers. Das Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens bietet neben höherwertigen Modellen nun ein „Volksnotebook“ für weniger als 900 Euro an, dessen Komponenten fast alle aus Deutschland kommen. „Wir sind mit dem Verkauf unseres Volksnotebooks sehr zufrieden“, sagte Bischoff.

Wenig Platz einnehmend und stromsparend, das seien die Trends. Und auch auf die äußere Gestaltung der kleinen Computer achteten die Käufer zunehmend, sagte Bischoff und verwies auch auf die stärkere Bedeutung des Designs: „Die Farbe Weiß kommt sehr gut an, vor allem bei Frauen.“Von der starken Nachfrage im deutschen Markt haben besonders die Hersteller Acer, Hewlett-Packard (HP), Toshiba, Dell, Asus und Samsung profitiert und gewannen mit zum Teil deutlichen zweistelligen Wachstumsraten Marktanteile. Marktanteile verloren haben hingegen der chinesische Computerbauer Lenovo, der im Jahr 2004 die Computersparte vom Informationstechnik-Konzern IBM übernommen hatte, sowie Medion.

Notebooks mit Leder, Lack oder Chrom

Da sich die Computerhersteller kaum noch über die technischen Komponenten differenzieren können, wollen sie nun über ein individuell gestaltbares Design aus dem mobilen Rechner ein Lifestyle-Produkt machen. Ganz im Sinne eines solchen neuen Lebensgefühls werden die Notebooks mit Lederbezug, in glänzendem Lack oder in blitzendem Chrom auf der Cebit-Messe gezeigt. So kann der Notebook-Nutzer nicht nur unterwegs arbeiten, sondern sich zudem über die Anmutung seines mobilen Endgerätes von der Masse absetzen.

Dass Fujitsu Siemens den Preisdruck spürt, zeigt der deutliche Gewinnrückgang im Geschäftsjahr 2006. Das Ergebnis vor Steuern brach um 30 Prozent auf 85 Millionen Euro ein. Der Umsatz stieg dagegen um 6 Prozent auf 7 Milliarden Euro.

Quelle: F.A.Z., 15.03.2007, Nr. 63 / Seite 16
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Jahrgang 1976, Redakteurin in der Wirtschaft.

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