12.03.2007 · VDSL, UMPC, SOA? NFC, HSDPA, IPTV? Wer die Abkürzungen nicht kennt, ist auf der Cebit schnell verloren. FAZ.NET gibt einen Überblick über die wichtigsten Fachbegriffe.
VDSL, UMPC, SOA? NFC, HSDPA, IPTV? Wer die Abkürzungen nicht kennt, ist auf der Cebit schnell verloren. FAZ.NET gibt einen Überblick über die wichtigsten Fachbegriffe.
Was sind Thin Clients?
Thin Clients sind Computer, die kaum noch Daten mit sich tragen. Sie greifen vielmehr auf zentral gespeicherte Informationen und Software zurück, die sie über Netzverbindungen oder das Internet anzapfen. Damit werden die Informationen besser vor Diebstahl oder Verlust geschützt. Sollte zum Beispiel ein "Thin Notebook" verlorengehen, dann sind die Daten nicht automatisch auch weg: sie verbleiben auf dem Netzwerkrechner (Server).
Was heißt VDSL?
Die Abkürzung steht für Very High Bitrate Digital Subscriber Line und stellt die bisher schnellste Technik für die Datenübertragung in Telefonnetzen dar. Unter optimalen Bedingungen können bis zu 52 Megabit je Sekunde erreicht werden, also etwa 800-mal schneller als mit der ISDN-Technik. Die Deutsche Telekom baut solch ein Netz zurzeit in Deutschland, um darauf später mehr als 100 Fernsehkanäle zu übertragen.
Was verbirgt sich hinter UMPC?
Ultramobile Personalcomputer (UMPC) sind besonders kleine, aber vollwertige Computer. Sie sind meist nicht größer als das DIN-A5-Format, besitzen Tastaturen und mitunter berührungssensitive Bildschirme. Die kleinen tragbaren Minicomputer sind meist mit drahtloser Netzwerkanbindung wie Wireless-LAN und/oder Bluetooth ausgestattet und so für die mobile Datenverarbeitung gerüstet. Mittlerweile bekommen UMPC auch Lifestyle-Charakter und sind zum Beispiel im Leder-Design erhältlich.
Was bedeutet Biometrie?
Mit Biometrie werden Verfahren zur Erkennung und Identifizierung von Menschen bezeichnet. Vor allem physiologische Eigenschaften werden als Identifizierungsmerkmale aufgenommen und verglichen. Dies erlaubt eine eindeutige Zuordnung. Die Merkmale werden elektronisch gespeichert, die Erkennungsverfahren arbeiten systemgestützt.
Was steckt hinter SOA?
SOA steht für serviceorientierte Architekturen. Diese erlauben die Aufteilung der bislang einzeln für sich stehenden Softwareanwendungen in unterschiedlich kombinierbare Bausteine. Eine SOA gilt allgemein als kostengünstigste und effiziente Möglichkeit, ungleiche Informationssysteme zu integrieren.
Was ist NFC?
Die Near Field Communication Technologie (NFC) wurde von Philips, Nokia und Sony entwickelt. NFC basiert auf der Kombination kontaktloser Übertragungsstandards, wie sie aus dem Chipkartenbereich bekannt sind. Die Technologie ermöglicht die Übertragung von Daten über Entfernungen von bis zu 10 Zentimetern. Erste Anwendungen nutzen diese Technik zum Beispiel zum Bezahlen von Fahrkarten im öffentlichen Nahverkehr. Dabei werden vor allem auch die Sicherheitsanforderungen berücksichtigt.
Wofür steht HSDPA im Mobilfunk?
Der High Speed Downlink Packet Access steht im Mobilfunk für die sehr schnelle Datenübertragung in den UMTS-Netzen. Während UMTS mit einer Geschwindigkeit von 384 Kilobit in der Sekunde arbeitet, stellt HSDPA dem Nutzer bis zu 7,6 Megabit in der Sekunde an Datendurchsatz zur Verfügung und ist damit schneller als der DSL-Anschluss im Festnetz.
Wie funktioniert IPTV?
Die Abkürzung steht zunächst schlicht für die Übertragung der Fernsehbilder über die Internetleitung. Aber sie bedeutet weit mehr als einen zusätzlichen Übertragungskanal. Denn das Internetfernsehen befreit den Zuschauer aus starren Programmschemen. Es gibt ihm die Macht, Sendungen immer dann zu schauen, wenn er es möchte und Filme aus großen Datenbanken auf Knopfdruck auszuwählen.
Was ist GPS?
Ohne das amerikanische Global Positioning System, kurz GPS genannt, wäre der Siegeszug der mobilen Navigation unmöglich, und die meisten Autofahrer würden sich noch mit der Karte in der Hand durch fremde Städte kämpfen. GPS beruht auf Zeitsignalen, die von 24 Satelliten abgestrahlt werden, die stationär im Weltraum verankert sind. Der GPS-Empfänger empfängt diese Signale und kann aus der unterschiedlichen Laufzeit errechnen, wie weit er von welchem Satelliten entfernt ist. Aus diesen Daten kann dann die genaue Position auf der Erde bestimmt werden.