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Nordische Ski-WM: 30 km Frauen Kowalczyk gewinnt zweiten WM-Titel

28.02.2009 ·  Die Polin Justyna Kowalczyk hat bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Liberec den Langlauf-Titel über 30 Kilometer der Damen gewonnen. Bei ihrem zweiten WM-Sieg verwies sie die Russin Jewgenia Medwedewa auf Platz zwei. Dritte wurde Walentina Schewtschenko aus der Ukraine.

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Claudia Nystad schleppte sich nach 30 Kilometern müde und abgeschlagen ins Ziel, wo der Sportdirektor des Deutschen Ski-Verbandes (DSV), Thomas Pfüller umgehend Konsequenzen im deutschen Damen-Langlauf ankündigte. Mit ihrem 23. Platz im Marathon konnte Nystad am Samstag die schwache WM-Bilanz der DSV-Läuferinnen, die lediglich durch das sensationelle Staffel-Silber gerettet wurde, nicht mehr verbessern. „Es wird nicht so bleiben wie bisher, weil es nicht funktioniert hat. Es muss sich etwas tun, und wir werden etwas tun. Wir dürfen uns von Staffel- Silber nicht blenden lassen. Es täuscht nicht darüber hinweg, dass wir derzeit nicht zur Weltspitze gehören“, sagte Pfüller. 3:19,1 Minuten betrug der Rückstand der Oberwiesenthalerin auf Weltmeisterin Justyna Kowalczyk aus Polen, die in 1:16:10,6 Stunden ihren zweiten Titel bei der WM in Liberec holte. Zweite wurde die Russin Jewgenia Medwedewa, Bronze gewann die Ukrainerin Valentina Schewtschenko.

„Irgendwann muss sich etwas bewegen“

Bundestrainer Jochen Behle war abermals unzufrieden: „Ich hatte gehofft, dass sie den Schwung aus der Staffel mitnehmen kann. Aber wir sind wieder in der Realität angekommen. Wir sind nicht da, wo wir hinwollen. Daran müssen wir arbeiten“, sagte Behle. In welcher Konstellation dies geschehen soll, will die Führungsspitze des Deutschen Skiverbandes (DSV) nach der Saison festlegen. „Man muss sich ein paar Tage Zeit nehmen. Es handelt sich um ein Puzzle, das zusammengesetzt werden muss“, kündigte Pfüller an.

Dabei wird es vor allem um den Posten von Damen-Coach Ismo Hämäläinen gehen, der von Behle vor der WM wegen seines zu weichen Umgangs mit den Damen im Training kritisiert worden war. Nach dem letzten WM-Rennen legte der Bundestrainer nach. „Ich wäre auch lieber der Liebe. Aber ein Trainer muss auch fordern und wachrütteln. Irgendwann muss sich etwas bewegen“, sagte Behle.

Nystad verweist auf ihre Krankheiten

Er selbst steht laut Pfüller nicht zur Disposition. „Wir haben keinen Anlass, darüber nachzudenken. Er hat einen Vertrag bis 2014“, sagte der Sportdirektor. „Mir ist ganz schlecht“, stammelte Nystad nach dem Rennen, in dem die nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Evi Sachenbacher-Stehle einzige deutsche Teilnehmerin chancenlos war. Die Bayerin musste wegen einer Entzündung in beiden Zehen passen und wird sich am Montag einer genauen Untersuchung unterziehen.

„Meine Form ist nicht so wie im vergangenen Jahr. Das liegt an den Krankheiten im Vorfeld“, begründete Nystad ihren mit Ausnahme der Staffel enttäuschenden WM- Auftritt. „Das war ein ganz hartes Rennen. An eine Aufgabe habe ich aber nicht gedacht. Das habe ich schon in der Verfolgung getan, und es hat auch keinen Spaß gemacht“, sagte Nystad.

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