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Triton-Gebot Poker um Karstadt spitzt sich zu

26.04.2010 ·  Die Zukunft der insolventen Warenhauskette Karstadt ist weiter ungewiss. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat weitere Zugeständnisse der Belegschaft, wie vom potenziellen Karstadt-Käufer Triton gefordert, abgelehnt. Bis zum Ende der Woche will der Insolvenzverwalter eine Einigung erzielen.

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Die Gewerkschaft Verdi hat vom möglichen Käufer der Warenhauskette Karstadt, dem Finanzinvestor Triton, ein klärendes Gespräch über drohende zusätzliche Einschnitte beim Personal gefordert. Zwar sei es „zunächst einmal gut“, dass es mit Triton einen Interessenten für den insolventen Kaufhauskonzern gebe, erklärte Verdi-Vizechefin Margret Mönig-Raane am Montag in Berlin. Jedoch sei auch entscheidend, auf welcher unternehmerischen Grundlage ein Kauf zustande komme. Die Mitarbeiter Karstadts zahlten bereits „seit nunmehr sechs Jahren einen hohen Preis“, um ihr chronisch finanzschwaches Unternehmen zu unterstützen, erklärte Mönig-Raane.

Der Übernahmeplan Tritons solle deswegen „nicht darauf kalkuliert sein, die Beschäftigten ein weiteres Mal zur Kasse zu bitten“, erklärte die Verdi-Vizechefin. 150 Millionen Euro aus dem bereits laufenden Sanierungsplan seien bereits ein großer Beitrag. „Mehr geht nicht“, warnte Mönig-Raane. Medienberichten zufolge will Triton 4000 Stellen bei Karstadt abbauen. Der Sanierungsplan von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg sieht die Schließung von 13 Karstadt-Filialen mit 1200 Mitarbeitern vor.

Insolvenzverwalter gibt eine Woche Zeit

Der Gläubigerausschuss hatte die Triton-Offerte am Samstag „wohlwollend zur Kenntnis genommen“. Nun stünden Gespräche zwischen dem Investor und den verschiedenen Interessengruppen auf dem Programm, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Ein Angebot des Insolvenzverwalters, als Moderator tätig zu werden, wurde offenbar zunächst nicht in Anspruch genommen. Die Frist für die Gespräche zwischen Triton, den Arbeitnehmervertretern und den Vermietern läuft Ende dieser Woche aus. Denn bis zum 30. April will der Insolvenzverwalter eine Unterschrift unter dem Kaufvertrag und droht andernfalls mit einer Abwicklung des Konzerns. Allerdings könnte diese Frist vom Gläubigerausschuss verlängert werden.

Die Investmentgesellschaft Triton hatte am Freitag kurz vor Ende der Angebotsfrist als einziger Bieter ein Kaufangebot für Karstadt eingereicht. Insolvenzverwalter Görg war seit Monaten auf der Suche nach einem Investor. Karstadt war 2009 zusammen mit seinem Mutterkonzern Arcandor Pleite gegangen, zu dem auch das traditionsreiche Versandhaus Quelle gehörte. Dort sind insgesamt rund 26.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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