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Sanierungsplan bekannt gegeben Noch mehr Karstadt-Häuser schließen

01.12.2009 ·  Der Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat grünes Licht für einen Sanierungsplan der Warenhauskette gegeben. Dabei werden 1200 Arbeitsplätze gestrichen. Drei Standorte werden aufgegeben, sieben weitere Häuser geschlossen und drei Multimedia-Fachmärkte dicht gemacht.

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Der Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat grünes Licht für einen Sanierungsplan der Warenhauskette gegeben. Dabei werden 1200 der derzeit noch rund 26.200 Karstadt-Arbeitsplätze gestrichen.

Die Eckpunkte des Sanierungskonzepts wurden an diesem Dienstag vorgestellt. Görg will nun auf den Grundlagen des Sanierungsplans einen Insolvenzplan ausarbeiten und den Investorenprozess anschieben. Dieser könnte im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein, sagte Rolf Weidmann, Beauftragter des Insolvenzverwalters für den Warenhausbereich, am Dienstag.

120 Häuser sollen fortgeführt werden

Insgesamt 120 Häuser der Karstadt Warenhaus GmbH mit mehr als 25.000 Mitarbeitern sollen fortgeführt werden, davon 86 Warenhäuser. Entsprechende Eckpunkte seien in dieser Woche mit den Vermietern vereinbart worden, teilte die Insolvenzverwaltung mit. Lieferanten, Dienstleister und Arbeitnehmer hätten bereits in den vergangenen Wochen ihre jeweiligen Sanierungsbeiträge vereinbart.

Drei Standorte (Kaiserslautern, Ludwigsburg und Hanau) will die Insolvenzverwaltung komplett aufgeben. Davon sind den Angaben zufolge insgesamt 1200 Mitarbeiter betroffen. Zudem werden sieben weitere Häuser an Standorten mit mehreren Karstadt-Filialen geschlossen. Betroffen sind hier den Angaben zufolge die Sport- und Multimedia-Filiale in Celle, das Technikhaus in der Dortmunder Kampstraße, die Karstadt-Filiale im Hamburger Elbe-Zentrum, die Living-Filiale in Hannover, die Filiale „Alter Markt“ in Kiel, das „Haus am Dom“ in München und das Sporthaus in Recklinghausen. Die Schließung betrifft knapp 800 Mitarbeiter.

Für diese Häuser, die teilweise bereits auf der Gläubigerversammlung von Karstadt am 10. November benannt worden waren (siehe: Karstadt-Insolvenz: Sechs Filialen schließen), sollen Gespräche über Interessenausgleich und Sozialplan mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden. Neben dem Angebot einer Transfergesellschaft prüft die Insolvenzverwaltung, ob Mitarbeiter vereinzelt in den Häusern, die fortgeführt werden, eine neue Aufgabe finden können. Zudem war bereits auf der Gläubigerversammlung die Schließung der Multimedia-Fachmärkte in Berlin-Biesdorf, in Braunschweig und Stuttgart angekündigt worden.

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