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Karstadt-Insolvenzverwalter Rund zwei Dutzend Kauf-Interessenten

06.12.2009 ·  Hoffnungsschimmer in Sachen Karstadt-Sanierung: Der Warenhauskonzern stößt mit dem geplanten Verkauf von 120 Filialen nach Angaben der Insolvenzverwaltung auf reges Interesse. Derzeit gebe es rund zwei Dutzend Kauf-Interessenten.

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Der Warenhauskonzern Karstadt stößt mit dem geplanten Verkauf von 120 Filialen nach Angaben der Insolvenzverwaltung auf reges Interesse. Derzeit gebe es für das Paket bestehend aus 86 Waren- und 26 Sporthäusern sowie acht Schnäppchencenter rund zwei Dutzend Kauf-Interessenten, sagte der Beauftragte des Insolvenzverwalters für die Karstadt-Häuser, Rolf Weidmann, der Zeitung „Bild am Sonntag“. Er rechne damit, „dass wir in der zweiten Hälfte 2010 einen Käufer für Karstadt gefunden haben.“ Er betonte, es sei Ziel, die 120 Filialen als Paket zu erhalten und dass keines der Geschäfte im kommenden Jahr geschlossen werden solle.

Aktuell schreibe das Unternehmen nach dem Insolvenzantrag im Juni 2009 schwarze Zahlen, sagte Weidmann. „Die Umsätze in den Häusern sind gut. Die Kaufhäuser sind wettbewerbsfähig. Karstadt ist zu retten.“

Es geht um die Zukunft von 120 Kaufhäusern

Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hatte kürzlich mitgeteilt, dass bis zum Frühjahr drei Standorte komplett aufgegeben und in sieben weiteren Städten, wo das Unternehmen mit mehreren Häusern präsent ist, das Geschäft konzentriert und Flächen geschlossen werden. Von den Standortentscheidungen sind insgesamt annähernd 1200 Mitarbeiter betroffen.

Übrig blieben die 120 Kaufhäuser, darunter 86 Warenhäuser, 26 Sporthäuser und 8 Schnäppchencenter, mit mehr als 25.000 Mitarbeitern, die weitergeführt werden sollen.

In den zurückliegenden Wochen konnten bereits mit den Lieferanten, Dienstleistern und Arbeitnehmern Sanierungsbeiträge vereinbart werden. So soll beispielsweise ein mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi geschlossener Sanierungstarifvertrag über drei Jahre jeweils rund 50 Millionen Euro an Personalkosten einsparen. Danach werden die Karstadt-Mitarbeiter bis August 2012 auf Urlaubsgeld, tarifliche Vorsorgeleistungen und Teile des Weihnachtsgeldes verzichten.

Der Vertreter des Highstreet-Konsortiums, dem das Gros der Karstadt-Häuser gehört, hatte in der Gläubigerversammlung einen Beitrag in dreistelliger Millionenhöhe in Aussicht gestellt, bei dem als erste Ziffer eher eine Zwei als eine Eins stehen solle. Neben der Reduzierung der Mieten geht es auch um die einvernehmliche Herauslösung unrentabler Standorte. DHL als wichtigster Logistikpartner hatte schon vor Wochen konkrete Zugeständnisse im Fall der Sanierung gemacht.

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