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WM-Auslosung Leipziger Lotterie

09.12.2005 ·  In Leipzig herrscht feierlicher Ausnahmezustand. Das kommt davon, wenn die Welt zu Gast bei sächsischen Freunden ist. Bei der Auslosung der Vorrundengruppen der Fußball-WM 2006 an diesem Freitag werden alle Augen auf Deutschland gerichtet sein.

Von Roland Zorn, Leipzig
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Mehr geht nicht. Leipzig ist, wenn an diesem Freitag das große Los in der Messehalle 1 gezogen wird, ausgebucht. Die Hotels voll, die Stadt im feierlichen Ausnahmezustand: Das kommt davon, wenn die Welt zu Gast bei sächsischen Freunden ist.

Getreu dem Motto der deutschen Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 werden 4000 "Zugereiste" an Ort und Stelle und 320 Millionen Fernsehzuschauer in 145 Ländern live dabei sein, wenn es innerhalb einer großen Lotterieshow von ARD und Premiere zwischen 21.20 Uhr und 21.50 Uhr (FAZ.NET: WM 2006 interaktiv) protokollarisch ernst wird. Dann nämlich werden vor den Augen von Bundespräsident Köhler und Bundeskanzlerin Merkel 32 Loskugeln für die WM-Teilnehmer gezogen, ehe feststeht, wer in den Vorrundengruppen A bis H gegen wen spielen wird.

Stärkster Konkurrenz furchtlos begegnen

Sicher ist, daß Deutschland am 9. Juni 2006, wenn die bis zum Finaltag am 9. Juli dauernde globale Party beginnt, das Eröffnungsspiel in München bestreitet. Dort fand 1974 bei der ersten WM auf (west)deutschem Boden das Endspiel statt. Deutschland gewann 2:1 gegen die Niederlande.

Die Deutschen sind als dreimalige Weltmeister und Gastgeber dieser WM ebenso gesetzt wie Titelverteidiger Brasilien, Argentinien, Mexiko, England, Frankreich, Italien und Spanien. Träfen sie von neuem auf die hoch eingeschätzten Holländer, wäre so mancher Kenner der sportlichen Verhältnisse etwas erschrocken. Doch Bundestrainer Jürgen Klinsmann will Weltmeister werden und muß deshalb auch stärkster Konkurrenz furchtlos begegnen. (siehe auch: FAZ.NET-Sonderseiten: Fußball-WM 2006)

Karten sorgen für Verdruß und Klagen

Ausgebucht wie Leipzig soll die WM auch beim Kartenverkauf sein. Von 3,37 Millionen Karten sollen 2,93 Millionen, davon 1,1 Millionen im freien Verkauf, bis Turnierbeginn abgesetzt sein. Der für den Konsumenten ausschließlich über das Internet mögliche Erwerb der Billets hat auch zu Verdruß und Klagen bei Käufern, Datenschützern und Verbraucherschützern geführt. Das deutsche Organisationskomitee mußte sich dazu nach baulichen Mängeln in drei Weltmeisterschaftsstadien und unliebsamen Zwischenfällen bei Bundesliga-Spielen Fragen nach der Sicherheit stellen, konnte diese aber zur Zufriedenheit des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) beantworten.

Quelle: F.A.Z. vom 9. Dezember 2005
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