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Nationalmannschaft Klinsmanns Wunschtrikot abgelehnt

08.05.2006 ·  Damit die Fans im Stadion und vor dem Fernseher den Überblick behalten, bestimmt die allmächtige Fifa die Farbe der Trikots, Hosen und Stutzen, mit der die Kicker bei der WM auflaufen dürfen - Klinsmanns Rot fand keine Freunde.

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Die Fifa bringt Farbe ins Spiel: Nach einer Verordnung des Fußball-Weltverbandes wird die deutsche Nationalmannschaft in der WM-Vorrunde nicht in dem von Bundestrainer Jürgen Klinsmann präferierten Rot, sondern im traditionellen Weiß-Schwarz antreten, also auch zum WM-Eröffnungsspiel am 9. Juni in München gegen Costa Rica.

Auch Deutschlands WM-Torhüter Jens Lehmann wird die Garderobe von der Fifa genau vorgeschrieben. Lehmann wird gegen die Mittelamerikaner ein hellblaues Oberteil, eine dunkelblaue Hose und schwarze Stutzen tragen. Gegner Costa Rica spielt in Rot-Blau-Rot.

Kleidungswechsel für Lehmann

Auch am 14. Juni in Dortmund gegen Polen sowie am 20. Juni in Berlin gegen Ecuador werden die deutschen Feldspieler im weißen Traditions-Outfit auflaufen. Der deutsche Torhüter dagegen muß für jedes Gruppenspiel Kleidungswechsel vornehmen. Nach der Kombination Hellblau-Dunkelblau-Schwarz kommt gegen Polen Gold-Dunkelblau-Schwarz. Dann liegen ein hellblaues Hemd, eine dunkelblaue Hose und weiße Stutzen bereit.

Zu einer Modenschau entwickelt sich das Turnier durch das Fifa-Diktat auch für Weltmeister Brasilien. Zuerst werden die Südamerikaner in Gelb-Blau-Blau gegen Kroatien auf den Rasen des Berliner Olympiastadions kommen.

Auch die Stutzenfarbe bestimmt die Fifa

Gegen Australien werden die Stutzen ausgetauscht: Weiß statt Blau - diese Kombination ist seit über einem halben Jahrhundert auch die Traditionskleidung. Gegen Japan kommen auch noch weiße Hosen hinzu. "So bestimmt es die Fifa-Farbenlehre", hieß es in der buchstäblich bunten Meldung des WM-Organisationskomitees.

Der zufolge dürfen die Niederlande das Schlagerspiel in der Gruppe C am 21. Juni in Frankfurt gegen die Argentinier ganz im typischen Orange bestreiten. Der Gegner spielt im traditionellen Blau-Weiß-Schwarz-Weiß. Für beider Torleute heißt es hier: Schwarz ist Trumpf. Der Schiedsrichter muß also eine andere Farbe wählen.

Quelle: dpa, F.A.Z., 08.05.2006, Nr. 106 / Seite 32
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