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Nach dem Finale Domenech bleibt französischer Nationaltrainer

11.07.2006 ·  Der Trainer der französischen Nationalmannschaft Raymond Domenech bleibt im Amt. Das entschied der Fußballverband FFF. Obwohl es unter seiner Leitung seit 2004 nur eine Niederlage gab, war der 52jährige stets umstritten.

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Raymond Domenech soll Weltmeisterschaftszweiten Frankreich zur Europameisterschaft 2008 führen. Das Präsidium des Französichen Fußballverbandes FFF entschied am Dienstag in Paris, den Vertrag mit dem lange heftig umstrittenen Nationaltrainer zu verlängern.

Die genaue Laufzeit des Kontraktes steht nach Auskunft von FFF-Präsident Jean-Pierre Escalettes allerdings noch nicht fest. Domenech hatte am Sonntag in Berlin mit seiner Mannschaft das WM-Finale gegen Italien im Elfmeterschießen verloren.

Seit 2004 auf dem Trainerstuhl

Nach dem trotz der Finalniederlage erfolgreichen Abschneiden war in Frankreich eine Vertragsverlängerung mit Domenech erwartet worden. Escalettes hatte bereits in Berlin seine Unterstützung für den Trainer angekündigt. Nach französischen Medienberichten herrschte auf der Präsidiumssitzung offenkundig Uneinigkeit über den Zeitrahmen für das weitere Engagement. Darüber soll auf der nächsten Sitzung des Gremiums voraussichtlich im August entschieden werden.

Domenech war wie angekündigt nicht in Paris anwesend. Der Trainer hatte sich nach der Finalniederlage in den Urlaub verabschiedet. Über eine Vertragsverlängerung hatte er sich nach dem Endspiel nicht geäußert und auf die Sitzung in Paris verwiesen, intern aber offenbar seine Bereitschaft für eine weitere Zusammenarbeit signalisiert.

Nur eine Niederlage

Der frühere Junioren-Nationaltrainer Domenech hatte die „Equipe Tricolore“ nach deren EM-Aus 2004 von Jacques Santini übernommen. Obwohl er in der WM-Qualifikation ungeschlagen blieb, mußte er sich in seiner Heimat heftiger Kritik erwehren. Erst mir der Rückkehr der Routiniers Zinédine Zidane und Lilian Thuram schwächte sich der Protest gegen den 52jährigen ab. Auch bei der WM wurde er wegen der dürftigen Vorrundenleistung kritisiert. Angeblich standen die früheren Profis Didier Deschamps und Laurent Blanc schon als Nachfolger bereit.

Von 28 Begegnungen unter seiner Leitung ging nur ein Länderspiel gegen die Slowakei (1:2) verloren. Das WM-Endspiel wird vom Weltverband Fifa statistisch wegen der Entscheidung im Elfmeterschießen als Unentschieden gewertet. Am 2. September startet Domenech mit „Les Bleus“ in Georgien in die Qualifikation für die EM 2008 in der Schweiz und Österreich.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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