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Porträts Herausforderer verdrängt Platzhirsch

07.04.2006 ·  Nach Aussagen von Torwart-Trainer Andreas Köpke gab es nur minimale Unterschiede in der Beurteilung von Lehmann und Kahn. FAZ.NET porträtiert die beiden eigenwilligen Schlußmänner.

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Nach Aussagen von Torwart-Trainer Andreas Köpke gab es nur minimale Unterschiede in der Beurteilung von Lehmann und Kahn. FAZ.NET porträtiert die beiden eigenwilligen Schlußmänner.

Oliver Kahn
Geboren am 15. Juni 1969
Derzeitiger Verein: FC Bayern München
Debüt: 23. Juni 1995 in Bern gegen die Schweiz (2:1)
84 Länderspiele
48 Mal hatte der Münchner die deutsche Elf als Kapitän auf den Platz geführt - Klinsmann nahm ihm die Spielführerbinde vor seinem ersten Länderspiel als Bundestrainer im August 2004 ab und gab sie an Michael Ballack weiter. Kahn gewöhnte sich schwer daran, daß der Bundestrainer den Kampf um die WM-Nummer 1 für offen erklärte. Doch der „Titan“ nahm den Kampf an - und fand nach einer sportlichen und persönlichen Neuorientierung wieder zu alter Klasse zurück, zeigte allerdings zuletzt Schwächen.

Er bestritt drei große Turniere als Nummer 1: EM 2000, WM 2002, EM 2004. Bei der WM im eigenen Land
wollte Kahn den Fehler wettmachen, der ihm ausgerechnet im Finale 2002 unterlief und Brasilien den Erfolg ermöglichte. Unter Klinsmann war Kahn in 1065 Minuten und zwölf Spielen im Einsatz bei sieben Siegen, drei Remis und zwei Niederlagen. Er kassierte 18 Gegentore. Erfolge: Europameister 1996 (als Nummer 2), sechsmal Meister mit Bayern, Champions-League-Sieger 2001, Uefa-Cup-Sieger 1996.

Jens Lehmann
Geboren am 10. November 1969
Derzeitiger Verein: FC Arsenal London
Debüt: 18. Februar 1998 in Maskat gegen Oman (2:0)
29 Länderspiele
Klinsmann machte den Wahl-Engländer zum richtigen Herausforderer für Platzhirsch Kahn. Beide teilten sich die Einsätze im deutschen Tor - und Lehmann meldete auch öffentlich die Berechtigung an, bei der WM spielen zu können. 2003 war Lehmann für 3,5 Millionen Euro von Dortmund nach London gewechselt. Er war mit der DFB-Elf schon bei vier großen Turnieren dabei, spielte aber bei der WM 1998, der EM 2000, der WM 2002 und der EM 2004 keine Minute. Eine nochmalige Ersatzrolle konnte sich Lehmann nur schwer vorstellen. Zuletzt glänzte er mit Champions League-Halbfinalist Arsenal, dessen Stütze er geworden ist. Unter Klinsmann 945 Minuten in elf Spielen im Einsatz mit sechs Siegen, zwei Remis und drei Niederlagen. Er kassierte 14 Gegentore.
Erfolge: Meister 2002 mit Dortmund, Uefa-Cup-Sieger 1997 mit Schalke, englischer Meister 2004 mit Arsenal.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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