07.03.2006 · Robert Hoyzer soll vom Berliner Landgericht angeblich für die Manipulation eines Spiels verurteilt worden sein, das er gar nicht gepfiffen hat. Das geht offenbar aus der schriftlichen Urteilsbegründung hervor.
Der frühere Fußball-Schiedsrichter Robert Hoyzer soll vom Berliner Landgericht angeblich für die Manipulation eines Spiels verurteilt worden sein, das er gar nicht gepfiffen hat. Dies berichtet die „Berliner Zeitung“ unter Verweis auf die schriftliche Urteilsbegründung der 12. Strafkammer.
Als einer von sechs Fällen sei ihm die Regionalliga-Partie zwischen den Amateuren des VfL Wolfsburg und den Amateuren des Hamburger SV am 6. November 2004 zur Last gelegt worden. Dieses Spiel hatte jedoch der frühere Schiedsrichter Dominik Marks geleitet. Hoyzer war im vorigen November zu zwei Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden, Marks erhielt eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung. Gegen beide Urteile wurde Revision eingelegt.
Hoyzers Anwalt Thomas Hermes sagte am Dienstag abend, er wolle den Bericht nicht kommentieren und erklärte lediglich, die Revision sei am 17. Februar beim Berliner Landgericht eingereicht worden. Hermes hält es für möglich, daß der Bundesgerichtshof noch vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft am 9. Juni verkündet, ob die Urteile rechtskräftig sind oder der Prozeß neu verhandelt werden muß. Der als Drahtzieher des Wettskandals verurteilte Ante Sapina hatte zwei Jahre und elf Monate Gefängnis erhalten.