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Freitag, 17. Februar 2012
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Togo Pfister startet Gegenangriff

15.06.2006 ·  Togos Trainer Otto Pfister setzt sich gegen den Generalsekretär seines Verbandes zur Wehr. „Zu sagen, daß ich Alkoholiker sei, ist wirklich lächerlich, weil ich keinen Tropfen Alkohol trinke“, sagte Pfister: „Ich werde gegen diesen Herrn vorgehen.“

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Otto Pfister geht im Machtkampf in Togos Fußballverband FTF zum Angriff über. Der Trainer des WM-Neulings will gegen FTF-Generalsekretär Assogbavi Komlam vorgehen, der dem ungeliebten Deutschen Alkoholmißbrauch vorgeworfen hat. „Ich behalte mir nach der WM rechtliche Schritte vor“, sagte Pfister am Donnerstag nach dem Training mit den Westafrikaner in Wangen im Allgäu. „Zu sagen, daß ich Alkoholiker sei, ist wirklich lächerlich, weil ich keinen Tropfen Alkohol trinke“, wird der 68-Jährige derweil auf der offiziellen Regierungs-Internetseite „www.republicoftogo.com“ zitiert. Zuvor hatte bereits der frühere Bundesligaprofi Bachirou Salou, der als Team-Koordinator Togos fungiert, eine Ehrenerklärung für den gebürtigen Kölner abgegeben.

Togos Generalsekretär Komlam hatte nach dem 1:2 im WM-Auftaktspiel am Dienstag gegen Südkorea über Pfister gesagt, er trinke „zu viel“ und dies mit abfälligen Gesten unterstrichen. Mit diesem neuerlichen Eklat hat sich der Weltfußballverband Fifa noch nicht beschäftigt. „Ich weiß davon noch nichts“, erklärte Mediendirektor Markus Stiegler. „Es ist offensichtlich eine leidige Auseinandersetzung im togoischen Verband.“ Pfister hatte angekündigt, die Vorwürfe vor die Fifa zu bringen.

Auch ohne Geld für ihr Land

Zumindest dürfte die Position des Trainers wieder gestärkt sein. Dafür spricht auch die Veröffentlichung seiner Stellungnahme auf der Regierungs-Homepage Togos. Staatspräsident Faure Gnassingbe ist der Bruder von Verbandschef Balaiyem Rock Gnassingbe, der Pfister halten will. Er bewog ihn am Montag durch persönliche Zusicherungen zum Rücktritt vom Rücktritt. Komlam ist ein entschiedener Gegner Pfisters. „Ich war von Anfang an gegen ihn. Er ist nicht gut für die Mannschaft, er muß gehen“, sagte Komlan, der bei den nach der WM anstehenden Wahlen Gnassingbe als Verbandspräsident ablösen will.

Bei der Mannschaft hat Pfister weiter einen guten Stand. „Er ist wie ein Vater zu den Spielern“, sagte Salou. Pfister erklärte, für die ausstehenden Prämienzahlungen von 50.000 Euro sei eine Lösung gefunden worden. Dem widersprachen die Spieler und betonten, auch ohne Geld für ihr Land spielen zu werden. Nächster Gegner ist am Montag in Dortmund die Schweiz.

Falsche Hymne, falscher Rhythmus

Unterdessen schalteten sich auch diplomatische Kreise in den Trubel rund um das Team aus Togo ein. Wegen der Hymnen-Panne beim 1:2 im Spiel gegen Südkorea verlangte der Botschafter in Berlin eine schriftliche Entschuldigung des WM-Organisationskomitees. Essohanam Comla Paka sagte der dpa am Donnerstag, der Zwischenfall habe demoralisierend auf die Mannschaft und die Anhänger gewirkt. „Das ist vor den Augen der ganzen Welt passiert.“ Deshalb sei nach einer mündlichen Entschuldigung vor Ort eine schriftliche Erklärung der WM-Organisatoren nötig, die er dem togoischen Volk überbringen wolle.

Die Fifa reagierte prompt und entschuldigte sich offiziell. „Es war ein menschlicher Fehler“, erklärte Fifa-Mediendirektor Stiegler. Sollte Togo eine schriftliche Entschuldigung fordern, werde die Fifa diesem Wunsch nachkommen, ergänzte er. Statt der togoischen war die südkoreanische Hymne ein weiteres Mal gespielt worden. Zudem sei dann bei Togos Hymne der Rhythmus falsch gewesen, beklagte der Botschafter.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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