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Pressestimmen „Die Deutschen spielten gar nicht deutsch“

10.06.2006 ·  Die Auslandspresse staunt nach dem Auftaktspiel der Deutschen. Von einer „Traumpremiere“ und von „Wundertoren“ ist die Rede - allerdings auch von einem „Denkmal-Paar“ in der Abwehr.

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Die Auslandspresse staunt nach dem Auftaktspiel der Deutschen. Von einer „Traumpremiere“ und von „Wundertoren“ ist die Rede - allerdings auch von einem „Denkmal-Paar“ in der Abwehr.

Stimmen zum Spiel Deutschland - Costa Rica:

„Daily Mail“ (England): „Oh nein! Sie haben sich wieder in Marsch gesetzt. Im Eröffnungsspiel mit den meisten Toren in der WM-Geschichte erzielte Deutschland zwei Wundertore.“

„The Guardian“ (England): „Wenn Per Mertesacker und Christoph Metzelder weiterhin wie ein Denkmal-Paar agieren, wird Deutschland jedes Mal vier Tore schießen müssen.“

„As“ (Spanien): „Es glich einem Kampf schwitzender Zwerge gegen wütende Riesen.“

„Expressen“ (Schweden): „Einen besseren Start für die WM hätte man sich nicht wünschen können. Deutschland und Costa Rica boten uns ein Fußballfest.“

„La Nación“ (Argentinien): „In der Abwehr zeigten die Deutschen eine geradezu selbstmörderische Nachlässigkeit.“

„Politiken“ (Dänemark): „Traumpremiere für Deutschland. Schöne Tore und attraktiver Offensiv-Fußball.“

„La Repubblica“ (Italien): „Klose & Co. haben einen großartigen Start. Nichts konnte Deutschland das Fest vermiesen, auch nicht die Fehler in der Abwehr.“

„Super Express“ (Polen): „Die Deutschen spielten überhaupt nicht deutsch. Die unglaubliche Wucht und Finesse im Angriff und der sorglose Hurra-Stil in der Defensive passten gar nicht zu ihnen.“

„Olé“ (Argentinien): „Die deutschen Fans konnten den Sieg ihrer Mannschaft feiern. Aber es war ein Triumph über einen leichten Gegner, ein Triumph mit vielen Fragezeichen.“

Stimmen zum Spiel Polen - Ecuador:

„Rzeczpospolita“ (Polen): „Es sollte besser werden als vor vier Jahren, aber es war identisch. Damals verlor Polen 0:2 gegen den Gastgeber Südkorea, nun gegen Ecuador. Das Ende kann ebenfalls wie damals sein: Heimkehr nach drei Gruppenspielen.“

„Gazeta Wyborcza“ (Polen): „Ist der Traum vom Weiterkommen schon nach dem ersten Spiel vorbei? Bisher hat der polnische Fußball nur wunderbare Fans.“

„Super Express“ (Polen): „In Deutschland machten wir die gleichen Fehler wie vor vier Jahren. Und es ist sehr wahrscheinlich, daß wir ebenso dafür bezahlen werden. Mit einem Bein sind wir schon raus aus der WM. Das Spiel gegen Deutschland wird ein Kampf ums Überleben und um den Kopf von (Trainer) Pawel Janas sein.“

„El Universo“ (Ecuador): „Ecuador bezwang Polen mit einem erstaunlichen Maß an Disziplin und Kraft. Das Tor von Carlos Tenorio in der 24. Minute erfüllte 13 Millionen Ecuadorianer mit Freude. Ecuador zeigte eine insgesamt brillante Leistung gegen Polen.“

„Expresso“ (Ecuador): „Für viele war es, als ob ein Traum wahr geworden wäre. Agustín Delgado hatte mindestens drei Tore bei der WM versprochen. Einen Treffer hat er schon erzielt. Die 5000 ecuadorianischen Fans im Stadion von Gelsenkirchen brachten die 40.000 Polen zum Schweigen, die die Niederlage ihrer Mannschaft mitansehen mußten.“

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