13.07.2006 · Marco Materazzi hat zurückgewiesen, die Familie von Zinedine Zidane verunglimpft zu haben. „Ich habe niemals seine Mutter beleidigt“, erklärte der 32jährige Fußball-Weltmeister in einem Interview. Der Italiener muß sich am 20. Juli vor der Fifa verantworten.
Der italienische Fußball-Weltmeister Marco Materazzi hat Beleidigungen der Familie von Zinedine Zidane kategorisch zurückgewiesen. „Ich habe niemals Sätze mit Bezügen auf Religion, Politik und Rassismus ausgesprochen. Ich habe auch nicht seine Mutter beleidigt“, erklärte der 32jährige in einem Interview mit der Sporttageszeitung „Gazzetta dello Sport“ am Donnerstag.
„Sehr persönliche und harte Worte über meine Mutter und Schwester“ haben Frankreichs abgetretenen Fußball-Superstar im WM-Finale gegen Italien zu seinem Kopfstoß gegen Marco Materazzi hingerissen. Dies hatte „Zizou“ am Mittwoch abend in einem TV-Interview erklärt. Trotz der Unschuldsbeteuerungen des Italieners hat der Fußball-Weltverband Fifa ein Disziplinarverfahren eingeleitet.
„Ich habe Zidane stets verehrt“
Für den 20. Juli erhielten beide Spieler die Vorladung zu einem Konfrontationsverfahren vor der Disziplinarkommission in Zürich. Materazzi ergänzte unterdessen: „Ich habe meine eigene Mutter mit 15 Jahren verloren, und nicht einmal heute kann ich über sie sprechen, ohne daß mir Tränen in die Augen steigen. Ich könnte niemals eine Mutter beleidigen, und erst jetzt erfahre ich, daß Zidanes Mutter auch gesundheitliche Probleme hat. Ich wünsche ihr eine baldige Genesung“, sagte Materazzi weiter.
Der Abwehrspieler nutzte die Gelegenheit, um seiner großen Verehrung für den französischen Weltmeister von 1998 Ausdruck zu verleihen. „Bei einem Meisterschaftsspiel Juventus gegen Perugia haben wir sogar Trikot getauscht. Es hängt noch in meinem Schrank. Ich habe den Spieler Zidane stets verehrt. Er war der Beste bei der WM. Mit seinen 34 Jahren hat er die Zuschauer begeistert“, sagte Materazzi. Er habe einen derartigen Ausbruch Zidanes nicht erwartet: „Ich hätte eine verbale Reaktion, nicht einen Kopfstoß erwartet. Zidanes Kopfstoß hat meine Freude über den Titelgewinn nicht ruiniert, sie aber ein wenig gemäßigt.“
Ab in den Kindergarten
Bjorn Schumacher (bjornschumacher1)
- 13.07.2006, 19:11 Uhr
Verbalinjurien
harald schneider (asklepion)
- 13.07.2006, 20:43 Uhr
Kindergarten?
Jörg Krämer (ErlicM)
- 14.07.2006, 03:04 Uhr
Armer armer Zidane
Yarisha Panu (yarisha)
- 14.07.2006, 13:15 Uhr