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Ehrenkodex Fußballverband folgt dem olympischen Modell

25.05.2006 ·  Mit einem Ehrenkodex will der Weltverband Fifa die Teilnehmer der Fußball-WM zum Fair Play anhalten. „Es ist eine Art Eid, mit dem sich alle Beteiligten zur Einhaltung ethischer Normen verpflichten“, sagte Fifa-Präsident Blatter.

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Mit einem Ehrenkodex will der Weltverband Fifa die Teilnehmer an der bevorstehenden Fußball-WM zum Fair Play anhalten. „Es ist eine Art Eid, mit dem sich alle Beteiligten zur Einhaltung ethischer Normen verpflichten“, sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter. Der 70 Jahre alte Schweizer, der auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist, folgt dem olympischen Modell. Bei der Eröffnung Olympischer Spiele sprechen ein Athlet und ein Kampfrichter ein Fairness-Gelöbnis für Athleten und Offizielle. Zudem ist ein Sportler zu den Spielen nur dann zugelassen, wenn er sich in einer schriftlichen Erklärung zur Einhaltung aller Regeln und Normen verpflichtet.

Der „Sport-Bild“, die am Mittwoch ein Faksimile der Verpflichtungserklärung veröffentlichte, sagte Blatter: „Alle Teilnehmer der WM, Spieler, Trainer, Sportdirektoren, offizielle Delegierte der Nationalmannschaften, Schiedsrichter und Assistenten werden ein Papier unterschreiben müssen.“ Teil der Verpflichtung ist ein Wettverzicht, wonach sich auch die Familienangehörigen der WM-Teilnehmer an keinerlei Glücksspiel im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft beteiligen dürfen. Darüber hinaus erhält der Ehrenkodex die Verpflichtung gegen Rassismus, Doping und jede Art von Diskriminierung. Blatter sieht in der umfassenden Erklärung auch „einen moralischen Appell“.

Punktabzüge bei rassistischen Ausschreitungen

Bestärkt hat ihn in seinem Vorgehen der jüngste Skandal im italienischen Fußball, in den führende Funktionäre und Schiedsrichter verwickelt sind. Zudem soll die Verpflichtungserklärung die neue Disziplinarregel der Fifa stützen, die für rassistische Ausschreitungen Punktabzüge für Mannschaften bis hin zum Ausschluss von Wettbewerben vorsieht. Die umfassenden, in vier Sprachen abgefassten Erklärungen liegen inzwischen den 32 WM-Teilnehmern vor. Die deutschen Spieler sollen sie in den nächsten Tagen im Trainingslager in Genf unterschreiben. Die Fifa-Exemplare werden jeweils vor dem ersten WM-Einsatz eines Nationalteams von einem General Coordinator des Weltverbandes eingesammelt. Dieser Abgesandte des Weltverbandes wird dabei noch ergänzende Instruktionen geben.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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