16.02.2006 · Real Madrid ist der reichste Fußballklub der Welt. Die Spanier entthronten Manchester United auf einer Rangliste der Unternehmensberatung Deloitte. Bayern München kommt auf Platz sieben, Schalke auf Rang 14.
Real Madrid ist der reichste Fußballklub der Welt. Die Spanier entthronten Manchester United auf einer Rangliste der Unternehmensberatung Deloitte, die am Donnerstag in London veröffentlicht wurde.
Als bester deutscher Verein schnitt auf Platz sieben Bayern München ab. Auch Schalke 04 landete mit Platz 14 noch unter den Top 20. Grundlage der Statistik ist der Umsatz und nicht das Vermögen der Klubbesitzer, wie etwa des Russen Roman Abramowitsch, dem der FC Chelsea gehört.
Chelsea auf Rang fünf
Grund für den Abstieg von ManU von Platz eins war ein deutlicher Rückgang bei den Einnahmen aus Fernsehübertragungen. Real Madrid steigerte seinen Umsatz in der Saison 2004/2005 um 17 Prozent auf 275,7 Millionen Euro und verwies ManU (246,4 Millionen Euro) auf den zweiten Platz.
Dahinter plazierten sich mit dem AC Mailand (234 Millionen) und Juventus Turin (229,4 Millionen Euro) zwei italienische Vereine. Der englische Meister Chelsea belegt Platz fünf mit einem Umsatz von 220,8 Millionen Euro.
Marseille nicht mehr unter den Top-20
Hinter dem FC Barcelona landeten die Bayern, die bereits seit Beginn der Statistik vor neun Jahren immer unter den Top 20 vertreten waren, mit einem Umsatz von 189,5 Millionen Euro auf Platz sieben. Der FC Schalke 04, der mit 97,4 Millionen gerade mal auf die Hälfte des Umsatzes der Top-6-Vereine kam, landete hinter Vereinen wie Liverpool, Inter Mailand, Arsenal, dem AS Rom, Newcastle und Tottenham auf Platz 14.
Nicht mehr unter den Top-20 vertreten waren in diesem Jahr Marseille, Aston Villa und die Rangers, für die Everton, Lyon und Valencia den Aufstieg in die Rangliste schafften. In allen neun Ausgaben der Statistik vertreten waren Arsenal, Barcelona, Bayern, Inter, Juventus, Lazio, Liverpool, Real Madrid, Manchester United, der AC Mailand, der AS Rom, Newcastle und Tottenham.
„Fußball bleibt ein Wachstumsmarkt“
„Fußball bleibt europaweit ein Wachstumsmarkt, insbesondere auf Topniveau“, sagte Stefan Ludwig, Verantwortlicher der Sportbusiness Gruppe von Deloitte in Deutschland. „Der erneute starke Anstieg der Einnahmen beruht auf dem anhaltend hohen Interesse der Medien, Sponsoren und Fans.“
Real habe vor allem beim Werbegeschäft kräftig zugelegt, erklärte die Analysten. So gelang es den „Königlichen“, trotz durchwachsener sportlicher Leistungen ihren Umsatz binnen vier Jahren zu verdoppeln. Manchester United führte die Deloitte-Rangliste an, seit diese vor neun Jahren erstmals veröffentlicht wurde. Der britische Club sei aber weiter im Alltagsgeschäft der profitabelste Verein, heißt es in der Untersuchung.