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Fußball Ballacks Berater: „Der Trend geht nach Chelsea“

02.03.2006 ·  Michael Ballacks Wechsel zum FC Chelsea London nimmt offenbar konkrete Formen an. „Chelsea steht ganz oben auf der Liste“, sagte der Berater des Nationalspielers Michael Becker im britischen Fernsehen BBC.

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Im Millionenpoker um die sportliche Zukunft von Michael Ballack ist eine Ende in Sicht. Der 29 Jahre alte Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird den FC Bayern München am Saisonende wohl verlassen und voraussichtlich in die englische Premier League zum FC Chelsea London wechseln.

„Der Trend geht nach Chelsea. Es ist zwar noch nichts unterschrieben, aber wir werden weiter Kontakt zu Chelsea halten“, sagte Ballack-Berater Michael Becker am Donnerstag im britischen Fernsehen BBC und gab gleichzeitig einem angeblichen Ballack-Bewerber einen Korb: „Michael wird definitiv nicht zu Inter Mailand gehen.“

„Chelsea nehme ich allerdings etwas ernster“

Am Montag hatte die überraschende Meldung des Londoner Boulevard-Blattes „Daily Mail“ über den angeblichen Wechsel Ballacks zum englischen Meister für Wirbel gesorgt, der Mittelfeldstar des FC Bayern und sein Berater hatten eine Einigung aber umgehend dementiert. Am Donnerstag räumte Becker ein, daß der Club des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch heißer Kandidat auf eine Verpflichtung von Ballacks sei: „Wenn es um Michaels Unterschrift geht, dann steht Chelsea ganz oben auf der Liste.“

Beide Seiten hätten sehr starkes Interesse an dem Geschäft, sagte Becker weiter. Manager Uli Hoeneß sieht den souveränen Spitzenreiter der Premier League als ernsthaften Bewerber. „Mal ist es Real Madrid, mal Inter, mal AC Mailand, und jetzt ist es Chelsea. Chelsea nehme ich allerdings etwas ernster als das eine oder andere“, sagte Hoeneß am Donnerstag. Nach Angaben des „Kicker“ würde der von Chelsea angebotene Vierjahresvertrag Ballack bis 2010 insgesamt 50 Millionen Euro einbringen.

„Wissen nicht mehr, was bei Real passiert“

Einen Wechsel in die italienische Serie A schloß Becker kategorisch aus. „Ballack will nur zu einem Verein gehen, bei dem er eine größere Chance auf den Gewinn der Champions League hat als bei Bayern München“, erklärte der Rechtsanwalt aus Luxemburg. Die „Gazetta dello Sport“ berichtete am Donnerstag, Inter habe ein Angebot über einen mit 40 Millionen Euro dotierten Vierjahresvertrag vorgelegt. „Die Verhandlungen sind im Gange“, schrieb das Blatt. Ballack-Berater Michael Becker und Inter-Manager Marco Branca sollen sich zu Verhandlungen getroffen haben.

Nachdem der FC Bayern im vorigen November sein mit angeblich 36 Millionen Euro dotiertes Angebot über einen bis 2010 befristeten Vertrag zurückgezogen hatte, galt Real Madrid lange Zeit als Wunschverein von Ballack. Doch wegen der Führungskrise beim spanischen Rekordmeister sind die Aktien der „Königlichen“ stark gefallen.

„Michael war sehr scharf auf Real, doch nach den personellen Änderungen mit Trainer- und Präsidentenwechsel wissen wir nicht mehr, was passiert“, sagte Becker.
Als Nachfolger von Ballack wurde der niederländische Nationalspieler Mark van Bommel gehandelt. Rob Jansen, Spielerberater des Mittelfeldspielers vom FC Barcelona, dementierte jedoch jeglichen Kontakt zum deutschen Rekordmeister. „Ich hatte und habe keinerlei Kontakt zu Bayern. Mark will seinen Vertrag erfüllen“, sagte Jansen der Münchner „tz“.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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