27.06.2006 · Draußen gefühlte 35 Grad, im Kopf gefühlte zwei Monate Fußball-WM - Zeit für eine Pause. Der Spielplan machts, nach 19 Tagen und 56 Begegnungen, möglich. Dazu Ebbe beim Public Viewing. Was tun?
Draußen gefühlte 35 Grad, im Kopf gefühlte zwei Monate Fußball-WM - Zeit für eine Pause. Der Spielplan machts, nach 19 Tagen und 56 Begegnungen, möglich. Die Flaggen können gereinigt und gebügelt, die Getränkevorräte aufgefüllt werden. Das Meer buntgekleideter Fans zieht sich für 48 Stunden zurück. Ebbe beim Public Viewing. Was tun? Baden gehen, selbst kicken, mal lesen, was in den vergangenen Wochen alles über diese WM geschrieben worden ist?
Vorsicht vor dem Abgrund des täglichen Geschwätzes. Bei „Bild“ müssen sie wohl Schuhe und Hose reinigen, nachdem Reporter in Stuttgart auf der Suche nach Resten von Beckhams Erbrochenem waren. Manche Berufe sind aber auch scheußlich. Wie der eines Müllmannes, zum Beispiel. Tonnen von Abfällen hinterlassen durch die Städte streifende Fans regelmäßig.
„Den meisten Müll haben wir bisher immer bei den Deutschland-Spielen eingesammelt“, sagte Elke Prokopp von der Abfallwirtschaft Stuttgart. „Wenn die einen gewissen Alkoholpegel erreicht haben, verlieren sie jede Scheu, dann wird es abartig.“ Genießen wir den ersten sauberen Abend seit langem - zudem einen ohne Netzer und ohne Klopp. Ein Finanzbeamter, den man nicht küßt (ARD), und ein Polizei-Ermittler (ZDF) ersetzen im öffentlich-rechtlichen TV die Fußballexperten.