Home
http://www.faz.net/-g9t-si10
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Prognose Italien wird Weltmeister

26.04.2006 ·  Analysten einer Schweizer Großbank haben errechnet, daß Italien das Finale der Fußball-WM gegen Brasilien gewinnt. Gastgeber Deutschland wird im Viertelfinale an Argentinien scheitern.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Analysten der Schweizer Großbank UBS tippen nach eingehender statistischer Untersuchung auf Italien als Gewinner der im Juni startenden Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Die Schweiz scheitert nach diesem Szenario im Achtelfinale an Spanien und Gastgeber Deutschland wird im Viertelfinale gegen Argentinien untergehen.

Italien werde nicht zuletzt wegen des Vorteils, in Europa spielen zu können, Brasilien im Finale schlagen, hieß es in einer am Mittwoch von den Schweizern in Frankfurt veröffentlichten Studie. Der Heimkontinentfaktor ist vom Umstand abgeleitet, daß bisher alle Weltmeisterschaften in Amerika an Teams aus Südamerika gingen, während acht von neun Titelkämpfen in Europa von europäischen Teams gewonnen wurden.

Historische Fakten und die aktuelle Qualität

Nach dem Modell von UBS werden die Niederlande und Argentinien den Kampf um den dritten Platz unter sich ausmachen. Neben Deutschland sollen England, Spanien und Frankreich zumindest das Viertelfinale erreichen, bevor sie sich geschlagen geben müßten.

Die Finanzmarktexperten des Instituts beziehen in ihre Untersuchung historische Fakten und die aktuelle Qualität der Mannschaften ein. Diese wurde durch eine vom brasilianischen Fußball-Denkmal Pele definierte Rangliste sowie eine nach der Methode des ungarischen Physikers und Schachspielers Arpad Elo gewichtete Auswahl definiert. Die Elo-Liste verrechnet nicht nur Siege und Niederlagen, sondern gewichtet das Ergebnis auch nach Torverhältnis, Stärke des Gegners und Austragungsort.

Fußballnarrheit läßt sich nicht quantifizieren

Keine Rolle spielen im Modell der Ökonomen ausgerechnet die ökonomischen Faktoren. Schätzungen zum Talentpool etwa anhand der Bevölkerungsgröße, Durchschnittsalter und Urbanisierung seien genauso wenig aussagekräftig wie makroökonomische Variablen wie das Bruttoinlandprodukt pro Kopf oder das durchschnittliche Wirtschaftswachstum.

Einen gemeinsamen sozioökonomischen Nenner für Brasilien, Deutschland und Italien zu finden sei ebenso schwierig: „Die Fußballnarrheit aller drei Nationen läßt sich leider nicht direkt quantifizieren“, heißt es.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters und AP
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen