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Miss WM Togo ist Weltmeisterin

02.06.2006 ·  Edwige Madze Badakcu ist zur schönsten Frau der Fußball-Weltmeisterschaft gekürt worden. Die 24 Jahre alte Studentin aus Togo wurde in der Nacht zur ersten „Miss WM“ gewählt. Sie setzte sich gegen 31 andere Frauen aus den WM- Teilnehmerländern durch.

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Edwige Madze Badakcu hat den ersten Titel der Fußball-Weltmeisterschaft geholt. Die 24 Jahre alte Studentin aus Togo ist eine Woche vor dem Anpfiff der Meisterschaft zur ersten „Miss WM“ gewählt worden und darf sich nun „schönste Frau der Fußball-WM“ nennen. Nach ihrem Sieg drückt die dunkelhäutige Schönheitskönigin den Kickern ihres Landes die Daumen: „Es ist ein großer Erfolg und eine große Freude für unser Land, daß wir dabei sein dürfen. Auf dem Fußballplatz und auf dem Laufsteg“, sagte die 24jährige nach ihrer Wahl.

Sie war eine von 32 Frauen aus dem WM-Teilnehmerländern, die in der Nacht zum Freitag im Europa-Park im badischen Rust um den Titel kämpften. Die Teilnehmerinnen mußten sich zunächst im Trikot der Fußball-Nationalmannschaft ihres Landes, später im Abendkleid und schließlich in Badebekleidung präsentieren. Ins Finale kamen jedoch nur acht von ihnen. Die Vertreterin aus Deutschland, die 19 Jahre alte Abiturientin Katharina Tschöp aus Berlin, scheiterte in der Vorrunde. Sie war bei der Wahl zur „Miss Germany“ vor zwei Jahren Dritte geworden.

Studentin für internationales Management

Edwige Madze Badakcu wird ihr Land nun bei zahlreichen Anlässen sowie bei mehreren WM-Spielen vertreten. „Ich hoffe, daß ich auch einmal die Mannschaft meines Landes treffen kann,“ sagte die 24jährige. Als Preis für ihren Titel erhielt sie nicht einen Pokal, sondern für ein Jahr ein Cabriolet sowie 2000 Euro. Die junge Frau war vor zwei Jahren zur „Miss Togo“ gewählt worden. Sie hat eine Ausbildung zur Bankkauffrau abgeschlossen und studiert in Togo seit drei Jahren internationales Management.

Von einer Karriere als Model träumt sie nicht. „Ich möchte Journalistin werden“, sagte sie. Ihr liebste Freizeitbeschäftigung sei Lernen. Doch auch auf dem Fußballplatz kann sie sich sehen lassen. Mit Freundinnen spielt die Schönheitskönigin regelmäßig Fußball. Mit Konkurrenz muß jedoch auch eine „Miss WM“ leben. Denn parallel zur WM organisiert ein anderes Komitee im Internet die Wahl zur „Miss World Cup“.

Auch Kandidatinnen aus Saudi-Arabien und Iran

„Die Dame aus Togo hat mich gleich vom Stuhl gehauen“, sagte Walter Eschweiler (70). Der frühere WM-Schiedsrichter saß neben anderen Prominenten in der Jury. So wie die Fußballer Karlheinz Förster (47), Mario Basler (35) und Horst Heldt (36) achtete Eschweiler nicht auf die Nationalität der Frauen. „Ausstrahlung und Schönheit sind wichtig“, sagte der 70jährige. „Es war kein Problem, Teilnehmerinnen für diese Wahl zu finden“, meinte Organisator Horst Klemmer (69). „Es haben sich mehr als 1500 Frauen aus der ganzen Welt gemeldet.“

Die Kandidatinnen mußten in dem Land, das sie vertraten, geboren sein oder die entsprechende Staatsangehörigkeit nachweisen. Selbst aus muslimischen Staaten wie Saudi-Arabien und Iran habe es genügend Kandidatinnen gegeben, sagte Klemmer. Um Konflikte zu vermeiden, wurde der Durchgang im Badeanzug entschärft. Die Frauen trugen über dem Badeanzug kurze Röcke. „Wir wollten mit dieser Wahl ein Zeichen setzen“, sagte Klemmer. Dies sei gelungen. Die Schönheitskönigin aus Amerika habe sich schon vor der Wahl mit der Vertreterin aus dem Iran angefreundet.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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