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Fernsehspiele Die WM-Stars stehen im Studio

05.04.2006 ·  Jahrhundert-Fußballer Pele kommt im ZDF zu Wort, Franz Beckenbauer sowieso. „Waldi“ bekommt in der ARD gelegentlich Besuch von „Harry“. Und Gerhard Delling will Günter Netzer im Falle des deutschen Titelgewinns das Du anbieten.

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Beim größten deutschen Sportereignis wollen ARD und ZDF die Fans umfassend und großflächig informieren, die Fußball-WM aber nicht „totsenden“. „Vier Wochen Fußball, das ist Hardcore, deshalb werden wir sorgsam dosieren. Es soll dem Zuschauer Spaß machen, er erwartet von uns ein faires, klares, aber auch kritisches Urteil“, sagte ZDF-WM-Direktor Nikolaus Brender bei der Präsentation der öffentlich-rechtlichen Sender in Hamburg.

Dennoch ist der Aufwand der beiden konkurrierenden Sender, die im technischen Bereich zusammenarbeiten werden, enorm. Beide Anstalten haben ca. 350 Mitarbeiter im Einsatz, vom Kabelträger bis zu Topstars wie Franz Beckenbauer, der an jedem ZDF-Sendetag „im Zweiten“ zu Wort kommen soll, und Jahrhundert-Fußballer Pele, der als „Special Guest“ in Berlin mehrere Auftritte haben soll.

Bei WM-Sieg werden Delling und Netzer Duzfreunde

Für die ARD werden Reinhold Beckmann, der auch für das Endspiel vorgesehen ist, Steffen Simon und Gerd Gottlob als Live-Reporter im Einsatz sein. Bela Rethy, der Reporter des Eröffungsspiels Deutschland gegen Costa Rica in München (9. Juni), Thomas Wark und Wolf-Dieter Poschmann kommentieren die Partien für das ZDF live. „Unabhängig von diesen großen Namen wollen wir dieses Fußball-Fest intensiv begleiten, aber nicht uns selbst ins Szene setzen“, erklärte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz.

Die ARD setzt bei den Spielen der deutschen Nationalmannschaft auf das bewährte Duo Gerhard Delling und Günter Netzer. Das Tandem, das die gesiezte Distanz seit Jahren pflegt, will sich im Falle des Titelgewinns für die Gastgeber sogar das Du anbieten - „zumindest für den Finaltag“, wie NDR-Moderator Delling mit einem Augenzwickern einschränkte.

Waldi mal mit Harry, mal ohne

In der ARD ist beim Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann in Monika Lierhaus erstmals eine Frau vor Ort am Zug, ein Fakt, der für die routinierte Sportschau-Moderatorin belanglos ist: „Unabhängig vom Geschlecht ist der Anspruch an mich, daß nach den deutschen Spielen möglichst wenige Fragen offenbleiben.“ Beim ZDF übernimmt Michael Steinbrecher diesen Part.

Das Ziel, die Fußball-Fans nach einem langen Fernsehtag in der ARD eine halbe Stunde gepflegt zu unterhalten, hat Waldemar Hartmann. Der Ur-Bayer empfängt in München zwischen 23.30 Uhr bis 24.00 Uhr regelmäßig Gäste, zu denen auch hin und wieder Entertainer Harald Schmid gehören wird. „Waldi und Harry aus Turin war etwas Einmaliges, das man bei einer Fußball-WM so nicht wiederholen kann, da fehlt der Glanz der Goldmedaillengewinner“, äußerte Hartmann.

Radio ist das Begleitmedium

Anders als bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland wird es keine eigene WM-Radiowelle geben. Stattdessen werden von fünf Uhr morgens bis zwei Uhr nachts allen 62 öffentlich-rechtlichen Hörfunkwellen vom federführenden WDR Informationen angeboten, die sie nach Belieben nutzen können. „Radio ist das Begleitmedium, das man überall mit hinnehmen kann. Diese Chance wollen wir nutzen“, sagte dazu Hörfunk-Teamchefin Sabine Töpperwien.

Quelle: FAZ.NET mit Material von sid
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