12.07.2006 · Jürgen Klinsmann geht, Joachim Löw übernimmt: Nach dem Wechsel auf dem Bundestrainer-Posten haben Nationalspieler und Fußball-Experten mit Bedauern reagiert. Die Bundesliga sagte Löw ihre volle Unterstützung zu.
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...hat der Herr Klinsmann.
Obwohl das deutsche Fussballvolk es verdient haette, ist ebenso klar, dass die Doppelmoral von Seiten des Verbands und noch mehr von Seiten all der selbstsuechtigen Kritiker ein normales Arbeiten in diesem Land schlichtweg unmoeglich macht.
Selbst wenn dies tendentiell ueberall so sein sollte, nirgends ist man als Entrepreneur derart zum Abschuss freigegeben, wie in Deutschland - der Neid ist Teil der Mentalitaet und Ursprung des deutschen Mittelmasses. Im prestigetraechtigen Fussball trifft man ergo unter den Kritikern Klinsmanns nur Kandidaten fuer die Couch oder fuer die Boulevardpresse.
Wir koennen nur hoffen, dass der DFB den wahren Wert von Klinsmann's Leistung erkannt hat und einen Bundestrainer Loew besser schuetzt, als er es bei Klinsmann vermochte bzw. wollte.
Es ist Klinsmann hoch anzurechnen, daß er die wahren Gründe nicht anspricht, nämlich die Heuchelei fast jedes Bedenkenträgers im deutschen Fußball, die ihm in den vergangenen Tagen in den Hintern gekrochen sind. Und könnte jemand dem Franz Beckenbauer endlich mal Interview-Verbot geben? Der Mann ist nur noch peinlich. Ich gehe jede Wette ein, daß der während der gesamten WM wie seine Spezies Hoeness, Maier und Rummenigge gehofft haben, Deutschland fliege früh raus, damit man Klinsmann endlich zum Abschuß freigibt. Aber was da gerade im vergangenen Jahr abgegangen ist, auch von Seiten der BILD, das hat Klinsmann bestimmt nicht vergessen. Der deutsche Fan übrigens auch nicht.
Wir alle sollten Jürgen Klinsmann zu seiner Entscheidung gratulieren. Sie zeigt einmal mehr, dass er nicht mit dem Strom schwimmt, sondern unbeirrt seinen eigenen Weg geht. Bewundernswert! Dieser sicher sehr steinige Weg hat uns schließlich wochenlang in Hochstimmung versetzt.
Einige dieser wendehalsigen Kommentare aus der Vereins-und Verbandsecke verursachen nicht nur Übelkeit, sondern zeugen auch von großem Unverständnis über menschliche Beweggründe.
Danke Jürgen für eine unvergessliche Zeit und take care ...
Ich finde es schlimm, dass die ganzen Leute, die die Entscheidungen Klinsmanns in der Wohnsitzdebatte oder auch der Torwartfrage kritisiert haben nun nach der WM alle Klinsmann "nachtrauern". Klinsmanns Entscheidungen haben sich nun alle als gut herausgestellt und auf einmla lieben alle Klinsmann wieder. Ich kann es verstehen, dass er zurücktritt nach dieser Heuchelei seitens Wörns' oder Gerhard Mayer-Vorfelders. Klinsmann hat auch jetzt wieder eine richtige Entscheidung getroffen; zu kündigen. Ihm wirde übel mitgespielt und wenn die Leistung mal wieder nicht stimmen würde, wäre er wieder der Buhmann der Nation. Aber trotzdem gut das Löw weitermacht, Kontakt mit Klinsmann hält und den Kurs fortführt, der wirklich atemberaubend war!