10.06.2006 · Deutschlands Nationalteam hat auch beim Auftakt zur WM die erschreckende Defensivschwäche nicht abschütteln können, die zu einem Kennzeichen der Klinsmann-Ära geworden ist. Auf die Stürmer wartet viel Arbeit. Ein Kommentar von Cai Tore Philippsen.
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Die Analyse ist eine (recht objektive) Analyse. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn die Kommentatoren ihre und anderer Fußballfans Freude am Sieg dadurch eingeschränkt sehen, dass ein Sportjounalist seine Auffassung darlegt, so denke ich, sollten sie nicht über Miesepeterei urteilen. Ich sehe eher einen Mangel an Konstruktivismus in dem Artikel, vielleicht auch schon erahnend vom Autor, dass es ein paar faz.net-Leser gibt, die es nicht sein lassen können, den "Deutschen", als klassischen emotionslosen Neutrum abzustempeln. Anders verlaufen aber Analysen nun nicht und wem das nicht passt, der kann auch zu bunteren Blättern greifen. Ich konnte gestern wunderbar feiern und freue mich auf jede gute Analyse. Nebenbei, Kritik unter Freunden ist doch förderlich, in diesem Sinne noch eine fröhliche WM!
Vor 4 Jahren war eines völlig klar, kassieren wir 1 Tor gehts mit dem Flieger heim. Das Spiel war unattraktiv, langweilig und absolut nicht mitreißend. Die Mannschaft hatte kaum Potential ein Spiel zu drehen, geschweige denn überhaupt Tore zu schießen.
Heute besteht ein Risiko darin zuviele Tore zu kassieren, aber wir haben das Potential vorne Tore zu schießen und sogar einen Rückstand wieder umzudrehen, wieder ins Spiel zu kommen. Unsere Mannschaft reißt was, sie macht das Spiel breit, schießt Traumtore und das allerbeste es macht nen Mordsspaß zu zusehen.
Letztendlich können wir mit dem heutigen Risiko viel besser leben als mit dem vor 4 Jahren. Und wenn wir früh rausfliegen wenigstens erhobenen Hauptes.
CTI - drei Buchstaben die der echte Fan in nächster Zukunft hoffentlich nicht allzu häufig zu sehen bekommt. CTI reiht sich nahtlos in die Garde der typischen Unken ein, vermutlich, damit er nachher sagen kann: "Ich hab's ja schon immer gewußt!" Solche Kommentare brauchen wir nicht, schongarnicht, wenn das Spiel als Gesamtes betrachtet durchaus ansehnlich war.
CTI? Hoffentlich erst wieder nach dem Endspiel.
4 Tore, Sieg, 3 Punkte und Gruppenführung! Weiter so. Selbstverständlich wurden auch Fehler gemacht, dass wissen Spieler und Trainer selbst am besten. Zur Fehleranalyse bedarf es eben nicht der notorischen Miesmacher in Rundfunk und Presse. Sich an sämtlichen Schwachpunkten des Spiels genüsslich weidend, vergessen diese sogenannten Experten das Wichtigste: Die Stärken dieser Elf.
Die anderen haben es verstanden: „Super Express“ (Polen): „Die Deutschen spielten überhaupt nicht deutsch. Die unglaubliche Wucht und Finesse im Angriff und der sorglose Hurra-Stil in der Defensive passten gar nicht zu ihnen."
mediales Herdenverhalten und Inquisition
Belustigend finde ich das mediale Herdenverhalten. Der negative Trend wird von kommentierenden Fatalisten im TV gesetzt und alle Schreiberlinge springen reflexionslos auf. In den Analysen wird von den Herren Klopp & co 90% über 2 Szenen referiert, anstatt sich über die vielen Torchancen und guten Spielzuge zu freuen.
Millionen feiernde Deutsche haben - welche in Glueck - ein anderes Spiel gesehen als die journalistische Inquisition.
Es lebe die Begeisterung die gestern nach dem Spiel dieses Land erfasst hat und überall in den Strassen zu spueren war. Ihr Inquisitoren geht zum Schreiben zurueck in eure dunklen, tristen Stuben und tippt apathisch weiter. Ich kann und will es nicht mehr lesen.
Spaß am Offensivfußball mit Gegentoren
kann man haben, why not.
Nur, er kann verdammt schnell vorbei sein :-)
Wie hätte es die deutsche Presse denn gerne: Ein "tolles" 1:0 im klassischen Sicherheitsmauerstil? Nie war die Distanz zwischen vielen Fans und den Sport-Experten in den Medien größer: die einen freuen sich, dass endlich wieder einmal fröhlich und offensiv mit Toren gespielt wird, die anderen verbeißen sich in die Schwachpunkte und menetekeln über mögliche und reale Zwiste. Vielleicht reicht das alles ja nicht zum Finale, aber es ist erfrischender Fußball. Warum sind wir bloß oft so freudlose Nörgler!
Gegen alle Kommentare meiner Vorgänger bin absolut skeptisch, skeptischer gehts gar nicht.
Falls unsere Kicker im 8telfinale auf Argentinien oder Holland treffen, wäre es mehr als ein Wunder, wenn sie das überstehen würden. Ich bin mir nicht mal sicher, ob wir dieses Achtelfinale ohne Zittern erreichen werdn.
Der Gegner gestern hiess Costa Rica; 11 hochsympathische Jungs und tolle Fans--- aber eben Costa Rica.
Fußball ist ein Spiel. Und ein Kampf. Und Klinsmann bringt zurück, was vor ihm lange niemandem gelungen ist: Kampfgeist und Spielfreude. Dass auch andere Nationen Fußball spielen können, hat sich herumgesprochen. Und was ist so schlimm daran, gegen den besseren zu verlieren? Klinsmann setzt auf junge Spieler und gibt ihnen Motivation. Habe ich zuletzt bei der WM 90 gesehen.
Die Treppe hinauf zum Fussball Himmel hat noch viele Stufen.Denken schadet nicht
Ueber manche Leserkommentare kann ich mich nur wundern.Natuerlich freut man sich ueber den Sieg,ueber die 4 Tore.
Aber bei einer WM geht es nicht um ein einzelnes Spiel.
Die Mannschaft hat die erste Stufe auf der Treppe zum VM-Titel erreicht.Da muss man-vor allen eine Zeitung- es auch analysieren,wie man das erreicht hat.Nur so kann man sich daranmachen die naechste Stufe auch zu erreichen.Die Treppe bis zum erreichen des Titels Weltmeister 2006 hat noch viele Stufen.
Das ist ganz sicher,oder?
Die Journalisten spielen zwar nicht mit,aber sie haben auch eine aufgabe dabei:die Ereignisse zu kommentieren und zu analysieren,wie gesagt.
Das hat mit Noergelei nichts zu tun.
Und eine Analyse hindert doch niemand daran,sich ueber das Spiel zu freuen.
Die Akteure koennen sich zwar auch freuen-das sollen sie auch,denn das macht optimistisch,das hebt die Stimmung und macht Lust nach noch mehr - aber sie muessen vor allem sich auf die naechste Aufgabe vorbereiten.
Erst wenn sie den Titel Fussballweiltmeister 2006 gewonnen haben,koennen sie und duerfen sie feiern,wie Weltmeister...
Bis dahin koennen Journalisten sich nicht nur freuen ueber ein Spiel.
Snst koennte man ja es bei dem Zitat bewenden lassen;nun,siegt mal schoen!
Warum macht die Presse zur Zeit das deutsche Spiel so schlecht? Das 1:1 war ein Fehler im Mittelfeld, der mit daran Schuld trug, dass die Abwehr so unter Druck geriet. Das Abseitstor zum 3:2 war eigentlich komplett richtig, ausser eben auch einem unnötigen Verlust im Mittelfeld und zu langsamen Umschaltens der _gesamten_ Mannschaft nach hinten. Ich finde die Abwehr gar nicht so schlecht, wie es gestern dargestellt wurde, und der Sturm haut das ja raus.
Desweiteren empfinde ich dieses Pseudohafte Aufgebausche von angeblichen Zerwürfnissen zwischen Ballack und Klinsmann für äusserst unpassend, ja geradezu unsportlich. Denken sie nicht, dass die beiden die ganze Zeit miteinander sprechen? Hallo? Die hocken alle im gleichen Hotel, _leben_ zusammen, da wird viel und intensiv miteinander gesprochen. Denkt die Presse, dass sie tatsächlich alles mitbekommt? Wieso ist das Volk fast durchweg positiv gestimmt, während die Presse alles versucht, das schlecht zu reden? Was soll das? Kann die Presse nicht mit positiven Deutschen umgehen? Muss da wieder das "Aber" stehen? Was passiert, wenn wir Weltmeister werden? "Wir sind Weltmeister! - Aber haben 3 Gegentore bekommen" ?
Jeder Redakteur, der zur Zeit solch Kommentare wie hier schreibt, sollte mal offenen Auges und Herzens durch die Stadt laufen. Ich habe solch positive Atmosphäre und Stimmung noch nie erlebt. Warum wird versucht das mieszumachen? Kommt raus aus Euren Löchern und freut Euch! Wir werden Weltmeister! ;)
Also ich finde es albern, immer wieder die Abwehrleistung der deutschen Mannschaft bei der WM 2002 als Maßstab heranzuziehen. Gut, ein Gegentor bis ins Finale. Schaut man sich aber den Turnierverlauf damals an, relativiert sich dieses Bild deutlich. Das deutsche Team traf damals bis zum Halbfinale auf keine wirkliche Offensivmannschaft, deren Stil auf das Toreschießen ausgelegt war. Südkorea war unverdient im Halbfinale und schon lange am Ende seiner Kräfte, um dem deutschen Team wirklich den Finalplatz streitig machen zu können. Die erste Spitzenmannschaft, auf die wir trafen, war Brasilien und im Finale kam es dann eben auch - trotz der besten Turnierleistung unseres Teams - zu zwei Gegentoren.
Und Oli Kahn wurde nicht mal eben zufällig zum besten Spieler (!) des Turniers gewählt, sondern weil die ach so tolle Abwehrreihe gegen keineswegs überragende Offensivkräfte der Gegner eine Vielzahl von Großchancen zuließ. Das hat damals aber niemanden gestört, weil die Kahn-Mania zu einem Selbstläufer wurde. Also bitte schön, die (fehlenden) Defensivqualitäten der deutschen Mannschaft als das prägende Resultat nach zwei Jahren Klinsmann herauszustellen, ist nicht nur ungerecht, sondern auch sachlich falsch.
Vielleicht mag der Herr Kommentator doch mal einen Vergleich zum Team 2004 bei der EM in Portugal bemühen? Dort hatten wir in der Vorrunde drei Gegentore, aber nur zwei geschossen. Das Ergebnis kennt jeder.
Ich sage: Danke Klinsmann - Pro Offensiv!
Wer sagt denn eigentlich, daß Polen und Ecuador besser sind als die Ticos. Was die beiden Teams am Abend leisteten, hat mich nicht im geringsten so erfreut wie der deutsche Hurra-Fußball.
Gute Unterhaltung hat mit Toren zu tun, und die haben wir gesehen. Und auch wenn Wanchope langsam ist, so ist er doch ein guter Spieler und hat ein gutes Auge. Es ist auch sein Verdienst, daß er zwei Tore erzielte, nicht nur die Schwäche der deutschen Abwehr.
Bitte keine weiteren Negativreflexe nach Fußballfesten.
Als im Ausland lebender Deutscher schlackern mir immer wieder die Ohren ob der extremen Negativ-Berichterstattung in den deutschen Medien, vor allem, wenn es um uns selbst geht. Es war ein mitreissendes Spiel, es gab vier herrliche Tore. Wann hat man das zuletzt vom deutschen Team gesehen? Gut, es gab auch
zwei Gegentore, aber so ein Spiel ist doch allemal besser
als ein 1:0, das mit Sicherheitstaktik ueber 90 Minuten
nach Hause gewuergt wird. Weiter so, Herr Klinsmann! Und: kann man sich nicht einfach mal ueber ein schoenes Spiel freuen, als wieder verzweifelt zu versuchen, irgendwelche Haare in der Suppe zu finden??
Freude an Toren! Ein 0:0 ist doch langweilig.
Geehrter Kommentator,
warum erfreuen Sie sich nicht an Toren? Lassen Sie uns doch gemeinsam 6 Tore feiern!
Es ist doch fast völlig gleichgültig, wer sie schießt. Im Confed-Cup haben wir Deu - Austr. 4:3 im Stadion erlebt. Das war ein Spiel! Wie langweilig wirken da diese sicherheitsorientierten stabilen Abwehrreihen! Mein Gott! Warum sehen wir denn Fußball? Bestimmt nicht, um ein taktisch hochinteressantes 0:0 oder 1:0 zu erleben. Das kann mein Herz nicht erwärmen Ich will auch keinen stabilitätsfördernden Ballack sehen. Ich will Tore sehen. Ich will mich aufregen und ich will mich freuen.
Probleme hat Costa Rica in der Abwehr. Nicht Deutschland! Deutschland hat dann Probleme, wenn die Stürmer nicht mehr treffen. Das war auch schon einmal der Fall. Jetzt treffen sie.
In unserem Verein, der 11 Fußballmannschaften hat, bringen wir unseren Kindern zuerst bei, Tore zu schießen und nach vorne zu spielen. Wenn wir beginnen müssten, uns darauf zu konzentrieren, den anderen das Toreschießen zu verhindern, dann hören wir auf. Leuchtende Kinderaugen entstehen nach Toren, nicht nach einem 0:0 oder 1:0 Endstand.
Aus einer starken Abwehrleistung heraus Tore zu schießen können Sie gerne im italienischen Fußballsumpf erleben. Bleiben Sie uns damit vom Halse und fahren Sie alleine dort hin oder - noch besser - nehmen Sie alle so genannten Kritiker doch gleich mit. Erfreut Euch dort an stabilen Abwehrreihen! Genießt sie doch!
Wir wollen Tore sehen, wir wollen Tore sehen.
Wo bleibt Ihre Begeisterung am Fußball?
Sicher, es gab einige Schwächen. Aber es war das Eröffnungsspiel in dem auch immer eine Menge Nervosität im Spiel ist. Unsere Mannschaft hat es trotzdem geschafft einen klaren und nie gefährdeten Sieg herauszuspielen. Meiner Ansicht nach eine tolle Leistung.
Im Übrigen kann ich dieses ständige nörgeln nicht mehr ertragen. Sie mögen vielleicht keine Freude am Spiel unserer Mannschaft haben oder Sie können von der Gewohnheit, alles schlecht reden zu müssen, nicht ablassen, aber versuchen sie doch wenigstens auch einmal einen Blick auf die postiven Dinge zu werfen.
In Ihrem Kommentar hätten Sie meiner Ansicht nach von der immensen Begeisterung schreiben können, die das Spiel unserer Mannschaft in der Bevölkerung ausgelöst hat. Endlich ist soweit, das Ereignis, auf dass wir alle so lange gewartet haben, dass von so vielen Leuten so lange schlecht geredet wurde, ist endlich eingetroffen. Unsere Mannschaft hat es geschafft mit dieser Begeisterung im Rücken ein tolles Angriffsspiel aufzuziehen. Zum ersten mal in der Geschichte der Weltmeisterschaften konnte eine deutsche Mannschaft ein Eröffnungsspiel gewinnen!!!! ( Ich meine wirkliche Eröffnungsspiele und nicht die ersten Spiele einer deutschen Mannschaft bei einer WM ). Ich finde, das ist ein toller Auftakt.
Die Zeit des Nörgelns ist vorbei. Die Begeisterung am Fußball hat unser Land und unsere Bevölkerung erreicht.
Bleibt nur zu hoffen, dass Sie auch endlich Einzug in die Redaktion der faz erhält!!!