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Deutschland einig Feierland Großartige Leistung, unglaubliche Begeisterung

 ·  Die Defensive stabil, der Angriff furios, die Fans überwältigend: Mit einem großartigen Fußballspiel hat sich die deutsche Mannschaft einen Platz im Kreis der WM-Favoriten erkämpft und das ganze Land begeistert. Ein Kommentar.

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Rolf H. Kaiser
Rolf H. Kaiser (RHK11) - 16.06.2006 15:20 Uhr

Vorsicht, Medienwelt!

Dieser Kommentar reiht sich in eine Kette ähnlicher Beiträge ein. Bitte auf den Boden bleiben! "Das ganze Land" sei begeistert: selbst bei etwas über 20 Millionnen Fernsehbetrachtern sitzt gerade mal ein Viertel der Bevölkerung vor der Mattscheibe. "Überall ein Fahnenmeer, an Häusern und Autos": eine Stichprobe in meiner Region (Südhessen) zeigt, dass von 100 Autos etwa zwei eine Fahne führen, von 100 Häusern bei etwa einem Haus eine deutsche Fahne weht. "Fans aus dem Häuschen" verkündet eine Ortszeitung: im Bericht wird von "mehreren Hunderten" an verschiedenen Lokalitäten geschrieben. Die Stadt Darmstadt hat allerdings rund 140000 Einwohner. Wenn nur 5 Prozent "aus dem Häuschen" gewesen wären, müssten 7000 Menschen anstattt "einige Hunderte" ihre Freude öffentlich werden lassen. Diese Aufzählung könnte mühelos fortgesetzt werden. Voran das Fernsehen, aber auch die Druckmedien geraten in Gefahr, die Eindrücke innerhalb ihres sehr begrenzten Weltausschnitts zum Maßstab aller Dinge zu nehmen. Sozusagen eine Art Selbstrausch, getragen von glücklichen, zufälligen Spielergebnissen auf dem grünen Rasen!

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hans meier
hans meier (docspike) - 16.06.2006 11:45 Uhr

Lieber Herr Matissik

wann immer Sie diesen "Stundensatz" errechnen sollten Sie vielleicht berücksichtigen, daß es beim Profisport auch primär darauf an kommt das zahlende (ob durch Eintritt oder den Konsum gesponserter Artikel) Publikum zu erfreuen. Und wem diese gar nicht so einfache Aufgabe im Ausmaß wie an diesem Abend gelingt hat sicherlich einen außergewöhnlichen Stundensatz verdient. Ob Profisport insgesamt überbezahlt und zu sehr ein Geschäft geworden ist steht dabei auf einem anderen Blatt.

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HobbitI (HobbitI) - 16.06.2006 10:14 Uhr

quo vadis, Deutschland?

Mir ist es nicht verständlich, wie Redakteure einen extrem subjektiven und emotionalen Kommentar auf faz.net zulassen können.
Da bin ich froh, dass Herr Dünger (NH4NO3) wenigestens irgendeine Kirtik gleich als erstes verfasst hat. Möge Kritik also fruchtbar sein und die Menschen wieder zum nachdenken bewegen -z.B. über folgende Frage: Es gibt so viele fantastische Konzepte und vor allem (geistige) Errungenschaften, die auf deutschen Boden erdacht wurden, wieso bedarf es einer WM2006, um überschwenglich, begeistert und patriotisch zu werden?

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gisbert heimes

Gute Laune

- in Deutschland! Das hat doch was :-)

Also, die gute Laune ist einfach nur gut.

Was die Mannschaft so spielt, na ja, man wird sehen, 'wenn es gegen stärkere Gegner geht'. Wobei die auch noch keine Bäume ausgerissen haben. Die stärksten waren bisher Argentinien und Elfenbeinküste. Die hatten beide echt Druck in ihrem Spiel.

Gut bisher: Lahm, Mertesacker, Metzelder, Schneider, Frings. Die Defensivkräfte! Lehmann mit kleinen Unaufmerksamkeiten, die keinen Schaden angerichtet haben. Schweini im Polenspiel immer matter. Ballack ohne Höhepunkte. Podolski kann mehr. Klose absolut gefährlich, aber noch glücklos. Ach ja, Friedrich; bei seinen Vorstößen im Polenspiel - der Ball war jedesmal weg. Die 'Neuen': Neuville kann ein Tor machen, wie gesehen. Odonkor kann rennen und flanken. Borowski fällt zumindest nicht ab gegenüber dem bisherigen Ballack.

Also, da ist noch Potential, fürs Spiel - und noch bessere Laune.

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NH4NO3 (NH4NO3) - 15.06.2006 21:26 Uhr

Eine Wahrheit? An Martin

Lieber Martin,

es hat keiner die Jubelbereitschaft der deutschen Fans angezweifelt. Aufgrund Ihres Beitrages kann mal aber wieder sehen, daß der deutsche Fan selbst bei Schmalspurkost, die die deutsche Nationalmannschaft am gestrigen Abend wieder einmal gezeigt hat, noch ausgelassen feiern kann. Hut ab, ich könnte das nicht. Für mich zählt Leistung, die ich allerdings gestern abend sehr vermißt habe. Oder haben Sie das Gefühl, daß die Leistung der Nationalmannschaft von gestern einen Gegenwert von 35714,29 Euro pro Spieler darstellt? Da müssen andere Leute ihr Geld schon schwerer verdienen.

P.S. Wie ich auf den Betrag von 35714,29 Euro komme? 250000 Euro Siegprämie für den WM-Titel pro Spieler. Geteilt durch die max. 7 Spiele, die zu spielen sind, ergo 35714,29 Euro pro Spiel, einen guten Stundensatz würde ich sowas nennen.

Mit freundlichem Gruß
NH4NO3

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hailan (hailan) - 15.06.2006 19:18 Uhr

eine Wahrheit


Entschuldigung!
Es tut mir Leid,dass ich hier an dieser Stelle allen Berufspessimisten auf die Füße treten muss....aber es ist an der Zeit dies zu tun.Ich möchte fast lauthals schreien:Was haben sie eigentlich gestern getan?Verdammtnochmal!Waren sie etwa nicht unter Menschen und haben sie diese Stimmung im Land etwa Verschlafen?Das darf doch wohl nicht Wahr sein!
Ich hatte das Glück mich gestern in Dortmund aufzuhalten,erst im Stadion und dann in der Stadt.Eine solche Stimmung habe ich noch nie erlebt.Desöfteren war ich schon bei Fußballspielen live im Westphalenstadion aber noch nie wurde ich so an die Täler und Gipfel der menschlichen Emotionen geführt.Und dann die Stimmung auf den Plätzen und in den Bars.Ich hatte das Gefühl ganz Deutschland hätte eine Welle erfasst.Tja da habe ich mich wohl geirrt!

Während wir endlich surfen gehen,schaut ihr uns nur zu....

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Jörn Henschel
Jörn Henschel (Tenjin) - 15.06.2006 15:12 Uhr

Großartig Leistung?

Ich möchte dem Kommentator nicht zu nahe treten, aber was bitte meint er mit "Steigerungspotential" von Argentinien, Brasilien und Holland? Vielleicht ist ihm entgangen, daß Serbien, Kroatien und die Elfenbeinküste doch ein etwas anderes Kaliber sind als Costa Rica und Polen?

Und Michael Ballack hat gestern (im Vergleich zu dem, was er zu leisten im Stande ist!) enttäuscht. Man kann Klinsmann nur gratulieren, daß er genau die richtigen Wechsel vorgenommen hat. Odonkor für Friedrich, Neuville für Podolski und Borowski für Schweinsteiger.

Zur rosaroten Brille gibt es nur zu erwähnen, daß ab dem Achtelfinale (England oder Schweden) hoffentlich die Chancenverwertung besser wird.

Also Daumen drücken, daß Lahm sich nicht verletzt und Ballack sich seine guten Leistungen für spätere Spiele aufgehoben hat, aber vielleicht holt er sich ja noch eine unnötige gelbe Karte gegen Ecuador und fehlt...

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Holger Klink

Süßer Met der Euphorie - und dann?

Kollektive Fußball-Duseligkeit liegt wenige Stunden nach Spielschluss über der Republik und eint die vor Freude taumelnden Gemüter. Glückwunsch an die beherzt auftretende DFB-Elf! Kein Wermutstropfen fließt in den süßen Met der Euphorie ein... Dennoch sollten sich allzu hoffnungsfrohe Zeitgenossen nicht dazu versteigen, apotheotische Hymnen auf eine knapp überdurchschnittliche Auswahl anzustimmen. Denn die an die heimische Tür pochende Realität lässt manchen Gelegenheitsbarden" vielleicht schneller verstummen als es ihm lieb ist... Der Lastminute-Erfolg über sich sperrig wehrende Polen bringt deutsche Entschlossenheit und nimmermüden Einsatzwillen zum Ausdruck - immerhin ein rechtzeitiger Abruf der sogenannten "deutsche Tugenden". Nicht mehr und nicht weniger. Diese allein werden im Achtelfinale nicht ausreichen, wenn ein anderes Kaliber als das primär in die Defensive gedrängte polnische Team zum Tanz bittet. Es sei denn, die Auswahl Paraguays zieht Schweden den Zahn und erreicht unerwartet die K.O.-Runde - deren bizarres sportliches Motto lautet nämlich: Passivität aus Leidenschaft... Doch sich dem Gedanken hinzugeben, daß ein roter Teppich augerollt wird, über den Klinsmanns Kicker relativ unbeschadet bis ins Finale schreiten - so wie Kahn & Co. 2002 in Japan und Südkorea - wäre völlig naiv.

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Karin Kreß
Karin Kreß (krekar) - 15.06.2006 13:16 Uhr

Und immer wieder Ballack

Ich denke, ich träume, wenn ich diese Kommentare bezüglich Herrn Ballacks lese!!!
"Kann die Mannschaft um den zurückgekehrten Michael Ballack dieses Niveau halten, wird sie noch weit in diesem Turnier kommen - vielleicht sogar nach Berlin."
Das Spiel gegen Costa Rica ist wohl schon Schnee von gestern. Hat da jemand Herrn Ballack vermisst?

Und weiter heißt es - auch da kann ich nur den Kopf schütteln:

Der Kapitän ist der lauteste Verfechter eines deutschen Stabilitätspaktes, seine Rückkehr hat dem deutschen Spiel die nötige Festigkeit gegeben, ohne daß die Geschwindigkeit abhanden gekommen wäre.

Hat man der Presse bzgl. Herrn Ballacks einen Maulkorb verpasst, weil man ein Idol nicht vom Sockel stoßen darf?

Ich meine, Ehre wem Ehre gebührt, aber diese überzogenen Kommentare zu den LEISTUNGEN eines Herrn Ballack kann ich nicht nachvollziehen.

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Erhard Holler

Spielfreude+Teamgeist statt Rasenschach+Egotrips!

Für mich die beste deutsche Nationalmannschaft seit 1974 (kann mich noch gut an das Endspiel 74 erinnern, als ich 7 war): Statt Starallüren diverser "Führungsspieler" und unsäglichem Sicherheitsfußball ("Bloß keinen reinkriegen!")ein sympathisches, junges, spielfreudiges und technisch versiertes Team, das diesen Namen wirklich verdient! Danke, Jürgen Klinsmann!

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lothar kempf
lothar kempf (wilkem) - 15.06.2006 09:46 Uhr

Maßstab aller Fussballkunst

Gestriges Spiel ist der Maßstab für alle Favoriten der WM. Dieses Tempo und hohe Niveau 90 Minuten vorgeben zu können ist weltweisterlich!

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Roland Popp
Roland Popp (Roteur) - 15.06.2006 09:14 Uhr

Mentale Stärke

Es dürfte für Klinsmann wohl eine der wichtigsten Erkenntnisse sein, dass diese Manschaft mentale Stärke gezeigt hat und trotz vergebener Chancen und etwas Pech an den "Latschen" sich immer wieder von neuem aufgerappelt hat. Die Mannschaft hat sich und die Zuschauer nach vorne gezogen.

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ciupi (ciupi) - 15.06.2006 07:36 Uhr

Spannung und Tor!

Gestern haben die Polen mit dem Strang auf dem Hals. Deshalb muessten die Deutsche Mannschaft viel besser als gegen Costa Rica spielen. Spielte die Mannschaft besser mit Ballack oder nicht? Es ist schwer zu sagen. Mit him gibt's mehrere Stabilitaet, ohne hin gibt's wenige Geschwindigkeit. Gegen die Polen brauchte die Junge Staerke, Festigkeit. Gegen Ecuador wird die Mannschaft andere Qualitaeten muessen zeigt. Eine andere Frage fuer den Klinsi: Podolski oder Neuville? Poldi verpatzen zu viel, Neuville hat alles gerettet. Es freut mich dass ENDE GUT, ALLES GUT.

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NH4NO3 (NH4NO3) - 15.06.2006 03:52 Uhr

Großartige Leistung? Wo???

Habe ich ein anderes Fußballspiel gesehen oder sprechen wir von demselben Deutschland gegen Polen im Westfalenstadion in Dortmund am 14.06.06 um 21 Uhr? Ein Michael Ballack, der mir nur einmal aufgrund einer gelben Karte und einem Lattenschuß (na ja) aufgefallen ist, ein Sebastian Schweinsteiger - Totalausfall, ein recht passabler Miroslav Klose, der Rest unteres Mittelmaß, meiner Meinung nach fast gleichzusetzen mit Manni Burgsmüllers "Helden der Kreisklasse" (FC. Hacheney), Fehlpässe im Mittelfeld ohne Ende, harmlose Abschlüsse...Für mich ist unsere deutsche Nationalmannschaft leider nicht mehr das Eintrittsgeld wert, man kann seine Freizeit auch sinnvoller nutzen als sich für knappe 2 Stunden ins Stadion oder vor den Fernseher zu setzen. Mein Fazit: Es bedarf eines Gegners, der nur noch 10 Mann auf dem Feld hat, damit unsere Mannschaft mit Mühe und Not siegen kann.
Diese Spielweise der deutschen Nationalmannschaft kann und darf man einfach nicht mehr schön reden. Auch dann nicht, wenn wir durch diesen Sieg das Achtelfinale erreicht haben.

Mit freundlichem Gruß
NH4NO3

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Jahrgang 1970, Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET.

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