23.01.2009 · Die ehemaligen Weltmeister Spanien und Russland müssen bei der Handball-WM in der Trostrunde spielen. Olympiasieger Frankreich, Gastgeber Kroatien und Europameister Dänemark starten dagegen wie Weltmeister Deutschland mit 4:0 Punkten in die Hauptrunde.
Spanien und Russland sind die großen Verlierer bei der Handball-WM in Kroatien. Die beiden ehemaligen Weltmeister scheiterten bereits in der Vorrunde und müssen nun im unbedeutenden „President's Cup“ um die Plätze 13 bis 24 spielen. Dagegen rettete sich Serbien so eben noch in die Hauptrunde.
Zunächst hatte sich am Donnerstag Mazedonien den letzten freien Hauptrundenplatz in der deutschen Gruppe C gesichert. Das Überraschungs-Team bezwang zum Vorrundenabschluss Russland mit 36:30 (15:14) und verdrängte den Olympiasieger von Sydney aus den Top drei. Bei ihrer zuvor einzigen WM-Teilnahme hatten die Mazedonier vor zehn Jahren in Ägypten nur den 18. Platz belegt. Vor rund 4500 Zuschauern in Varazdin war Mazedoniens Torjäger Kiril Lazarow mit 13 Treffern einmal mehr der überragende Akteur. Die Russen hatten im 13-fachen Torschützen Konstantin Igropulo ihren besten Spieler.
Ein Ergebnis, das Deutschland zugute kommt
Für die deutsche Mannschaft war der mazedonische Coup eine gute Nachricht, denn nur die Vorrunden-Ergebnisse gegen ebenfalls qualifizierte Mannschaften werden mit in die Hauptrunde genommen. Deutschland hatte beim 26:26 gegen Russland zum WM-Auftakt einen Punktverlust erlitten, der jetzt aus der Hauptrundenbilanz gestrichen wird. Stattdessen zählt das 33:23 gegen Mazedonien (Siehe: Handball-WM: Deutsches Team mit Maximalpunktzahl).
In der Gruppe C hatte sich neben Titelverteidiger Deutschland auch der WM-Zweite Polen bereits vorzeitig für die Hauptrunde in Zadar qualifiziert. Dort sind die ersten Drei der Gruppe D, Europameister Dänemark, Norwegen und Serbien die nächsten Gegner. Die Serben gewannen ihr letztes Vorrundenspiel in Porec gegen Saudi-Arabien mit 38:29 (21:13). Brasilien verpasste die Hauptrunde durch eine 22:25 (6:13)-Niederlage gegen Ägypten. Den Gruppensieg sicherte sich Dänemark durch ein 32:28 (16:14) im Skandinavien-Duell gegen Norwegen.
Olympiasieger Frankreich souverän
In der zweiten Hauptrundengruppe in Zagreb spielen Olympiasieger Frankreich, Ungarn und die Slowakei aus der Gruppe A sowie Gastgeber Kroatien, Schweden und Südkorea aus der Gruppe B um den Einzug ins Halbfinale.
In der Gruppe A in Osijek hatte sich die Slowakei im entscheidenden Spiel am Nachmittag mit 28:23 (12:13) gegen Rumänien durchgesetzt. Souverän hat Frankreich die Vorrunde gemeistert. Der Olympiasieger gewann zum Abschluss mit 27:22 (13:8) gegen Ungarn und feierte damit seinen fünften Sieg im fünften Spiel.
Spanien scheitert an Südkorea
Spanien, 2005 noch Weltmeister und 2008 Olympia-Dritter in Peking, verlor einen Tag nach dem 22:32-Debakel gegen Gastgeber Kroatien in Split gegen Südkorea mit 23:24 (15:14) und verpasste den Einzug in die Hauptrunde. Die Asiaten dagegen bleiben als Dritter der Vorrundengruppe B wie der EM-Zweite Kroatien und Schweden weiter im Titelrennen. Gruppensieger wurde Kroatien durch einen 30:26 (14:13)-Erfolg gegen Schweden.
In einem Spiel am unteren Rand der Leistungsdichte schlug Argentinien die völlig überforderten Australier in der Gruppe A mit 36:16 (15:8). Seinen ersten Sieg feierte auch Kuba in Gruppe B mit 26:23 (12:9) im Duell der bislang Punktlosen gegen Kuwait.