20.01.2009 · Nach einem starken Auftritt gegen Spanien ist Schweden zu den Favoriten bei der Handball-WM zu zählen. Zuvor hatte Polen bei der Weltmeisterschaft in Kroatien gegen Mazedonien überraschend die erste Niederlage hinnehmen müssen.
Die Favoriten Frankreich in Gruppe A und Kroatien in Gruppe B sowie Geheimfavorit Schweden (ebenfalls B) haben bei der Handball-Weltmeisterschaft in Kroatien nach jeweils drei Siegen als erste Teams die Hauptrunde erreicht.
Olympiasieger Frankreich setzte sich in Osijek in einem Spiel, das einer besseren Trainingseinheit glich, gegen Australien 42:11 (20:3) durch und ist nach drei Siegen aus drei Spielen nicht mehr von einem der ersten drei Plätze der Gruppe A zu verdrängen. Zuvor hatten sich Ungarn und die Slowakei 24:24 (12:6) getrennt, wodurch beide Teams mit je 5:1 Punkten ihre gute Ausgangsposition wahrten.
Schweden überfordern die Spanier phasenweise
Die Kroaten um Regisseur Ivano Balic machten ihr umjubeltes Weiterkommen in der Gruppe B durch einen 41:20 (20:9)-Erfolg über Kuba perfekt. Immer mehr zu einem Medaillenkandidaten entwickelt sich in Split der viermalige Weltmeister Schweden mit dem Trainerduo Ola Lindgren und Staffan Olsson. Gegen den zuvor überzeugenden Dritten der Olympischen Spiele, Spanien, setzten sich die Skandinavier 34:30 (19:13) durch.
Dabei überforderten die Skandinavier die Spanier um ihren Star Iker Romero phasenweise durch schnelles und technisch anspruchsvolles Spiel. Überragende Akteur auf Seiten der Schweden war Dalibor Doder mit elf Toren und der junge, 21 Jahre alte Torhüter Johan Sjöstrand. Ebenso wie die Kroaten haben die Schweden nun 6:0 Punkte auf dem Konto. Zum ersten Sieg war zuvor Südkorea mit 34:19 (15:9) über Kuwait gekommen.
Dänemark und Norwegen siegen
In der deutschen Gruppe C kassierte Vize-Weltmeister Polen mit 29:30 (15:16) eine überraschende Niederlage gegen Mazedonien und musste die Tabellenführung mit nun 4:2 Punkten der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (5:1) überlassen, die 32:20 (16:10) gegen Algerien gewann (siehe: 32:20 gegen Algerien: Als Tabellenführer in den Ruhetag). Im dritten Spiel des Tages in Varazdin bezwang Russland nach einer überzeugenden Vorstellung Tunesien mit 36:31 (16:11), und hat sich mit nun 3:3 Punkten in der tabelle an den Nordafrikanern (2:4) vorbeigeschoben.
In der Gruppe D in Porec sind Europameister Dänemark und Norwegen nach je drei Siegen so gut wie weiter. Die Dänen setzten sich einen Tag nach dem knappen Erfolg über Serbien (37:36) gegen Saudi-Arabien mit 32:13 durch. Ebenfalls 6:0 Punkte auf dem Konto haben die Norweger nach einem 30:20 (14:10) gegen Ägypten. Die Überraschung des Abends gelang in dieser Gruppe Brasilien, das sich 32:30 (14:14) gegen Serbien durchsetzte.