14.01.2009 · An der Handball-WM in Kroatien nehmen vom 16. Januar bis 1. Februar 24 Mannschaften teil, die zunächst in vier Sechsergruppen spielen. Wer Weltmeister werden will, braucht Stehvermögen, denn es sind insgesamt zehn Partien zu absolvieren.
An der Handball-Weltmeisterschaft nehmen 24 Teams teil (siehe Handball WM 2009: Teams). Die Vorrunde (16. bis 22. Januar) findet in vier Sechsergruppen in Osijek (A), Split (B), Varazdin (C mit Deutschland) und Porec (D) statt. Die ersten drei Teams erreichen die Hauptrunde (24. bis 27. Januar) und bilden dort in Zagreb (A+B) und Zadar (C+D) wieder zwei Sechsergruppen, wobei die Vorrundeergebnisse gegen die ebenfalls qualifizierten Teams mitgenommen werden (siehe: Handball WM 2009: Spielplan und Ergebnisse). Es ist nicht so, dass die ausgeschiedenen Mannschaften nach Hause fahren dürfen. Die letzten drei Mannschaften jeder Vorrundengruppe spielen im „President's Cup“ in Porec und Pula um die Plätze 13 bis 24.
Es gibt im Gegensatz zur WM 2007 in Deutschland kein Viertelfinale, die beiden ersten Teams der Hauptrundengruppen stehen im Halbfinale (30. Januar), das überkreuz gespielt wird. Die Sieger der Halbfinals spielen um den Titel, die Verlierer um Bronze (1. Februar). Nur der Weltmeister qualifiziert sich für die nächste WM 2011 in Schweden.
RTL will den ganz großen Wurf schaffen
FAZ.NET ist mit einem Live-Ticker immer auf Ballhöhe. (Siehe: Handball WM 2009 Live: Deutschland - Norwegen). Im Fernsehen werden alle Spiele der deutschen Mannschaft bei RTL übertragen. Die deutschen Partien beginnen stets um 17.30 Uhr, eine gute halbe Stunde vorher steigt der Kölner Privatsender mit Moderator Marco Schreyl und Experte Markus Baur in die Vorberichterstattung ein. Unter dem Motto „Der ganz große Wurf“ will RTL „die TV-Übertragung von Handballspielen nicht neu erfinden, aber inhaltliche wie ästhetische Innovationen einführen“, wie Sportchef Manfred Loppe formuliert.
Nur mit dem entsprechenden sportlichen Erfolg des Titelverteidigers dürften wieder ähnliche Traumwerte zu erreichen sein wie die durchschnittlich 16 Millionen vom WM-Finale vor zwei Jahren in Köln. Damals hielten ARD und ZDF noch die Rechte.
Hinzu kommt direkt nach den Live-Übertragungen ein Magazin beim Schwestersender n-tv, wo morgens auch das „Handball-Frühstück“ die neuesten Nachrichten aus dem deutschen Lager verbreitet. Während sich RTL in den Verhandlungen mit Sportfive als Vermarkter der Rechte des Handball-Weltverbandes IHF alle deutschen Spiele sowie das Finale sicherte, zeigt der Spartensender DSF Spiele ohne deutsche Beteiligung aus Kroatien. Den Auftakt macht das Eröffnungsspiel am 16. Januar zwischen dem Gastgeber und Südkora in Split.