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26:24 gegen Tunesien Mit Kapitän Kraus zum knappen Sieg

18.01.2009 ·  Mit großer Leidenschaft und dem gesundeten Kapitän Michael Kraus haben die deutschen Handballspieler bei der Weltmeisterschaft in Kroatien den ersten Sieg gefeiert und damit gute Chancen auf den Einzug in die Hauptrunde. Doch der Sieg gegen Tunesien kam erst in den Schlussminuten zustande.

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Mit großer Leidenschaft und dem gesundeten Kapitän Michael Kraus haben die deutschen Handballspieler bei der Weltmeisterschaft in Kroatien den ersten Sieg gefeiert und damit gute Chancen auf den Einzug in die Hauptrunde. Einen Tag nach dem 26:26 zum Auftakt gegen Russland (siehe auch: 26:26 gegen Russland: Deutsches Schädelbrummen nach der Ochsentour) erkämpfte sich der Titelverteidiger gegen den WM-Elften Tunesien zu einem 26:24 (12:12). Schon am Montag können die Deutschen mit einem Sieg gegen Außenseiter Algerien (17. 30 Uhr/live bei RTL und bei Handball WM 2009 Live: Deutschland - Norwegen) den nächsten Schritt Richtung Hauptrunde machen.

Wichtig für den Erfolg war auch der erste Turnier-Einsatz von Spielmacher Michael Kraus, der nach seinem Muskelfaserriss mit einem dicken Verband an der linken Wade vor allem in der ersten Hälfte mit viel Selbstvertrauen Ruhe ins deutsche Spiel brachte. „Das ist ein Pflichtsieg, wenn wir in die Hauptrunde kommen wollen, müssen wir gewinnen“, meinte der erleichterte Bundestrainer Heiner Brand und bescheinigte seinem Team große kämpferische Qualitäten.

Lichtlein spielt starke Partie

Dabei hatte das zweite WM-Spiel für den Titelverteidiger alles andere als gut begonnen. Zu nervös und hektisch brachte die erste Sieben von Heiner Brand in Angriff und Abwehr zunächst nur wenig zustande, auch der gegen Russland noch überragende Torhüter Bitter bekam keinen Ball zu fassen. In der 12. Minute kam für ihn der Lemgoer Carsten Lichtlein, der in seinem ersten WM-Spiel wesentlich mehr Sicherheit ausstrahlte. „Wir haben zu Beginn viele Fehler gemacht, das sah nicht gut aus. Aber wir wussten, dass es immer die Chance gibt, so einen Rückstand aufzuholen“, sagte Brand.

Das galt dann auch für Michael Kraus, der in der 15. Minute erstmals aufs Feld kam und es noch im ersten Durchgang auf drei Tore brachte. Die erste Führung gegen die aggressiv agierenden Tunesier gelang aber erst in der 31. Minute, als Hens zum 13:12 traf. Gemeinsam nahm sich die neu formierte Mannschaft von Heiner Brand dann ein Herz und kämpfte sich immer besser ins Spiel. Der gute Kreisläufer Sebastian Preiß warf dann in der 50. Minute zum 21:19 erstmals eine Zwei-Tore-Führung heraus. Wieder mit Kraus für den jungen Martin Strobel auf der Mittelposition gewannen die Deutschen gegen Ende der Partie mehr und mehr Sicherheit. Vor allem der zuvor blasse Holger Glandorf zeichnete sich in der Schlussphase auch als Torschütze aus.

„Das war ein guter WM-Auftakt“

„Wir haben uns toll ins Spiel zurückgekämpft, auch wenn wir noch weiteres Steigerungspotenzial haben. Das gibt uns Selbstvertrauen für den weiteren Turnierverlauf“, sagte Rückraumriese Pascal Hens, der mit sechs Toren erneut bester Werfer in der Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand war. Auch Torhüter Johannes Bitter war erleichtert: „Wir haben vielen Kritiker gezeigt, dass wir mehr können, als sie uns zutrauen. Das war ein guter WM-Auftakt.“

Tunesien - Deutschland 24:26 (12:12)
Tunesien: Missaoui, Magaiez - Hedoui 2, Tej 2, Touati 3/2, Hammed 9, Hadj Ahmed, Walid Ben Amor, Bousnina 1, Gharbi, Mgannem 4, Ayed 3/2, Majed Ben Amor, Kraiem
Deutschland: Bitter (HSV Hamburg), Lichtlein (TBV Lemgo) - Hens (HSV Hamburg) 6, Roggisch (Rhein-Neckar Löwen), Klein (THW Kiel) 1, Müller (TV Großwallstadt) 3, Strobel (TBV Lemgo) 1, Preiß (TBV Lemgo) 5, Tiedtke (TV Großwallstadt), Glandorf (HSG Nordhorn) 4, Jansen (HSV Hamburg) 2/2, Kraus (TBV Lemgo) 3, Kaufmann (TBV Lemgo), Schröder (HSV Hamburg) 1
Schiedsrichter: Opava/Valek (Tschechien)
Zuschauer: 3500
Strafminuten: 14 / 12
Disqualifikation: - / Tej (59./3. Zeitstrafe)

Quelle: FAZ.NET mit sid
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